Das Video kommt von YouTube: erst beim Abspielen verbindet sich die Seite mit YouTube (Google).
Industrieland: Dekarbonisierung in der Stahlindustrie
Das Wichtigste aus dem Video
Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.
Transkriptautomatisch erstellt · 33 Zeilen
- Die Transformation der Stahlindustrie ist das Fundament, ist der Grundstein
- für die Transformation der deutschen Industrie dahingehend, grüner zu werden, nachhaltiger zu werden, CO2-freier zu werden.
- Den größten Effekt haben wir dadurch, dass wir nicht investiert haben in einen herkömmlichen Ofen,
- der wieder CO2 emittiert hätte beim Verbrennen von Erdgas, sondern uns entschieden haben, diesen zu ersetzen durch eine EVA.
- Diese Einzelstabvergütungsanlage, EVA, bringt es mit sich, dass wir das Gleiche erzeugen können, aber CO2-neutral.
- Wenn ich die EVA mit grünem Strom beaufschlage, geht der CO2-Ausstoß auf null.
- Das heißt, wir haben die Möglichkeit, bis zu 3.000 Tonnen pro Jahr an CO2-Ausstoß zu reduzieren.
- Auf dieses Ziel arbeiten wir alle hin. Nach der Erstarrung hat das Material, der Stahl,
- noch nicht immer die Eigenschaften, die der Kunde anfordert. Und dann hat man die Möglichkeit, hier in der Wärmebehandlung
- das Material wieder zu erwärmen, abzukühlen und ihm dann dadurch bestimmte Eigenschaften zu geben.
- Also wird das Material weiter verfeinert. Sie können durch unterschiedliche Wärmebehandlungen
- einen Stahl erzeugen, der sehr fest ist. Oder Sie erzeugen aus der gleichen chemischen Grundzusammensetzung
- einen Stahl, der weniger fest ist, dafür aber sehr dehnbar. Wir sprechen dort von einem sogenannten Vergütungsprozess.
- Das heißt, das Material (der Stabstahl) wird zunächst auf Temperaturen von um die 900 Grad wieder erwärmt.
- Und wird dann einzeln durch induktive Spulen geführt, erwärmt, anschließend abgeschreckt in einer Abkühlungsstrecke
- und noch mal auf 700 Grad erhitzt. Wir haben gesagt, wir gehen bewusst auf die Stromschiene
- und gehen den Schritt in Richtung Induktion. Dadurch, dass ein einzelner Stab vergütet wird,
- können die Eigenschaften, die die Norm auch fordern, in sehr viel engeren Grenzen gehalten werden
- als beim konventionellen Verfahren. Die EVA hat da schon wesentliche, qualitative
- und auch technologische Vorteile. Wir hier am Standort haben den Vorteil, dass wir schon
- seit mehr als 20 Jahren elektrisch schmelzen. Wir haben also ungefähr den gleichen Stromverbrauch
- hier in diesem Ofen wie die gesamte Stadt Osnabrück. Das sind ungefähr 0,1 Prozent des
- gesamten republikanischen Stromverbrauchs. Den müssen wir grün bekommen,
- dann können wir hier klimaneutralen Stahl schmelzen. Das ist unsere Chance, die Stahlindustrie in die Zukunft zu transformieren.
- Der Elektrolichtbogenofen wird zu 100 Prozent mit Schrott versorgt. Dann wird der Schrott bei hohen Temperaturen geschmolzen,
- bevor er dann in einer Pfanne gesammelt und dann weiterverarbeitet wird.
- Das heißt, wir haben hier eine geschlossene Kreislaufwerkstatt. Wir haben Förderungen bekommen vom Bundeswirtschaftsministerium,
- die auch gesehen haben, dass wir hier eine große Anstrengung unternehmen, unsere Hütte in die Zukunft zu führen.
- Und das wird nur gehen, wenn wir die Chance der Transformation aktiv nutzen und nach vorne entwickeln.
- Weil eines ist vollkommen klar: Es wird kein Windrad geben, wo nicht Stahl eine tragende Rolle spielt.
- Sie werden keine Elektromobilität erleben ohne Stahlkomponenten. Wir sind tief davon überzeugt, dass wir
- diese Prozesskette, diese industrielle Wertschöpfung hier am Standort weiterführen wollen, weil hier haben wir den Einfluss,
- diese wirklich klimaneutral zu machen.
Zum Nachlesen
HochofenChemische Reaktionen während der Reduktion ; Aus Wüstit entsteht metallisches Eisen, das sich unten im Hochofen ansammelt.
Geschichte der ProduktionstechnikAb der ersten industriellen Revolution begann sich die Produktionstechnik schneller zu entwickeln: Zum Frischen von Roheisen nutzte man das Puddelverfahren, das …