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Industrieland: Dekarbonisierung in der Stahlindustrie

Bundesministerium für Wirtschaft und Energie3:38 335.921 Aufrufe veröffentlicht Auf YouTube

Das Wichtigste aus dem Video

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Transkriptautomatisch erstellt · 33 Zeilen
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  1. Die Transformation der Stahlindustrie ist das Fundament, ist der Grundstein
  2. für die Transformation der deutschen Industrie dahingehend, grüner zu werden, nachhaltiger zu werden, CO2-freier zu werden.
  3. Den größten Effekt haben wir dadurch, dass wir nicht investiert haben in einen herkömmlichen Ofen,
  4. der wieder CO2 emittiert hätte beim Verbrennen von Erdgas, sondern uns entschieden haben, diesen zu ersetzen durch eine EVA.
  5. Diese Einzelstabvergütungsanlage, EVA, bringt es mit sich, dass wir das Gleiche erzeugen können, aber CO2-neutral.
  6. Wenn ich die EVA mit grünem Strom beaufschlage, geht der CO2-Ausstoß auf null.
  7. Das heißt, wir haben die Möglichkeit, bis zu 3.000 Tonnen pro Jahr an CO2-Ausstoß zu reduzieren.
  8. Auf dieses Ziel arbeiten wir alle hin. Nach der Erstarrung hat das Material, der Stahl,
  9. noch nicht immer die Eigenschaften, die der Kunde anfordert. Und dann hat man die Möglichkeit, hier in der Wärmebehandlung
  10. das Material wieder zu erwärmen, abzukühlen und ihm dann dadurch bestimmte Eigenschaften zu geben.
  11. Also wird das Material weiter verfeinert. Sie können durch unterschiedliche Wärmebehandlungen
  12. einen Stahl erzeugen, der sehr fest ist. Oder Sie erzeugen aus der gleichen chemischen Grundzusammensetzung
  13. einen Stahl, der weniger fest ist, dafür aber sehr dehnbar. Wir sprechen dort von einem sogenannten Vergütungsprozess.
  14. Das heißt, das Material (der Stabstahl) wird zunächst auf Temperaturen von um die 900 Grad wieder erwärmt.
  15. Und wird dann einzeln durch induktive Spulen geführt, erwärmt, anschließend abgeschreckt in einer Abkühlungsstrecke
  16. und noch mal auf 700 Grad erhitzt. Wir haben gesagt, wir gehen bewusst auf die Stromschiene
  17. und gehen den Schritt in Richtung Induktion. Dadurch, dass ein einzelner Stab vergütet wird,
  18. können die Eigenschaften, die die Norm auch fordern, in sehr viel engeren Grenzen gehalten werden
  19. als beim konventionellen Verfahren. Die EVA hat da schon wesentliche, qualitative
  20. und auch technologische Vorteile. Wir hier am Standort haben den Vorteil, dass wir schon
  21. seit mehr als 20 Jahren elektrisch schmelzen. Wir haben also ungefähr den gleichen Stromverbrauch
  22. hier in diesem Ofen wie die gesamte Stadt Osnabrück. Das sind ungefähr 0,1 Prozent des
  23. gesamten republikanischen Stromverbrauchs. Den müssen wir grün bekommen,
  24. dann können wir hier klimaneutralen Stahl schmelzen. Das ist unsere Chance, die Stahlindustrie in die Zukunft zu transformieren.
  25. Der Elektrolichtbogenofen wird zu 100 Prozent mit Schrott versorgt. Dann wird der Schrott bei hohen Temperaturen geschmolzen,
  26. bevor er dann in einer Pfanne gesammelt und dann weiterverarbeitet wird.
  27. Das heißt, wir haben hier eine geschlossene Kreislaufwerkstatt. Wir haben Förderungen bekommen vom Bundeswirtschaftsministerium,
  28. die auch gesehen haben, dass wir hier eine große Anstrengung unternehmen, unsere Hütte in die Zukunft zu führen.
  29. Und das wird nur gehen, wenn wir die Chance der Transformation aktiv nutzen und nach vorne entwickeln.
  30. Weil eines ist vollkommen klar: Es wird kein Windrad geben, wo nicht Stahl eine tragende Rolle spielt.
  31. Sie werden keine Elektromobilität erleben ohne Stahlkomponenten. Wir sind tief davon überzeugt, dass wir
  32. diese Prozesskette, diese industrielle Wertschöpfung hier am Standort weiterführen wollen, weil hier haben wir den Einfluss,
  33. diese wirklich klimaneutral zu machen.

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