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American Myths & Realities – Folge 2: Der American Dream erklärt | Englisch Oberstufe
Das Wichtigste aus dem Video
Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.
Transkriptautomatisch erstellt · 156 Zeilen
- Der American Dream ist wahrscheinlich der bekannteste Mythos der USA. Es ist ein Traum, der ganze Generationen geprägt hat. Ein Traum, der verspricht,
- in Amerika kann jeder alles erreichen. Vom Tellerwischer zum Millionär, vom Einwanderer ohne Geld, zum erfolgreichen Unternehmer. Aber woher kommt diese Idee
- eigentlich? Warum glauben so viele Menschen bis heute daran, trotz Armut, Ungleichheit und Krisen? Und wieso spielt dieser Traum im NRW Abitur eine
- so große Rolle im Fach Englisch, wenn wir über American Myths and Realities sprechen? Genau das schauen wir uns heute in diesem Video hier an. Herzlich
- willkommen zur zweiten Folge von American Myths and Realities, einem der verbindlichen Themen im NRW Abitur im Fach Englisch und das sollte unter dem
- Schwerpunkt Freedom and meiner Videoreihe zu diesem Thema geht es genau darum eben wie Hüten den American Dream und die USA allgemein
- geprägt haben und natürlich auch darum, wie weit dieses Bild eigentlich von der echten Realität entfernt sein kann. Heute in dieser zweiten Folge tauchen
- wir ganz tief ein in den American Dream, den Mythos, der Freiheit, Leistung und Aufstiegschancen wie kein anderer vereint. Wir klären, wo dieser Traum
- historisch herkommt, welche Rolle Religion, Geschichte und Wirtschaft dabei spielen und wie sich der American Dream im Laufe der letzten Jahrhunderte
- insgesamt verändert hat. Und natürlich gucken wir auch auf die heutige Zeit, auf die Gegenwart und wir schauen, wie der American Dream gleichzeitig Hoffnung
- und ganz ganz viel Frust erzeugt. Am Ende dieses Videos solltest du nicht nur den Begriff an sich kennen und definieren können, sondern auch
- verstanden haben, warum der American Dream im Abitur so zentral ist, wenn es um die Frage geht, wie frei und ja, wie gleich ist die amerikanische
- Gesellschaft heute wirklich? Mein Name ist Sebastian. Ich bin seit 15 Jahren Englischlehrer an einem Weiterbildungskolleg in
- Nordre-Westfalen, nehme jedes Jahr zahlreiche Abiturprüfung ab und kenne mich einfach Englisch wirklich sehr, sehr gut aus. Und auf meinem Kanal Easy
- Abi Englisch verrate ich dir alle Tricks und Geheimnisse rund um das Zentralabitour im Fach Englisch. Abonniere den Kanal unbedingt, wenn du
- in Zukunft keine Videos von mir mehr verpassen willst und ich vergesse es immer wieder am Anfang zu sagen. Gibt dem Video unbedingt ein Like. Das hilft
- mir als Clim Creator unheimlich viel weiter. Also wäre das total nett, kostet dich nicht viel Aufwand. Kannst du auch im Fernseher machen, kannst auf dem
- Handy machen, überall einfach ein kleines Like da lassen. Vielen Dank schon mal dafür und ich würde sagen, wir verlieren jetzt keine Zeit und starten
- direkt in das heutige Thema rein. Als erstes gucken wir und das macht am meisten Sinn, denke ich, auf die Wurzeln des American Dream. Woher kommt dieser
- Begriff eigentlich? Wie hat sich das Ganze entwickelt? Und da müssen wir sehr sehr früh tatsächlich historisch gesehen ansetzen. Viele der ersten Siedlerinnen
- und Siedler in Nordamerika waren sogenannte Puritaner, die vor religiöser Verfolgung in Europa flohen. Sie glaubten, dass harte Arbeit, Disziplin,
- Selbstkontrolle, Zeichen ja so moralischer Stärke sind und dass ihn dadurch, wenn sie sich an diese Werte und Ideale halten, dass ihnen dann eben
- die göttliche Gnade sozusagen zu Teil wird. Erfolg im Leben war für diese Menschen kein Zufall, sondern immer Ausdruck eines geordneten gottgefälligen
- Lebens. Und genau diese Haltung prägte eben die nun entstehende Gesellschaft. Wer fleißig ist oder wer fleißig war, der konnte es in Anführungszeichen zu
- etwas bringen. Was das genau heißen soll, schauen wir uns dann gleich noch mal im Detail an. Im Gegensatz dazu waren Faulheit und Armut natürlich
- verteufelt. Das ich denke das ist logisch, wenn man sich diese Grundüberzeugung anschaut, dann schließt sich das natürlich aus. Also wer faul
- und oder arm war, bei dem wurde das häufig als eben persönliches Versagen gesehen. Und das ist übrigens auch eine Idee, die bis heute tief im American
- Dream verwurzelt ist. Für viele Europäerinnen und Europäer stand die alte Welt, also Europa für starre Hierarchien, für Armut, für ein enges
- Klassensystem und sehr sehr sehr begrenzte Aufstiegschancen. Amerika dagegen erschien als unbeschriebenes Blatt, ein Ort, an dem man seine
- Vergangenheit hinter sich lassen und einfach das von vorne ganz neu anfangen kann. Wir haben heute sehr viele historische Quellen, die man schauen
- kann. Sowas wie Briefe von Auswanderern, äh Berichte von Reisenden und später auch Zeitungsartikel verbreiten dann eben dieses Bild eines Landes, indem man
- durch Mut und Anstrengung ein freieres, ja, ein vielleicht auch ein besseres Leben aufbauen konnte. Genau an dieser Stelle entsteht einer der Kerne des
- American Dream und zwar die Überzeugung, dass du als Person nicht festgelegt bist durch deine Herkunft. Es spielt erstmal in den USA, es spielt erstmal in Amerika
- keine Rolle, woher du kommst und wer du bist. Wenn du dich anstrengst, wenn du hart arbeitest, wenn du gottgefällig lebst, dann kannst du es hier zu etwas
- bringen. Was man hier schon sieht, und ich finde, das ist immer ganz wichtig schon mal festzuhalten, äh hier gibt's keine Versprechung oder Garantien,
- sondern ähm die Versprechen des American Dream und das werden wir gleich auch noch sehen, die sind immer geknüpft an bestimmte Dinge, die man selbst tun oder
- leisten muss. Also hier entdeckt man an harte Arbeit oder die persönliche individuelle Anstrengung. Super wichtig und ein ganz entscheiner Punkt gerade im
- Abi später wird das häufig allzu simplifiziert dargestellt und das ist es eben nicht, sondern der American Dream und seine Entwicklung ist durchaus
- komplex und ich will natürlich mit diesem Video auch da so bisschen Abhilfe schaffen und das genauer erklären. Ein ganz zentrales Dokument, das mit dem
- American Dream zu tun hat, ist die Unabhängigkeitserklärung von 1776. Mit der Unabhängigkeitserklärung formulierten die Kolonien ein
- politisches Programm, das weltberühmt geworden ist. das Recht auf Life, Liberty and the Purs of Happiness. Und dieser Satz oder diese drei Aspekte, die
- sind ganz zentral für den American Dream. Und zwar sagen sie, jeder Mensch hat das Recht, ein gutes Leben anzustreben. Nicht nur die Oberschicht,
- nicht nur der Adel, nicht nur die Kirche, sondern jeder. Und das muss man sich vorstellen, das ist wirklich für die Zeit ein sehr revolutionärer und
- neumodischer Gedanke. Die Idee, dass jede Person ein Recht auf Glück und Selbstverwirklichung hat, das ist schon wirklich sehr, sehr besonders und das
- wurde eben zum ideologischen Fundament einer jungen Nation. Im 19. kam dann ein weiterer wichtiger Baustein hinzu, die Frontier, also die Grenzlinie zwischen
- dem besiedelten Osten und dem wilden unerschlossenen Westen. Diese Vorstellung, dass immer neues Land irgendwie zur Verfügung stehen könnte,
- das quasi ja nahezu unendlich erscheint, vermittelte das Gefühl grenzenloser Möglichkeiten. Wer also unzufrieden war, der konnte theoretisch nach Westen
- ziehen, Land erwerben, eine, was weiß ich, eine Farm gründen und dort ganz unabhängig leben. Ja, und diese Kombination aus religiöser Arbeitsethik,
- Neubeginn in der neuen Welt, politische Freiheitsversprechen und scheinbar endloses Land. Diese Kombination bildet das Fundament des American Dream. Erfolg
- ist möglich, wenn du mutig bist, hart arbeitest und Chancen, die sich dir bieten, ergreifst. Zumindest in der Erzählung, in dem Narrativ ist das so,
- wir kommen später noch dazu, inwiefern das ähm sich wirklich bewahrheitet oder wirklich einen Anspruch auch Erfüllung in sich trägt. Im 19. Jahrhundert
- verwandelt sich der American Dream von einer eher politischen und religiösen Idee, das haben wir eben gesehen, in ein sehr, sehr starkes wirtschaftliches
- Versprechen und daraus leitet sich dann eben auch so die Idee vom American Dream ab, die wir heute vor allen Dingen haben und die Aspekte, über die ich gerade
- gesprochen habe, die fallen dabei leider immer ein bisschen unter den Tisch, obgleich sie wirklich sehr sehr zentral und wichtig eben auch sind. Mit der
- beginnenden Industrialisierung im 19. Jahrhundert wachsen die Städte, die Fabriken und die Unternehmen. In dieser Zeit entsteht die Figur des Selfmade
- Man, also jemand, der sich ohne Erbe, ohne adlige Herkunft und vielleicht auch ohne sonstige Startvorteile irgendwelcher Natur nach oben arbeitet.
- Ganz bekannte Beispiele sind so industrielle wie Andrew Connegy oder John De Rockefeller, die Namen habt ihr vielleicht auch schon mal gehört, die
- als einfache Arbeiter begonnen haben und später ja riesige Unternehmen kontrolliert. Ihre Biografien und ihre Geschichten wurden dann in Zeitungen und
- in Büchern gefeiert und die ja sozusagen als Beweis, wenn die das schaffen, dann kannst du das auch schaffen. Später im 19. Jahrhundert dann auch vor allem auch
- zu Beginn des 20. Jahrhunderts kam dazu noch Millionen von Einwandererinnen und Einwandern aus Europa in die USA. Ihren Italienerinnen und Italiener, Deutsche,
- Osteuropäer in den Jüen und Juden viele mehr. Und für sie war der American Dream sehr konkret. Arbeit finden der Armut entkommen vielleicht den Kindern eine
- bessere Zukunft ermöglichen. Alice Island und die Skyline von New York City wurden dabei zum Symbol dieser Hoffnung. Auch wenn die Realität oft hart war,
- lange Arbeitszeiten, wenig Sicherheit, Diskriminierung blieb die Erzählung von einem besseren Leben in Amerika weiterhin sehr, sehr stark. Und in
- dieser Zeit boomen dann auch solche sogenannten Racks to riches oder From Dishwasher to Millionaire Narrativ, also Geschichten, in denen Menschen aus
- wirklich ärmsten Verhältnissen durch Fleiß und Ehrgeiz reich und angesehen werden. Solche Geschichten tauchen in Romanen auf, in Zeitungsserien, später
- in Filmen auch oder in Fernsehserien und sie zeigen im Prinzip immer wieder daselbe Muster. Start from nothing, work hard, then succeed. Und die Wirkung
- dieser Geschichten darf man überhaupt nicht unterschätzen. Sie sind wirklich super zentral für die amerikanische Erzählung allgemein. Sie sind einfach
- der Motor des American Dream, weil sie das Gefühl erzeugen. Erfolg ist kein Zufall. Er ist das natürliche Ergebnis von harter Arbeit und einem fairen
- System in Anführungszeichen fair, indem es wirklich jeder schaffen kann. Ein wichtiger Aspekt dabei ist die Bildung. Bildung wird immer stärker als Schlüssel
- zum Erfolg angesehen. Erst wird die Highschool zum Standard, dann gewinnt das College auch an Bedeutung. Der Weg ist klar definiert. Lerne fleißig, mache
- Abschlüsse, finde einen guten Job und dann wirst du sukzessive sozial aufsteigen. Und der American Dream bekommt dadurch eine scheinbar wirklich
- klare Struktur. Schule, Studium, Karriere, Haus, Familie, ein Plan, den man dann nur noch befolgen muss in Anführungszeit. Die erste
- aufgeschriebene echte Definition des American Dream, die gibt es erst sehr sehr spät. Das wird auch gerne mal übersehen. Und zwar schreibt James Trusl
- Adams 1931 mitten in der Welt Wirtschaftskrise übrigens sein Buch The Epic of America und darin formt er erstmals diesen Begriff des American
- Dream aus, wie wir ihn heute auch kennen. James Truslw Adams war ein US-amerikanischer Historiker und Publizist und der hat sich sehr intensiv
- mit der Entwicklung der amerikanischen Identität beschäftigt. Er stammt aus einer wohlhabenden Familie in Brooklyn, arbeitete äh lange als Journalist und
- Essayist und versuchte die Geschichte der USA für ein breites Publikum verständlich zu machen. Und das war auch übrigens die Absicht dieses Buches, das
- ihr hier auch sehen könnt auf der Folie The Epic of America. Sein Ziel war es, den Kern der amerikanischen Idee zu definieren, nicht über Macht oder
- Reichtum, sondern über Werte wie Fairness, Chancen, Selbstverwirklichung und sowas. Seine Interpretation ähm des American Dream prägt das amerikanische
- Selbstverständnis bis heute und ich finde die Definition sehr schön, deswegen habe ich sie euch hier noch mal original mitgebracht. Adams schreibt
- halt: "The American dream is that dream of a land in which life should be better and richer and fuller for everyone with opportunity for each according to
- ability and achievement." Und dieses Zitat und diese Definition ist in mehrerlei Hinsicht wislich sehr interessant. Adams beschreibt den
- American Dream als Vorstellung von einem, ihr habt es hier, ihr seht es hier im Original auf Englisch, ich würde es mal übersetzen, einem besseren,
- reicheren, volleren Leben für alle. Ähm, indem jeder und wirklich jeder unabhängig vom sozialen Status die Chance hat, das eigene Potenzial zu
- entfalten. Interessant daran ist, dass für ihn nicht ja das schnelle Geld im Vordergrund steht oder sowas, sondern Würde, Chancen und Lebensqualität. Und
- in Verständnis ist dieser Dream übrigens auch ein zutiefst demokratischer Traum, ein zutiefst demokratisches Ideal. Nicht die Herk, nicht die Familie, nicht der
- Adel sollen über den Nebensweg entscheiden, sondern Talent, Charakter und Einsatz. Und Adams kritisiert zugleich, dass dieses Ideal in der
- Realität nie vollständig eingelöst werden konnte, gerade in Zeitel von Krise und Massenarbeitslosigkeit. Und damit legt Adams die Basis für ein
- Verständnis des American Dream, das bis heute wirkt als Kombination aus wirtschaftlicher Chance, politischer Freiheit und persönlicher Einfalt am
- Ende auch nat Weltkrieg erlebt der American Dream eine Art Hochphase, zumindest für bestimmte Teile der Bevölkerung. Die USA gegen
- wirtschaftlich sehr gestärkt aus dem zweiten Weltkrieg hervor. Es entstehen Millionen neuer Jobs, die Mittelschicht wächst. Das Bild, das häufig für uns
- heute auch typischen American Dream amerikanischen Traums bekommt ein sehr konkretes Symbol, ein eigenes Haus im Vorort mit einem Auto,
- einer kleinen Familie, einem sicheren Job und festem Einkommen. Mit dem sogenannten GI Bill erhalten in dieser Zeit auch zurückkehrende Soldaten
- finanzielle Unterstützung für Studium, für Ausbildung, für den Kauf einer eigenen Immobilie. Und das führt dazu, dass viele Männer aus Arbeiterfamilien
- erstmals studieren können und Zugang zum Rufen bekommen, die vorher ja quasi unerreichbar für sie waren. Und dadurch wird eben auch wieder die Mittelschicht
- gestärkt. Allerdings gilt das vor allem für weiße Amerikaner und ich gender hier bewusst nicht, sondern es sind männliche Afrikaner, die hier gemeint sind. Später
- dann in der Zeit des kalten Krieges wird der American Dream zu einem wichtigen Teil der ideologischen Auseinandersetzung des Ideologiekampfes
- äh mit der Sowjetunion. Die Botschaft lautet hier: In den USA kann jede Person frei leben und Wohlstand erreichen. In Kommunismus hingegen herrschen Mangel
- und Unterdrückung. Ähm so Dinge wie Konsumenggüter, moderne Technologie, ähm das Lebensideal oder der Lebensstil der Vorstätte werden dann so gezielt als
- Beweis dafür genutzt. dass das amerikanische System überlegen ist und die kommunistische Gegenseite eben entsprechend unterlegen. In den 1950ern
- und 1960er Jahren. Vor allen Dingen wird aber noch etwas anderes deutlich, nämlich, dass der Dream nicht für alle gleichermaßen gilt. Schwarze Menschen,
- andere Minderheiten und Frauen haben deutlich schlechtere Chancen auf Bildung, auf Jobs, auf politischen Einfluss und auf Sicherheit eben die so
- die Grundvoraussetzung, die man verbindet mit der Erreichung des Ideals des American Dream. Und die sogenannte Bürgerrechtsbewegung fordert deshalb
- nicht nur rechtliche Gleichstellung, sondern äh auch den Zugang zu den Vorstellung des American Dream. gleiche Schulen, gleiche Löhne, gleiche Rechte
- und dadurch wird der American Dream noch mal stärker politisch auch aufgeladen und das dieses Versprechen, das ja angeblich für alle gilt, wird erstmals
- auch öffentlich auch medial gestützt sehr stark in Frage gestellt. Der American Dream ist heute so umstritten wie nie zuvor. Viele
- Menschen glauben weiterhin an ihn. Dieses Narrativ wirkt weiter. Viele sehen ihn aber auch als das, was er möglicherweise tatsächlich auch ist,
- nämlich eine schöne Illusion. Und diesem Thema erscheint wie gesagt hier auf dem Kanal bald eine ein weiteres Video. Das Dritte dann in dieser Reihe zu American
- Myths and Realities. Und da steigen wir eben dann noch mal ganz tief ein. Das hier soll einfach nur so ein bisschen grobe Orientierung lügen. Wenn man sich
- Daten zur sozialen Mobilität in den USA anschaut, dann äh wird deutlich, dass es immer schwerer wird, die eigene soziale Schicht zu verlassen und in der Social
- Hierarchy aufzusteigen. Äh vor allem im Vergleich mit europäischen Ländern. Wer in Armut geboren wird z.B. der bleibt statistisch gesehen zumindest häufig
- auch arm. Und wer in Wohlstand gewohen wird, hat deutlich bessere Chancen, diesen auch zu halten. Und damit widerspricht an dieser Stelle schon die
- Realität den zentralen oder dem zentralen Versprechen des American Dream. Ähm nämlich, dass die Herkunft ja eigentlich keine Rolle spielen sollte.
- Über Bildung hatten wir gerade schon gesprochen und gute Bildung bleibt weiterhin der Schlüssel zum Aufstieg. Das ist immer noch wahr, aber sie ist
- eben auch sehr sehr teuer und Studiengebühren und die stetigste steigenden Lebenshaltungskosten führen dazu, dass viele Studierende in den USA
- hohe Kredite aufnehmen müssen. Ähm und diesen Schuldenberg, der sich häufig dadurch anhäuft, so das sogenannte Student Dead, kann Menschen einfach über
- Jahrzehnte hinweg belasten und schränkt dadurch genau die Freiheit ein, die der American Dream eigentlich verspricht. Und wer nicht studieren will oder kann,
- der findet sich dann oft in schlechter bezahlten Jobs wieder und die bieten eben entsprechend auch geringere Aufstiegschancen im Vergleich. Auch
- rassistische Strukturen wirken bis heute natürlich nach. Unterschiede beim Einkommen, beim Vermögen, bei der Qualität der Schulen, bei der
- Wohnsituation, beim Zugang zur Gesundheitsversorgung sind einfach offensichtlich. Ähm, das betrifft vor allem schwarze, indigene, viele andere
- Communities of Color. Ähm, die haben einfach statistisch gesehen schlechtere Startbedingung. Und das bedeutet, selbst wenn alle zumindest theoretisch
- denselben American Dream sehen, haben sie nicht alle die gleichen Möglichkeiten, ihn auch zu erreichen oder zu verwirklichen. Ein letztes
- großes Problem ist natürlich die Verteilung von Vermögen. Ein immer größerer Teil des Vermögens befindet sich nämlich in den Händen weniger sehr
- reicher Menschen und vor allen Dingen auch großer Unternehmen und gleichzeitig stagnieren die Löhne im unteren und mittleren Bereich teilweise seit Jahren
- oder seit Jahrzehnten während gleichzeitig die Lebenshaltungskosten stetig steigen. Und da sieht man schon das Dilemma, das darin steckt. Äh für
- viele Menschen fühlt sich der American Dream deshalb so an, als ob die Leiter nach oben immer immer länger und immer immer steiler wird und es einfach
- unmöglich ist. diese Art zu erklimmen und trotz all dieser Probleme ist der American Dream irgendwie ja nicht verschwunden. Also im Gegenteil, der
- wird ständig wiederholt, neu erzählt, noch mal angepasst, überarbeitet. Das wirkt mächtige daran ist nämlich, denke ich, dass der American Dream etwas
- verspricht. Der verspricht nämlich: "Dein Leben ist veränderbar. Du musst nicht in der Situation bleiben, in die du hineineboren wurdest." Und diese
- Botschaft ist einfach psychologisch sehr, sehr stark. gibt Menschen Kraft besonders in Krisenzeiten und sie motiviert dazu sich anzustrengen auch
- Risiken einzugehen und an sich selbst zu glauben. Gleichzeitig nutzen Politikerinnen und Politiker das Narrativ des American Dream oder die
- Narrative Plural des American Dream und das tun beide Parteien gleichermaßen in den USA. Die berufen sich ständig auf den American Dream. Sie versprechen
- ihnen, was weiß ich, zu retten, äh wiederherzustellen, ihn für alle wieder zugänglich zu machen und der American Dream wird damit zum ganz
- zentralenzpunkt auch in der amerikanischen Politik, wenn über Steuern, über Bildung, über Sozialprogramme, über Arbeitsmarkt und
- so weiter gestritten wird. Zudem bietet der Mythos des American Dream eine sehr einfache Erklärung, einerseits für Erfolg, andererseits aber auch für
- scheitern. Wenn jemand nämlich erfolgreich ist, dann weil diese Person hart gearbeitet hat und wenn jemand scheitert, dann äh weil er oder sie
- nicht genug getan hat. Strukturelle Probleme wie Rassismus, Armut, unfaire Bildungschancen und sowas geraten dabei leicht aus dem Blick. Und so kann der
- Dream, obwohl er Hoffnung spendet auf der einen Seite auch dazu führen, dass Betroffene sich selbst die Schuld geben und gesellschaftliche Ursachen
- unsichtbar bleiben. Die Popkultur und Social Media spielen ebenfalls noch eine große Rolle bei der Aufrechterhaltung, Verbreitung des American Dreams.
- Hollywood Filme, Serien, Musik, Werbung, die Social Media Plattform erzählen jeden Tag neue Versionen des American Dream. Erfolgsgeschichten werden dabei
- vor allen Dingen groß gefeiert. Ihr kennt das, der Startupgründer, die Sängerin, der Sportstar, der Influencer From Zero to Hero äh ist ein zentrales
- und sehr unterhaltsames Narrativ natürlich auch, das in den Medien immer wieder präsentiert wird. Gerade Social Media verstärkt dabei die Illusion, das
- Erfolg vor allem eine Frage von Hassel von Anstrengung, von Selbstvermarktung, von Willenskraft ist, auch wenn gleichzeitig im Hintergrund natürlich äh
- Netzwerke operieren und Kapital und schlichtweg auch Glück eine immense Rolle spielen. Das zeigt, der American Dream ist nicht nur eine historische
- Idee, sondern ein dauerhafter kultureller Motor äh der die Gesellschaft in den USA und die Politik auch bis heute antreibt. Ja, wenn wir
- den American Dream betrachten, sehen wir immer beides gleichzeitig eine starke motivierende Hoffnung und eine Realität, die dieses Versprechen nur teilweise
- einlöst. Und das ist gerade im Abi super wichtig in mündlichen Prüfung und Klausuren, dass man diese differenzierte Perspektive auf den American Dream
- einnehmen kann. Im nächsten Video schauen wir auf einen weiteren ganz zentralen Mythos aus den USA, nämlich den Mythos der Freiheit oder Freedom.
- Und das schauen wir uns genauer an, was meinen Amerikanerinnen und Amerikaner eigentlich, wenn sie von Freiheit sprechen, warum ist dieses Wort so
- positiv besetzt und gleichzeitig auch so Konflikt geladen und wird auch häufig eben politisch sehr sehr stark missbraucht und wir werden natürlich
- auch sehen, wie dieser Freiheitsmythos mit dem American Dream insgesamt zusammenhängt. Ja, wenn du diese Reihe für dein Abitur, deine
- Abiturvorbereitung, deine Klausurvorbereitung nutzt, dann bleib auf jeden Fall dran. Äh denn erst im Zusammenspiel der vielen Einzelemente
- und Einzelteile wird eben erst verständlich, wie die USA sich selbst sehen und wie gerechtfertigt vielleicht dieses Bild auch tatsächlich ist. Und
- als letztes noch vergisst nicht Easy Aby Englisch hier auf YouTube zu abonnieren und mir unbedingt für dieses Video ein Like dazulassen. Das würde mich mega
- freuen und ich würde mich besonders freuen, wenn wir uns beim nächsten Video zum Thema Freedom auf jeden Fall wiedersehen. Bis dahin wünscht dir alles
- alles Gute.