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Geschichte des Rassismus Teil 2 Die fatalen Folgen

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Das Wichtigste aus dem Video

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Transkriptautomatisch erstellt · 240 Zeilen
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  1. [Musik] tief im Innern der Namibwüste in Südafrika tritt ein schreckliches Geheimnis
  2. [Musik] zutage das sind die sterblichen Überreste der ersten Opfer eines von deutschen errichteten todeslagers hier
  3. wurden tausende Afrikaner massakriert 30 Jahre vor der Machtübernahme der Nationalsozialisten diese liegen vergessen in der Wüste seit über 100
  4. Jahren doch dieser Ort ist nicht der einzige seiner Art auf der ganzen Welt verstreut finden sich Spuren von Massakern und Völkermord es sind die
  5. fatalen Folgen des Imperialismus Millionen Menschen starben ein Teil der Kolonialgeschichte an den man sich in Europa nur ungern erinnert
  6. diese Menschen wurden Opfer einer Politik die sich rechtfertigte mit der Bürde des weißen Mannes habe die Last zu tragen den
  7. schwarzen zu zivilisieren Wissenschaftler Schriftsteller und Denker im 19 Jahrhundert bereiteten die Massenmorde
  8. gedanklich und theoretisch vor ihre Theorien dienten auch der Rechtfertigung der unvorstellbaren Grausamkeiten die im 20 Jahrhundert in
  9. Europa begangen [Musik]
  10. wurden [Musik] der Wettlauf um Afrika ging mit jenen Verbrechen in der Wüste zu Ende begonnen
  11. hatte das 19 Jahrhundert jedoch mit einer optimistischen Entwicklung um 1830 nämlich war England als erste Nation bereit die Sklaverei
  12. abzuschaffen in den Plantagen der Karibik sollten über eine halbe Million Sklaven freigelassen
  13. werden man ging davon aus dass die Sklaven aus Dankbarkeit für diesen Akt der Güte zu einem fleißigen und christlichen Landvolk
  14. [Musik] würden [Musik]
  15. der Kampf gegen die Sklaverei war von der Kanzel ausgeführt worden von christlichen Missionaren und
  16. abolitionisten in Kirchen und andachtsräumen gründeten sie eine weg zur Abschaffung der Sklaverei ihre Ansichten waren es die eine nationale
  17. Debatte zur Frage der Rasse einleiteten und [Musik] prägten als die Sklaverei offiziell
  18. abgeschafft wurde war das ein großer Triumph für die abolitionisten 50 Jahre lang hatten unzählige gewöhnliche Bürger für die Abschaffung
  19. gestritten die abolitionisten meinten auf ihren leidspruch bin ich denn nicht ein Mensch und Bruder gäbe es nun eine
  20. Antwort sie selbst beantworteten sich diese wichtige Frage so die Schwarzen seien zwar Menschen und Brüder aber nicht
  21. [Musik] gleichwertig zu dem Zeitpunkt war man allgemein von der Hierarchie der Rassen überzeugt wenigstens im Hinblick auf
  22. Kultur und [Musik] Zivilisation sie hieltten die schwarzen
  23. für noch nicht gleichwertig aber vielleicht würden sie irgendwann in der Zukunft gleichwertig
  24. sein es ging nicht nur darum ehemalige Sklaven auf die angeblich höhere Stufe der zivilisierten Europäer zu heben es sollte damit auch die Expansion
  25. des britischen Reichs gerechtfertigt werden die abolitionisten wollten die schwarzen anleiten und führen ein Aspekt davon war
  26. dass sie sich für deren Freiheit einsetzten im nächsten Schritt aber wurden Truppen und Missionare nach
  27. Afrika und in die Karibik geschickt um die Aufgabe zu Ende zu bringen denn dort lebten Heiden und die sollten in den Schoß des Christentums geführt werden
  28. anderen Völkern die Zivilisation zu bringen das war die ideologische Untermauerung des
  29. Empires das Empire sollte sich auch mit Hilfe der Missionare ausdehnen dabei wurden Kultur und Religion der indigenen Völker rücksichtslos
  30. zerstört doch scheint das geradezu harmlos im Vergleich zu dem was der Imperialismus noch anrichten würde denn das 19 Jahrhundert war
  31. beherrscht von der s die dunklen Rassen könne man gar nicht zivilisieren deshalb müssten sie ausgerottet
  32. werden am Rand des sich ausdehnenden britischen Weltreichs am äußersten Zipfel der damals bekannten Welt liegt
  33. Tasmanien eine kleine Insel vor der Südküste Australiens was die Briten hier anrichteten hatte Auswirkungen über das
  34. viktorianische Zeitalter hinaus als britische Siedler sich im Jahr 1803 hier niederließen begegneten
  35. sie dem Volk der Ureinwohner den Aborigines nur etwa 5000 Menschen lebten seit Jahrtausenden vollkommen isoliert
  36. am Ende der bewohnbaren Welt die Siedler betrachteten diese Menschen mit dem Blick des angeblich überlegenen
  37. Europäers sie reagierten mit Ekel und Schrecken auf die Lebensweise der Tasmanier für sie sah es aus als hätten die Tasmanier keine Kultur keine
  38. Religion keinen Gott das tasmanische Volk schien von der Geschichte zurückgelassen und vergessen worden zu sein
  39. die Siedler brachten aus Europa auch eine populäre Idee des späten 18 Jahrhunderts mit die Idee von der Hierarchie der menschlichen Rassen ihrer
  40. Ansicht nach gehörten die Tasmanier als wildes primitives Volk auf die unterste Stufe man durfte sie nahezu behandeln wie
  41. Tiere die Briten gründeten ST und besiedelten das umliegende Land Land das den Ureinwohnern über Jahrtausende hinweg als Jagdgebiet
  42. gedient hatte fern von jeder Kontrolle und Autorität konnten die Siedler die Ureinwohner vertreiben und misshandeln
  43. wie es ihnen [Musik] passte ab etwa 1820 wurde den aborigin sehr viel Land weggenommen und es gab
  44. heftige Kämpfe zwischen Ureinwohnern und weißen natürlich sind diese Verbrechen kaum dokumentiert denn es war ja
  45. eigentlich verboten die Ureinwohner zu töten die Siedler waren überzeugt dass sie den brittenen gehörten und in deren Journalen liest man durchaus vom Wunsch
  46. die Einwohner zu töten die kriegerischen Konflikte zwischen britischen Siedlern und
  47. tasmanischen Ureinwohnern gfel ten die weißen handelten nach dem Standrecht und erschossen sofort jeden Tasmanier dem sie
  48. begegneten die Aborigines wiederum attackierten die Siedler und versuchten verzweifelt ihr Land zu verteidigen die Zahl der Opfer stieg und damit auch die
  49. Angst und der Hass unter diesen Umständen war es für beide Seiten einfach den Gegner als
  50. absolut unmenschlich anzusehen zweifellos hielten die Aborigines die Europäer für Menschen ohne jegliche
  51. Moral ohne jede Hemmung aus Sicht der Europäer hingegen waren die Tasmanier nichts als Tiere und
  52. wilde in einer streng nach Rassen getilten Gesellschaft wuchs aus dem Konflikt der blanke
  53. Hass die vielen Todesopfer des Black war hatten für die Einwohner Tasmaniens fürchterliche folgen die weißen konnten
  54. ihre im Krieg getöteten ersetzen denn es kamen immer mehr brittenen auf die Insel von den Ureinwohnern aber hatte es vor dem Krieg nur etwa 5000 gegeben und
  55. nun drohten sie völlig ausgelöscht zu werden der britische Gouverneur George Arthur hoffte die Spirale der Gewalt stoppen zu
  56. können [Musik] der Gouverneur ist ein evangelikaler Protestant und er weiß dass sein Ruf und
  57. seine Zukunft davon abhängen wie er mit dem Problem umgeht die britische Regierung hatte ihn schon gewarnt denn der rapide Rückgang
  58. ließ vermuten dass die Urbevölkerung gerade systematisch ausgelöscht wurde
  59. wäre dies der Fall würde es das Ansehen des British Empire schwer beschädigen und es wäre katastrophal für seine persönliche
  60. [Musik] Karriere George Arthur machte sich daran die verbliebenen Aborigines vor den Gewalttaten der Siedler zu
  61. schützen um sie von seinen guten Absichten zu überzeugen ließ er in ihrem Gebiet Plakate an die Bäume nageln die Plakate propagierten die Briten
  62. wollten sich mit den Ureinwohnern verständigen doch das entsprach nicht der [Musik]
  63. Wahrheit denn auf beiden Seiten ging das Morden weiter von den 5000 Ureinwohnern waren nur noch wenige hundert übrig nach
  64. Jahren der ger Kämpfe hatten sie gelernt sich im Busch gut zu verstecken Gouverneur Arthur war entschlossen diese Restbevölkerung zu
  65. erhalten und er wollte ihr Land gleichzeitig für die Siedler er musste also seine Taktik ändern so wandte er sich an George Augustus Robinson einen
  66. Missionar der eine Gruppe von Ureinwohnern bekehrt hatte und mit ihnen lebte Robinson sollte nun auch die übrigen Aboriginies aus dem Busch
  67. [Musik] herauslocken er sollte Ihnen die Botschaft bringen dass die Briten ein Übereinkommen wünschten Verhandlungen
  68. einen Friedensvertrag Robinson konnte sie überzeugen ihm vorübergehend auf eine
  69. andere Insel zu folgen dort würden sie versorgt werden und wären in Sicherheit später könnten sie zurückkehren in ihr
  70. [Musik] Land die letzten 300 tasmanischen Ureinwohner wurden auf eine vorgelagerte
  71. Insel gebracht Flinders [Musik]
  72. Island Robinson der offizielle Schutzherr der Aboriginies ließ eine komplette Siedlung errichten mit Steinhäusern Ackerland und einer
  73. Kapelle er nannte sie Ort der Zivilisation und er gab einem Künstler auf Flinders Island den Auftrag diese letzten Tasmania zu
  74. malen jenny war von Robinson eingefangen worden kurz bevor ihr Stamm von den Siedlern vernichtet wurde vuradi war hling gewesen sein
  75. Stamm erlag einem eingeschleppten europäischen Virus man lagagena glaubte dem Versprechen die Mörder seiner Familie würden vor Gericht gestellt wenn
  76. er mit nach Flinders Island käme truganini hatte mit ansehen müssen wie ihr Mann getötet wurde sie alle waren Zeugen der Vernichtung ihrer
  77. Kultur und was davon übrig war wurde ihnen auch genommen denn der Ort der Zivilisation war nicht bloß eine Siedlung sondern eine Anstalt in der aus
  78. sogenannten wilden zivilisierte Christen gemacht werden sollten als richtiger Christ glaubt sich niederlassen in einem Dorf
  79. leben die Kinder müssen in die Schule gehen sie sollen pflügen und sehen lernen und Bauern
  80. werden fern ihrer Heimat und dazu gezwungen ein ihnen fremdes Leben zu führen felen sie europäischen Krankheiten zum Opfer sie wurden krank
  81. an Leib und Seele sie starben einer nach dem anderen es wurden keine Kinder mehr
  82. geboren die Angst muss unvorstellbar gewesen sein ein Volk das stark und gesund gewesen war verschwand einfach innerhalb
  83. einer Generation George Robinson der ihr Retter hätte sein sollen war schließlich
  84. derjenige der den Ureinwohnern den Tod bchte um 1845 sind von den 300 Tasmaniern 260
  85. [Musik] gestorben unter ihnen Ginny manalagena und [Musik]
  86. vuradianör zu den wenigen Überlebenden sie wurde sogar über 60 Jahre alt als sie 1876 starb galt sie als die letzte vollblütige
  87. tasmanierin ein Volk das es schon vor über 10000 Jahren gegeben hatte wurde innerhalb einer Lebensspanne fast vollständig
  88. ausgelöscht doch das Geschehen in Tasmanien war kein [Musik] überall auf der Welt waren indigene
  89. Völker vom Aussterben bedroht so wurden die koisan in Südafrika zu Tausenden versklavt oder
  90. getötet von den britischen Siedlern und den Buren diese hatten auch die Buschleute der Kalahari Wüste gejagt als seien sie
  91. wilde Tiere Europäer löschten die bithok in Neufundland gänzlich
  92. aus und in Südamerika wurden die pampasindianer ausgerottet mit Billigung der argentinischen Regierung wo immer die weißen Siedler
  93. auftauchten ging über kurz oder lang die Urbevölkerung Zug Grunde im 19 Jahrhundert entstanden diverse Theorien die die Menschheit nach
  94. Rassen unterschieden und beurteilten man bediente sich hierfür bei den Toten die Anatomie wurde so zur Grundlage eines Rassismus der sich
  95. wissenschaftlich nannte der seinerzeit berühmte schottische anatomieprofessor Robert NOx
  96. war um 1825 in einen Skandal verwickelt bei dem es um den Diebstahl von Leichen ging er musste England verlassen doch
  97. seine später veröffentlichten Vorträge die Menschenrassen stießen auf großes Interesse die Rasse ist alles Literatur Wissenschaft Kunst in einem Wort die
  98. Zivilisation hängt ab von der Rasse können die schwarzen Rassen zivilisiert werden ich würde sagen nein
  99. er prophezeitte Rassenkonflikte und Ausrottung auf der ganzen Welt er war davon überzeugt dass es Kämpfe zwischen den Rassen geben werde
  100. und dass die höheren Rassen die niederen beherrschen würden die Rasse der Sachsen wird niemals mit einer niederen Rasse in
  101. Frieden leben es ist ein vernichtungskrieger war mit seiner Theorie nicht
  102. allein der Anthropologe Samuel Moron Schädel von Menschen verschiedener Herkunft um sie zu vermessen und zu
  103. vergleichen im Schädel sitzt der wichtigste Teil des menschlichen Körpers das Gehirn man dachte je größer der Schädel desto größer das Gehirn der
  104. Schädel formt das Hirn die amerikanischen Wissenschaftler meinten anhand der Schädelmessungen
  105. beweisen zu können dass es verschiedene Spezies von Menschen gäbe die Tasmanier Afrikaner oder Indianer seien nicht eine niedrigere
  106. Rasse sondern gehörten gar nicht zur Spezies [Musik] Mensch einer der Anatomen schrieb die
  107. Vernichtung solcher Rassen durch weiße Siedler sei das Schmelzen des Schnees unter den Strahlen der
  108. [Musik] Sonne doch die Theorie eines anderen Naturwissenschaftlers des 19 Jahrhunderts sollte das Welt und
  109. Menschenbild weita aus mehr prägen Charles Darwin seine Schrift die Abstammung des Menschen erschütterte Wissenschaft
  110. Religion und Gesellschaft dwiin verschaffte sich darin dass Alibi als Richter auftreten
  111. zu können wenn die Evolution doch alle Rassen und Arten verändert hatte warum dann nicht auch den
  112. Menschen später wurde Darwin vorgeworfen seine Theorie von der natürlichen Auslese rechtfertige doch nur die weltweite Ausdehnung der britischen
  113. Rasse diejenigen die dar al oder den menschlichen Konkurrenzkampf anwendeten wurden als sozialdwiinisten bekannt etwa der Biologe Thomas Henry
  114. hley oder der Philosoph Herbert Spencer er prägte den Begriff des evolu arbeitet und bringt die kräftigsten und erfolgreichsten
  115. voran Europäer die Briten die Evolutionstheorie sagt aber auch es gibt Verlierer in diesem großen
  116. kosmischen Prozess Verlierer sein die Völker die nicht mithalten konnten waren sie im Wettbewerb mit höheren Rassen mussten
  117. sie untergehen das war der Urbevölkerung in Nordamerika der Karibik und in Afrika
  118. wier so gesehen war der Untergang der indigenen Völker nicht eine Folge von
  119. Verbrechen sondern zeigte dass die sozialdwinisten Recht hatten in Nordamerika hatten Kriege und Krankheiten die Indianer praktisch
  120. vernichtet ganze Regionen waren entvölkert den urbewohnern im Hinterland Australiens drohte dasselbe wie den Tasmaniern die
  121. Auslöschung in ihrem Kampf um die Vorherrschaft in Afrika hatten die europäischen Kolonialmächte Millionen Menschen getötet und ganze Völker
  122. ausgerottet alles schien mit Hilfe der Rassentheorien erklärbar zu sein auch in den ältesten Teilen des britischen Weltreichs ließen sie sich
  123. anwenden britischindien wird in der Geschichte oft als Beispiel für eine milde Herrschaft des Imperialismus dargestellt das Land sei von klugen
  124. Männern mit Einsicht und Weitblick regiert worden diese hätten Ordnung und Wohlstand in das vormals chaotische Indien gebracht heißt es doch wird bei
  125. dieser Sicht ein Aspekt der Geschichte imperialer Herrschaft [Musik] verschwiegen
  126. 1876 wurde der südliche Teil des indischen Subkontinents von einem Wetterphänomen getroffen das wir als Elin bezeichnen eine Katastrophe bnte
  127. sich an der Monson war ausgeblieben und die Leute hatten ihre Vorräte bereits
  128. aufgebraucht eine Tragödie der Vizekönig von Indien Lord Lon war mit den Vorbereitungen für eine
  129. große Feier beschäftigt königinor sollte zuriser gekrönt
  130. werden es war auch ein großes Catering Ereignis denn die geladenen 60 000 Gäste Fürsten Prinzen Freunde des British Empire mussten ja mit Speisen und
  131. Getränken versorgt werden eine Woche lang während Lord Litton mit der Elite der indischen Gesellschaft feierte
  132. verhungerten die Menschen im ganzen Land er unternahm nichts dagegen der Vizekönig rechtfertigte seine Untätigkeit mit sozial
  133. darwinistischen Argumenten er hat auf besonders plumpe Weise die Idee benutzt dass nur die
  134. kräftigsten überlebten die Hungersnot war ein Instrument der natürlichen Auslese im
  135. Darwinschen Sinn die Schwachen würden sterben sie retten zu wollen hieße sich einzumischen in ein
  136. Naturgesetz die Ausmaße der Hungersnot waren katastrophal die Menschen konnten sich nicht helfen denn auch ihr altes System der
  137. Vorratshaltung war von den Briten zerstört worden wen es früher wegen eines schwachen Mons zu eng war konnten die
  138. Leute auf ihre Bestände zurückgreifen sie hatten Zugang zu Vorräten und sie halfen sich auch
  139. gegenseitig solche Strukturen existierten nicht mehr denn die Briten hatten die Bauern genötigt nur für den Export bestimmte Nutzpflanzen anzubauen
  140. wie Weizen und Reis so waren sie Teil des globalen Marktes geworden dessen Kräftespiel Ihnen den Hungertod brachte
  141. 1877 hungerten Millionen von Menschen in Süd und Zentralindien verzweifelte Eltern verkauften ihre Kinder für ein Stück
  142. Brot tausende brachten sich um manch Orts wurden die Menschen in den Kannibalismus gezwungen dabei lagerten tonnenweise
  143. Nahrungsmittel im Hafen von Madras sie sollten nach England und Amerika verschifft werden doch für Lord Litton war das nur
  144. ein bedauerliche Nebensächlichkeit die Gesetze des Darwinismus waren unerbittlich trotzdem musste l schließlich handeln aber seine Lösung
  145. war so katastrophal wie die Hungersnot selbst seine Maßnahmen erinnern mehr an nazimthoden als an humanitäre
  146. Hilfe als erstes die Leute bekommen keine Hilfe dort wo sie sind also müssen sie gehen oft hunderte Kilometer viele von ihnen sterben
  147. unterwegs dort müssen sie sehr hart arbeiten im Steinbruch oder an Eisenbahnstrecken und werden in erbärmliche Lager gesperrt dort bekommen
  148. sie sehr wenig zu essen nicht mehr als die Menschen in Buchenwald oder anderen NAZ KZs es sind
  149. Todeslager waren zu schwach zum arbeiten sie sind die Hauptopfer von littens grausamer Politik
  150. 8 Millionen Inder starben in der großen Hungersnot zwischen 1876 und 1878 und es gab im 19 Jahrhundert noch zwei weitere
  151. Hungerkatastrophen insgesamt verhungerten während der britischen Herrschaft 30 Millionen Inder
  152. ein Aspekt der in den Aufzeichnungen der Machthaber nicht erwähnt [Musik]
  153. [Musik] wird sozialdwinistisches denken hatte eine Politik des Völkermords in den
  154. zur gleichen Zeit fühlte sich die britische Elite bedroht von einer gefährlichen Rasse in ihrer Mitte der Arbeiterklasse in den
  155. [Musik] [Applaus] Städten Rasse und Klasse liegen ganz dicht beieinander in Büchern zur Zeit
  156. Darwins wird etwa von der Cogne Rasse gesprochen der englischen Landrasse oder der schottischen
  157. Rasse Abbildungen zeigten den Kopf eines typischen Cogne und das war völlig ernst gemeint im Stadtplan wurde eingetragen wo die Kriminellen Rassen
  158. [Musik] lebten rassentheoretiker und Sozialreformer gingen in Gefängnisse um die kriminelle Rasse zu
  159. studieren unter ihnen war auch Darwins Cousin Francis goldten ihn erschreckte die Tatsache dass die Unterschicht rasanter anwuchs als die Mittelschicht
  160. denn wenn die schwächeren überlebten dann war das darwinsche Gesetz ja auf den Kopf
  161. gestellt Darwin hatte zurückgeblickt wo kommen wir her golden drehte das Fernrohr in die andere Richtung und fragte wo gehen wir hin er widmete sein
  162. Leben der Aufgabe den Homo sapiens als Spezies zu verstehen und er wollte ihn lenken damit der Mensch sich verbesserte anstatt wie
  163. es aussah immer dümmer ignoranter und schlechter zu [Musik] werden golden wollte die Mittelklasse
  164. ermutigen mehr Kinder zu haben sie sollte sich nicht mit der Unterklasse vermischen so könnten mittels Fortpflanzung gute Erbanlagen vermehrt
  165. und schlechte vermindert werden golden war der Erfinder der Eugenik der sogenannten Rassenhygiene Rassen ie sozialdwinismus
  166. und Eugenik an einem weit entfernten Ort europäischer Kolonialgeschichte wurde aus diesen Theorien grausame Praxis wo heute der Staat namibia ist
  167. war von 1884 bis 195 die Kolonie Deutsch Südwestafrika die deutschen Kolonisten verdrängten die Einwohner und besetzten
  168. ihr Land im Jahr 1904 rebellierte das Volk der Herrero gegen die Brutalität der deutschen Herrschaft was daraufhin geschah war wie ein
  169. Vorbote des größten Verbrechens im 20 Jahrhundert die deutschen begingen unzählige Massaker und Greuel aber es
  170. gelang ihnen nicht alle hererus zu vernichten als auch das Volk der N sich erhob setzte die Kolonialmacht eine neue Waffe ein das
  171. Konzentrationslager in diesen Lagern waren die Nama und Herrero eingesperrt tausende schufteten sich zu Tode andere wurden vergewaltigt
  172. geschlagen oder grundlos umgebracht das berüchtigste Lager befand sich auf Shark Island der
  173. haifischinsel Shark Island diente nur einem Zweck der
  174. Massentötung jeder der dorthin kam wusste dass er sterben würde die Gefangenen wussten es und die deutschen Offiziere wussten
  175. es Shark Island im Jargon der Nazis ganz klar ein Vernichtungslager auf kamen innerhalb kürzester Zeit 3ieinus Afrikaner
  176. um es war die systematische gewollte Vernichtung von Menschen der Völkermord in Namibia 1904 bis 1909 war Vorläufer dessen was später
  177. während der Nazizeit geschah es sind die gleichen Erkennungszeichen allem voran die
  178. bürokratische Organisation der Massenvernichtung Mord in Verbindung mit Bürokratie darin liegt die wirklich neue Dimension des
  179. Tötens doch ein Jahrhundert nach dem Genozid kommen die Spuren dessen was in Namibia wirklich geschah langsam wieder zum
  180. Vorschein ein kürzlich entdecktes Massengrab offenbarte die Überreste von Opfern des ersten Völkermords im 20
  181. Jahrhundert [Musik]
  182. manche Opfer aber erhielten nicht einmal einen Platz im massengar sie mussten einer rassistischen Wissenschaft als Material
  183. [Musik] dienen abgetrennte Köpfe und Schädel wurden an Museen verkauft als Beweisstücke für die Minderwertigkeit
  184. der afrikanischen [Musik] Rasse eine Fotografie vom Verladen der Schädel wurde sogar als Postkarte
  185. verschickt deutsche Wissenschaftler benutzten Namibia weiterhin als ihr Arbeitsfeld und die noch lebenden Afrikaner als ihre
  186. Forschungsobjekte der deutsche Mediziner Eugen Fischer reiste im Jahr 1908 in die kleine Stadt rehob Boot in
  187. Namibia dort lebten die rehootter Baster sie waren aus Verbindungen zwischen Buren und Nama hervorgegangen und bildeten eine eigene
  188. ednie monatelang wurden die von Fischers Assistenten fotografiert vermessen und untersucht in einem Archiv in Namibia
  189. liegen noch heute die Originale von Fischers Aufzeichnungen und Fotografien sie enthüllen seine Methoden und seine
  190. Absichten Fischer hat Portraits von verschiedenen Menschen nebeneinander geklet es ging um spezielle Gesichtszüge Augen und Nasen etwa
  191. Merkmale wie hohe Wangenknochen oder die Form der Augen sind typisch afrikanisch er wollte zeigen dass sie immer stärker hervortreten von
  192. Generation zu Generation seine Absicht war nachzuweisen dass die Vermischung der
  193. Rassen immer schlecht war und das afrikanische Gene gegenüber denen der weißen dominant
  194. sind Fischers Forschungen in rehoboot festigten seinen Ruf als führender rassentheoretiker er bekam international Anerkennung besonders in dem Land das
  195. gerade mit einer großen Einwanderungswelle zu tun hatte zu Beginn des 20 Jahrhunderts veränderte sich die Bevölkerung Amerikas
  196. grundlegend denn Millionen von Immigranten dräten in die Städte viele fürchteten das könnte zu einer umfangreichen Vermischung führen
  197. sie waren an der Idee der Rassenhygiene besonders interessiert
  198. een in den USA blühte die Eugenik geradezu auf und geriet ganz außer Kontrolle sicher kam hinzu dass die eugenikbewegung die unmittelbar auf
  199. golden folgte über sehr viel Geld verfügte mit diesem Geld wurde z. das Institut
  200. für Eugenik gegründet die Leitung übernahm Charles Davenport sein Ziel war es die Reinheit und Gesundheit der weißen Rasse zu
  201. verteidigen er wollte jene Rassen die er für genetisch minderwertig hielt bestimmen und beschreiben dann könnten sie nämlich
  202. aussortiert werden indem man die Fortpflanzung der Menschen kontrollierte war man einmal klassifiziert folgte daraus auf welche Schule man ging wo man
  203. leben durfte und wo man begraben wurde es war eine Frage von Leben und Tod in vielen Staaten bestimmten Gesetze dass man nicht außerhalb der eigenen
  204. Gruppe heiraten durfte schwarze durften keine weißen heiraten Indianer keine schwarzen in Virginia wurde die Heirat aufgelöst wenn man den falschen
  205. geheiratet hatte die Ehe war ungültig in 27 der Vereinigten Staaten wurden heiratsgesetze erlassen für ihre
  206. Propaganda nutzten die Eugeniker gern das [Musik]
  207. Kino die wie man damals sagte genetische Reinheit der re musste bewahrt [Musik] werden deshalb sollte sogenanntes
  208. unwertes Leben durch Zwangssterilisation daran gehindert werden sich [Musik]
  209. fortzupflanzen methodisch wurde nach Herkunft und Blutlinien Unterschieden das ist Eugenik sie will eine weiße blonde blauäugige Herrenrasse
  210. erschaffen indem alle anderen Blutlinien beseitigt werden bis man ganz unter sich ist und nur noch von Menschen umgeben die
  211. ähnlich [Musik] sind diese Leute waren davon überzeugt dass sie human handelten sie hielten
  212. sich für liberale Reformer
  213. in Deutschland stieß die eugenikbewegung aus Amerika auf sehr großes Interesse alles was aus Amerika kam galt als modern progressiv wissenschaftlich
  214. demokratisch also als gut Amerika stand für die Zukunft außerdem schätzte man in Europa auch in Deutschland die klare
  215. Ausdrucksweise dieikal verblümt die Amerikaner sagten genau was sie meinten aus Amerika kam aber nicht nur Inspiration sondern auch
  216. Geld so erhielt das Kaiser Wilhelm Institut für Anthropologie menschliche erblehre und Eugenik großzügige finanzielle Unterstützung von der
  217. amerikanischen Rockefeller Foundation Leiter der Abteilung für an diesem Institut war der Mann der sich in
  218. Namibia einen Namen gemacht hatte Eugen Fischer er bekam den Auftrag etwa 400 rheinländische Kinder gemischter Abstammung zwangssterilisieren zu
  219. lassen die meisten der vor Kriegsbeginn zwangssterilisierten Menschen waren jedoch geistig
  220. Behinderte nach 1939 benutzten die Nazis eine andere Methode anasie ein Begriff der in Wahrheit die Ermordung zahlloser Menschen
  221. bedeutete dasanasieprogramm der Nazis beschränkte sich nicht auf geistig behinderte
  222. Menschen als sie das Planziel von etwa 70 000 getöteten Menschen erreicht hatten wandten sie sich an die
  223. SS assen zu entledigen Brillenträger z.B oder Menschen mit einem
  224. Holzbein die wollte man weghaben also wurden zwischen 15 und 20 000 Menschen einfach aus den KZs geholt und umgebracht Auftragsmord
  225. gewissermaßen als es dann um die sogenannte Endlösung ging also die Vernichtung aller Juden in Europa vorrangig derer in Polen
  226. da brachten sich jene Leute in Erinnerung und sagten klar doch wir können das machen wir haben Erfahrung im
  227. Morden so avancierten sie zur Kernmannschaft des kzenmordpersonals die Vernichtungslager der Nazis dienten der systematischen
  228. Ermordung von Juden und anderen Bevölkerungsgruppen sowohl am alltäglichen Geschehen als auch an der
  229. grundsätzlichen Planung des Massenmords waren die sogenannten rassenhygieniker wesentlich
  230. beteiligt die Vans Konferenz auf der die entlösung der Judenfrage geplant wurde bestand zur Hälfte aus Doktoren der Rassenhygiene und
  231. Genetik es gibt also eine direkte Verbindung von goldon zu dem entsetzlichen Geschehen in Deutschland
  232. die deutschen Experten für Rassenhygiene die sich in der Villa am Wannsee vor Berlin trafen planten einen
  233. Völkermord so wie ihre geistigen Väter die sozialdalwinisten und rassentheoretiker des imperialistischen Zeitalters die Völkermorde und
  234. Verbrechen die im Zuge des Kolonialismus begangen wurden sind aus dem Gedächtnis Europas
  235. gelöscht das Todeslager auf Shark Island ebenso wie die Vernichtung der Ureinwohner von
  236. Tasmanien und die Millionen Opfer von Hungersnöten in Indien sie alle wurden
  237. vergessen deshalb konnte man meinen dass die Verbrechen der Nationalsozialisten eine Abweichung in der europäischen Geschichte
  238. darstellten der Holokaust war eine Folge des fanatischen Antisemitismus der Nationalsozialisten doch entstand er auch als eine Fortsetzung des Rassismus
  239. die Spuren dieser Geschichte lassen sich nicht verwischen im Laufe der Zeit kommen sie wieder ans Licht wie die Knochen in der
  240. namibischen Wüste [Musik]

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