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Zeitverlaufsdiagramm
Zeitverlaufsdiagramme sind zweidimensionale Diagramme, wobei auf der x-Achse die Zeit, und auf der y-Achse Zustände von Objekten aufgetragen werden.
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Grundidee
Ein Zeitverlaufsdiagramm ist ein zweidimensionales Diagramm, das zeigt, wie sich Zustände von Objekten im Laufe der Zeit verändern. Auf der x-Achse wird die Zeit dargestellt, auf der y-Achse die Zustände der betrachteten Objekte. Dadurch ähnelt es der Anzeige eines Oszilloskops, wie sie seit langem in der Elektrotechnik verwendet wird.
Solche Diagramme werden in der objektorientierten Modellierung eingesetzt. Sie kommen unter anderem in der Booch-Methode, in Fusion und in der Unified Modeling Language (UML) vor. Ein typisches Beispiel ist ein Zeitverlaufsdiagramm einer Verkehrsampel, bei dem sichtbar wird, wann die Ampel welchen Zustand einnimmt.
Bedeutung in der UML
In der Unified Modeling Language (UML), einer Modellierungssprache für Software und andere Systeme, heißt das Zeitverlaufsdiagramm auf Englisch timing diagram. Es ist eine der 14 Diagrammarten der UML und wurde mit Version 2.0 neu eingeführt.
Das Zeitverlaufsdiagramm gehört zu den Verhaltensdiagrammen. Verhaltensdiagramme beschreiben dynamische Aspekte eines Systems, also Vorgänge und Veränderungen während der Ausführung. Das Zeitverlaufsdiagramm zeigt dabei besonders genau, wann bestimmte Zustände auftreten oder wechseln.
Einsatzgebiet
Zeitverlaufsdiagramme erlauben präzisere zeitliche Spezifikationen als die übrigen UML-Diagramme. Deshalb eignen sie sich besonders für den Entwurf von Echtzeitsystemen. Echtzeitsysteme sind Systeme, bei denen nicht nur ein Ergebnis wichtig ist, sondern auch der genaue Zeitpunkt, zu dem es entsteht oder ein Zustand erreicht wird.
In der UML werden Zeitverlaufsdiagramme als eine Darstellungsform von Interaktionen eingeführt. Eine Interaktion beschreibt dabei, wie Teile eines Systems miteinander in Beziehung stehen oder zusammenwirken, wobei beim Zeitverlaufsdiagramm vor allem der zeitliche Ablauf im Mittelpunkt steht.