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Wolfgang Wiedlich

Wolfgang Wiedlich (* 27. April 1956 in Bonn) ist ein deutscher Journalist beim Bonner General-Anzeiger und engagiert sich seit 1979 im Bonner Basketball.

Inhalt2 Abschnitte
  1. 1. Journalismus und Basketball
  2. 2. Schriften und Auszeichnungen

Journalismus und Basketball

Wolfgang Wiedlich (* 27. April 1956 in Bonn) ist deutscher Journalist beim Bonner General-Anzeiger und eine prägende Person des Bonner Basketballs. Er ist seit 1998 Präsident des Telekom Baskets Bonn e.V., verheiratet und hat zwei Söhne.

Nach dem Abitur in Bonn 1974 leistete Wiedlich von 1975 bis 1977 Zivildienst. Anschließend studierte er an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn Geographie als Hauptfach und Sportwissenschaft als Nebenfach für das Lehramt der Sekundarstufe II. Während des Studiums begleitete er als Filmdokumentar ein sportwissenschaftliches Projekt an der Jomo Kenyatta University in Nairobi, Kenya. 1983 legte er sein Staatsexamen ab.

Danach wechselte Wiedlich zum Journalismus. Nach einem Volontariat beim Bonner General-Anzeiger, zu dem ein USA-Stipendium des John J. McCloy Fund des American Council on Germany gehörte, arbeitete er ab 1986 als Redakteur in verschiedenen Ressorts. Er spezialisierte sich auf Wissenschaftsthemen und früh auf den Klimawandel. Von 1993 bis 2022 leitete er das Wochenend-Journal, ein Magazin für Wissen und Kultur. Zwischen 2009 und 2014 gehörte er außerdem zu einem investigativen Team, das zum World Conference Center Bonn recherchierte, dem größten Bauskandal der Bonner Nachkriegsgeschichte.

Parallel begann Wiedlich 1979 als Trainer in der 3. Kreisliga beim SC Fortuna Bonn und leitete ab 1980 dessen Basketball-Abteilung. Sein Ziel war, Basketball zur zuschauerstärksten Sportart Bonns zu entwickeln. Über Fusionen, darunter den Zusammenschluss der Basketball-Abteilungen von SC Fortuna Bonn und Godesberger TV 1992, sowie die Gewinnung der Deutschen Telekom AG als Hauptsponsor 1993 entstand 1995 der Telekom Baskets Bonn e.V. Der Verein stieg 1996 in die Bundesliga auf. Nach dem frühen Tod seines Vorgängers Dr. Hans Braun übernahm Wiedlich 1998 das Präsidentenamt. Von 2001 bis 2006 war er Vizepräsident der Basketball-Bundesliga.

Ab 1999 engagierte er sich für Finanzierung, Planung und Bau des Telekom Dome. Die Halle war die erste bundesligataugliche Basketballhalle in Klubhand in Deutschland und bündelte die Nachwuchsarbeit, die zuvor auf 13 Bonner Sporthallen verteilt war. Der Telekom Dome besitzt eine Haupthalle mit 6.000 Plätzen und ein Ausbildungszentrum für Kinder und Jugendliche; eröffnet wurde er im Juni 2008 mit der Finalserie gegen Alba Berlin. 2025 endete Wiedlichs Tätigkeit als Geschäftsführer der BonBas GmbH, des wirtschaftlichen Trägers der Telekom Baskets sowie Eigentümers und Betreibers des Telekom Dome; Ende 2024 war er bereits als Mit-Gesellschafter ausgeschieden.

Schriften und Auszeichnungen

Wiedlich veröffentlichte Bücher zu Reisen, Umwelt- und Bevölkerungsthemen sowie zur Geschichte des Bonner Basketballs. Dazu gehören Spanien selbst erleben (1981), Kiwis aus Sibirien? – Treibhauseffekt, Ozonloch, Umweltpolitik (1991), der von ihm herausgegebene Band Das unvorstellbare Wachstum – die Bevölkerungslawine (1995) und Wir haben Wunder gemacht. 30 Jahre Telekom Baskets Bonn, 55 Jahre Bonner Basketball (2025).

Für seine journalistische Arbeit erhielt er zahlreiche Preise. Dazu zählen der Förderpreis des 1. Umweltpreises für Publizistik (1990), der Theodor-Wolff-Preis (1995), der 1. Preis der Gregor Louisoder Umweltstiftung (2002) und der Bröckemännche-Preis des Bonner Medien-Clubs (2008). Für die WCCB-Recherchen bekam das Team 2009/2010 den Wächterpreis der Deutschen Tagespresse, den Deutschen Lokaljournalistenpreis in der Kategorie „Investigativer Journalismus“ und den 1. Preis des Bundes der Steuerzahler. Wiedlich gehört laut Artikel zu nur drei deutschen Journalisten, die sowohl den Theodor-Wolff-Preis als auch den Wächterpreis erhielten.

Anfang Dezember 2018 wurde ihm das Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen. Gewürdigt wurden sein langjähriger Einsatz für den Basketball und seine Veröffentlichungen über den Klimawandel.

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