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Verlorene Melodie
Verlorene Melodie ist ein österreichischer Musikfilm aus dem Jahre 1952 von Eduard von Borsody mit Elfie Mayerhofer in ihrem letzten Kinofilmauftritt und …
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Überblick
Verlorene Melodie ist ein österreichischer Musikfilm aus dem Jahr 1952. Regie führte Eduard von Borsody; die Hauptrollen spielen Elfie Mayerhofer, die hier ihren letzten Kinofilmauftritt hatte, und Robert Lindner. Der 86 Minuten lange deutschsprachige Film verbindet eine Liebesgeschichte mit dem Konflikt zwischen klassischer Musik und modernem Jazz in den frühen Nachkriegsjahren.
Handlung
Die junge Sängerin Gretl hat eine klare, glockenhelle Stimme und möchte mit klassischer Musik Karriere machen. In Wien wohnt sie in einer Künstlerpension und lernt den Jungkomponisten Franz kennen. Auch Franz steckt in einer Krise: Er will klassische Melodien komponieren, muss jedoch für seinen Lebensunterhalt andere Arbeit annehmen.
Gretl tritt schließlich in einem Lokal mit moderner Unterhaltungsmusik auf. Dort erhält auch Franz eine Beschäftigung. Gretl wird als amerikanisch-modern wirkende „Gretl Viennese“ vermarktet und kommt beim Publikum gut an. Franz arbeitet als Barmusiker, empfindet diese Tätigkeit aber als Gegensatz zu seinem Ziel, Komponist „ernsthafter Musik“ zu werden.
Als die amerikanische Jazzsängerin Gloria in dem Lokal erscheint, wird Gretl eifersüchtig. Sie glaubt, Franz interessiere sich für Gloria nicht nur beruflich. Ein Missverständnis führt zur Trennung der Liebenden. Franz wendet sich aus Trotz dem modernistischen Jazz zu und gefährdet dadurch beinahe einen Auftrag für ein klassisches Ballett.
Im Traum erscheint Franz Johann Strauss Sohn, der ihn ermahnt. Franz erkennt daraufhin, dass er seine musikalischen Ideale verraten würde. Er versöhnt sich mit Gretl, findet seine „verlorene Melodie“ wieder und hat mit seinem Ballett Erfolg.
Musik
Die Musik schrieb Willy Schmidt-Gentner. Im Film werden die Titel „Mambo“, „Komm', mach Tanzmusik“ und „Das Glück kommt über Nacht“ gespielt.
Entstehung und Besetzung
Der Film wurde zu Beginn des Jahres 1952 in Wien produziert. Produktionsunternehmen war die Nova-Film, Wien. Die Uraufführung fand am 27. Juni 1952 in Ostberlin statt, die Wiener Premiere am 12. August 1952. In der Bundesrepublik lief der Film nicht an.
J. A. Vesely war Produktionsleiter. Hans Rouc und Julius von Borsody gestalteten die Filmbauten, Hill Reihs-Gromes die Kostüme und Alfred Norkus den Ton. Peter Alexander ist kurz als Pianist zu sehen; nach Statisterieauftritten war dies seine erste reguläre Filmrolle.
Kritik
Das Lexikon des Internationalen Films bezeichnete den Film als „Ohne erkennbaren Ehrgeiz inszenierte Dutzendware, leidlich unterhaltsam.“