Wikipedia · einfach zusammengefasst · Stand
Tupel (Informatik)
In diversen Programmiersprachen bezeichnet „Tupel“ gemeinhin einen Listen-Datentyp, welcher über eine feste Länge verfügt und nach Definition nicht mehr …
Inhalt3 Abschnitte
Bedeutung von Tupeln in der Informatik
Ein Tupel, kurz für n-Tupel und auch Vektor genannt, ist in der Informatik kein einheitlich verwendeter Begriff. Je nach Bereich bezeichnet es unterschiedlich aufgebaute Gruppen von Daten. Gemeinsam ist den Verwendungen, dass mehrere Werte oder Datenfelder zusammengefasst werden.
Tupel in relationalen Datenbanken
In relationalen Datenbanken ist ein Tupel eine Zeile einer Datenbanktabelle, die auch Relation heißt. Es entspricht einer geordneten Gruppe von Attributen, also Datenfeldern.
Die Anzahl der Tupel einer Tabelle heißt Kardinalität. Anders als in der Theorie der relationalen Algebra ist die Reihenfolge der Datenfelder in Datenbankmanagementsystemen (DBMS) meist weniger wichtig: Attribute werden üblicherweise über ihren Namen und nicht über ihre Nummer angesprochen.
Tupel als Datentyp und in weiteren Anwendungen
In verschiedenen Programmiersprachen bezeichnet ein Tupel meist einen Listen-Datentyp fester Länge, der nach seiner Definition nicht verändert werden kann. Tupel-Datentypen gibt es beispielsweise in Python, TypeScript, Swift, Haskell und C#.
Im semantischen Web bestehen RDF-Graphen aus 3-Tupeln, die Triple genannt werden. Das Tupelraum-Konzept (englisch: Tuple Space) wurde ursprünglich für die Programmiersprache Linda entwickelt und wird für verteilte Systeme verwendet. Dort ist ein Tupel eine geordnete Menge typisierter Datenwerte.