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Time to Live
Die Time to live (TTL, deutsch „Lebenszeit“) ist die Gültigkeitsdauer, die Daten in Rechnernetzen mitgegeben wird. Inhaltsverzeichnis.
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Bedeutung der Time to live
Die Time to live (TTL, deutsch „Lebenszeit“) ist die Gültigkeitsdauer, die Daten in Rechnernetzen mitgegeben wird. Je nach Einsatzbereich begrenzt sie entweder den Weg eines Datenpakets durch ein Netzwerk oder die Zeit, für die gespeicherte DNS-Informationen weiterverwendet werden dürfen.
TTL im Internet Protocol
Beim Internet Protocol (IP) beschreibt die TTL eines Datenpakets die verbleibende maximale Anzahl passierter Hops. Ein Hop ist eine Zwischenstation im Netzwerk, zum Beispiel ein Router.
Ursprünglich sollte jede Zwischenstation die TTL um die Verweildauer des Pakets in Sekunden verringern, mindestens aber um eins. Da heutige Hardware viel schneller arbeitet, wirkt das TTL-Feld in IPv4 praktisch als Hop-Zähler und nicht mehr als Sekundenzähler. In IPv6 wurde die TTL durch ein gleich großes Hop Limit ersetzt; eine zeitliche Begrenzung der Lebensdauer ist höheren Protokollen überlassen. Häufig wird trotzdem weiterhin die Bezeichnung TTL verwendet.
Das TTL-Feld ist ein Oktett, also ein 8-Bit-Feld. Es kann Werte von 0 bis 255 enthalten. Erreicht ein Paket sein Ziel nicht, bevor seine TTL abgelaufen ist, wird es verworfen. Die letzte Station soll dem Absender dann eine ICMP-Antwort senden: Typ 11 „Time exceeded“ mit Code 0 „Time to live exceeded in transit“. Dieses Verfahren wird beispielsweise von Traceroute genutzt.
TTL im Domain Name System
Im Domain Name System (DNS) legt die TTL eines Resource Records fest, wie lange eine gerade erfolgte Namensauflösung voraussichtlich noch mindestens gültig bleibt. Ein Resource Record ist ein DNS-Datensatz, etwa die Zuordnung eines Namens zu einer Adresse.
Während der TTL darf DNS-Caching verwendet werden: Ein Client kann die gespeicherte Namensauflösung wiederverwenden. Nach Ablauf der TTL sollte er sie verwerfen und bei Bedarf erneut abfragen.
Die Länge der TTL ist ein Kompromiss. Eine kurze TTL kann Server erheblich belasten, weil häufiger neue Anfragen nötig sind. Eine lange TTL verzögert dagegen notwendige Aktualisierungen. Eine nicht ungewöhnliche TTL von 86.400 Sekunden bedeutet beispielsweise, dass eine Änderung spätestens erst nach 24 Stunden abgeschlossen ist. Dynamische DNS-Dienste verwenden typischerweise TTL-Werte von 60 Sekunden, damit nach häufigeren Adressänderungen zeitnah die neuen Daten genutzt werden.