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Studierendenrat evangelische Religions-, Gemeindepädagogik und Diakonie

Der Studierendenrat Evangelische Religions-, Gemeindepädagogik und Diakonie (SERGuD) ist eine deutsche Interessenvertretung aller Studierenden im religions- …

Inhalt6 Abschnitte
  1. 1. Aufgabe und Bedeutung
  2. 2. Entstehung und Entwicklung
  3. 3. Mitgliedshochschulen und Studiengänge
  4. 4. Ziele und Zusammenarbeit
  5. 5. Aufbau und Arbeitsweise
  6. 6. Ergebnisse und Forderungen

Aufgabe und Bedeutung

Der Studierendenrat Evangelische Religions-, Gemeindepädagogik und Diakonie (SERGuD) ist die deutschlandweite Interessenvertretung aller Studierenden in religionspädagogischen, gemeindepädagogischen und diakonischen Studiengängen. An vielen Mitgliedshochschulen werden diese Fächer mit Sozialer Arbeit oder Sozialpädagogik verbunden. Der SERGuD umfasst elf Hochschulen. Er ist das Gegenstück zum Studierendenrat Evangelische Theologie und zur Bundesdelegiertenkonferenz (BDK) des Verbands Evangelischer Diakonen-, Diakoninnen- und Diakonatsgemeinschaften (VEDD).

Der SERGuD bündelt die Interessen, Wünsche und Anliegen der Studierenden und vertritt sie gegenüber kirchlichen und studentischen Gremien, Berufsverbänden sowie in der Hochschulpolitik. Darüber hinaus dient er als Plattform für fachlichen und freundschaftlichen Austausch und unterstützt Studierende bei aktuellen Themen.

Entstehung und Entwicklung

Der SERGuD wurde im Januar 2020 bei einer konstituierenden Sitzung in Hannover gegründet. Zunächst waren acht Hochschulen vertreten. Im April 2021 kamen die Evangelische Hochschule Darmstadt und die Evangelische Hochschule Berlin hinzu. Seit dem Beitritt der Theologischen Hochschule Reutlingen im November 2024 gehören elf Hochschulen dem Studierendenrat an.

Seit seiner Gründung findet zweimal jährlich eine Delegiertenversammlung statt. Die Mitgliedshochschulen richten diese Treffen abwechselnd aus. Während der Covid-19-Pandemie wurden die Versammlungen digital durchgeführt. Die dokumentierten Austragungsorte und Termine reichen von Hannover im Januar 2020 über digitale Treffen im November 2020 und April 2021 bis zu Präsenzversammlungen in Kassel, Nürnberg, Moritzburg, Hannover, Freiburg, Ludwigsburg, Bochum und Reutlingen. Für Juni 2026 ist erneut Freiburg angegeben.

Mitgliedshochschulen und Studiengänge

Im SERGuD sind folgende Hochschulen und Bachelorstudiengänge vertreten:

  • CVJM-Hochschule Kassel: Religions-, Gemeindepädagogik und Diakonie
  • Evangelische Hochschule Berlin: Evangelische Religionspädagogik und Diakonik
  • Evangelische Hochschule Darmstadt: Diakonik/Gemeindepädagogik und Soziale Arbeit
  • Evangelische Hochschule Dresden, Campus Moritzburg: evangelische Religions- und Gemeindepädagogik
  • Evangelische Hochschule Freiburg: Religionspädagogik und Gemeindediakonie, verbunden mit Sozialer Arbeit
  • Evangelische Hochschule für Soziale Arbeit & Diakonie in Hamburg
  • Evangelische Hochschule Ludwigsburg: Diakoniewissenschaft und Soziale Arbeit beziehungsweise Religions- und Gemeindepädagogik und Soziale Arbeit
  • Evangelische Hochschule Nürnberg: Diakonik beziehungsweise Religionspädagogik und kirchliche Bildungsarbeit
  • Evangelische Hochschule Bochum: Gemeindepädagogik und Diakonie
  • Hochschule Hannover: Religionspädagogik und Soziale Arbeit
  • Theologische Hochschule Reutlingen: Soziale Arbeit und Diakonie

Ziele und Zusammenarbeit

Ein wichtiges Ziel ist die bessere Vergleichbarkeit der religions- und gemeindepädagogischen sowie diakonischen Studiengänge. Anders als im Fach Evangelische Theologie besteht deutschlandweit nur wenig Einheitlichkeit. Dadurch können Abschlüsse beispielsweise bei einem Wechsel der Landeskirche schwer miteinander zu vergleichen sein. Deshalb sollen Schwerpunkte, Bestandteile und Besonderheiten der Ausbildungen für Studieninteressierte, mögliche Arbeitgeber und weitere Interessengruppen übersichtlich zugänglich werden.

Ein Schritt zu diesem Ziel war eine Broschüre mit einer vergleichenden Übersicht der Hochschulqualifikationen. Sie beruht auf dem EKD-Text 137.1 zum diakonisch-gemeindepädagogischen Dienst und wurde von der Gemischten Fachkonferenz 3 (GFK3) erstellt. Der SERGuD besitzt in diesem Gremium einen Sitz.

Als Vernetzungsgremium fördert der SERGuD außerdem den Austausch zwischen den Studierenden seiner Mitgliedshochschulen sowie mit anderen Ausbildungs- und Studiengremien evangelischer Berufe. Dazu steht er mit dem Studierendenrat Evangelische Theologie (SeTh) und der BDK in Verbindung. Zur Öffentlichkeitsarbeit gehören Informationen über Instagram und die Arbeit an einer eigenen Website. Im Artikel wird außerdem eine Präsenz auf dem Kirchentag 2023 als Vorhaben genannt.

Aufbau und Arbeitsweise

Der SERGuD besteht aus Delegierten der Mitgliedshochschulen. An jeder Hochschule wählt die örtliche studentische Interessenvertretung, beispielsweise der Allgemeine Studierendenausschuss (AStA) oder eine Fachschaft, zwei stimmberechtigte Delegierte. Zusätzlich können die Hochschulen Gäste zu den Delegiertenversammlungen mitbringen.

Die zweimal jährlich stattfindenden Versammlungen werden vom Leitenden Gremium (LG) vorbereitet. Dieses besteht aus mindestens zwei und höchstens fünf Personen, die zum Zeitpunkt ihrer Wahl Delegierte sein müssen. Das LG ist an die Beschlüsse der Delegiertenversammlung gebunden und soll im Sinne des SERGuD handeln.

Zu den genannten Ämtern und Funktionen gehören das Leitende Gremium, das Referat für Finanzen, die Rechnungsprüfenden, die Außenvertretung sowie Beauftragte für Inklusion, Diversität und Gender. Arbeitsgruppen werden je nach aktuellen Themen und Aufgaben eingerichtet oder wieder aufgelöst. Genannt werden die Arbeitsgruppen Öffentlichkeitsarbeit, Website, Kirchentag sowie Inklusion, Diversität und Gender.

Ergebnisse und Forderungen

Zu den bisherigen Ergebnissen zählt der Flyer „Diakonisch-gemeindepädagogischer Dienst: Vergleichende Übersicht der Hochschulqualifikationen“. Er soll Unterschiede und Gemeinsamkeiten der Qualifikationen sichtbar machen.

Außerdem veröffentlichte der SERGuD ein Positionspapier zur Vergütung von Studierenden im Praxissemester. Darin fordert er unter anderem eine „angemessene und transparent geregelte Vergütung der Praxissemester“. Am 5. November 2025 unterstützte die Bundesdelegiertenkonferenz des VEDD diese Position. Sie bezeichnete die Forderung als wichtigen Schritt zur Verbesserung der Ausbildungsbedingungen im diakonisch-gemeindepädagogischen Bereich.