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Sparkasse Fulda

150.000 Kunden Finanzdienstleistungen in den Bereichen Zahlungsverkehr, Geldanlage, Finanzierung, Versicherung, Bausparen und Immobilienvermittlung an.

Inhalt5 Abschnitte
  1. 1. Überblick und Aufgaben
  2. 2. Rechtsform, Aufsicht und Leitung
  3. 3. Geschäftszahlen
  4. 4. Zusammenarbeit in der Finanzgruppe
  5. 5. Entstehung und Entwicklung

Überblick und Aufgaben

Die Sparkasse Fulda ist das größte ortsansässige regionale Kreditinstitut in Osthessen. Ihr Geschäftsgebiet umfasst die Stadt Fulda und den Landkreis Fulda; beide Gebietskörperschaften sind zugleich ihre Träger. Die Hauptstelle befindet sich am Buttermarkt 2–6 in 36037 Fulda.

Als regional tätige Sparkasse versorgt sie rund 150.000 Kunden mit Finanzdienstleistungen. Dazu zählen Zahlungsverkehr, Geldanlage, Finanzierung, Versicherungen, Bausparen und Immobilienvermittlung. Im Jahr 2026 verfügte sie über 30 mit Mitarbeitern besetzte Standorte. Ergänzt werden diese durch Online-Angebote und Selbstbedienungsangebote. Für das Geschäftsjahr 2025 werden insgesamt 33 Filialen beziehungsweise Selbstbedienungsstandorte angegeben.

Rechtsform, Aufsicht und Leitung

Die Sparkasse Fulda ist eine Anstalt des öffentlichen Rechts. Ihre Tätigkeit unterliegt mehreren rechtlichen Ebenen: Auf europäischer Ebene gilt die Kapitaladäquanzverordnung (CRR), die Anforderungen an die Eigenmittelausstattung von Kreditinstituten festlegt. Hinzu kommen das deutsche Kreditwesengesetz (KWG), daraus abgeleitete Verordnungen und verbindliche aufsichtsrechtliche Vorgaben. Den besonderen regionalen Rahmen bilden das Hessische Sparkassengesetz (HSpG) und die von Kreistag und Stadtverordnetenversammlung erlassene Satzung.

Für die Aufsicht sind die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), die Deutsche Bundesbank und die Sparkassenaufsicht beim Regierungspräsidium Kassel zuständig.

Der zweiköpfige Vorstand ist der gesetzliche Vertreter der Sparkasse. Er führt die laufenden Geschäfte und trägt die Verantwortung für eine ordnungsgemäße Geschäftsorganisation. Dem Vorstand gehören Uwe Marohn als Vorsitzender und Horst Habermehl an.

Der Verwaltungsrat legt insbesondere die Richtlinien der Geschäftspolitik fest und überwacht die laufende Geschäftsführung. Er umfasst 15 Personen. Der Landrat des Landkreises Fulda und der Oberbürgermeister der Stadt Fulda sind kraft ihres Amtes sogenannte „geborene“ Mitglieder und wechseln sich alle zwei Jahre im Vorsitz ab. Weitere acht Mitglieder werden von Kreistag und Stadtverordnetenversammlung entsandt; fünf werden von den Mitarbeitern der Sparkasse gewählt. Als Vorsitzender ist Landrat Bernd Woide angegeben.

Geschäftszahlen

Im Geschäftsjahr 2025 erreichte die Sparkasse Fulda eine Bilanzsumme von 4,438 Milliarden Euro. Die Bilanzsumme bezeichnet den Gesamtwert aller Positionen auf der Aktiv- beziehungsweise Passivseite der Bilanz. Die Kundeneinlagen betrugen 3,546 Milliarden Euro, die Kundenkredite 2,377 Milliarden Euro.

Nach der Sparkassenrangliste 2025 belegte das Institut gemessen an der Bilanzsumme Rang 117. Es beschäftigte 686 Mitarbeiter und unterhielt 33 Filialen beziehungsweise Selbstbedienungsstandorte. Diese Zahl umfasst damit mehr Standorte als die für 2026 genannten 30 mit Mitarbeitern besetzten Standorte.

Zusammenarbeit in der Finanzgruppe

Die Sparkasse Fulda gehört zur Sparkassen-Finanzgruppe und zu deren Haftungsverbund. Dieser Verbund soll den Bestand der angeschlossenen Institute sichern. Er sorgt außerdem dafür, dass die Institute auch bei der Insolvenz einzelner Sparkassen sämtliche Verbindlichkeiten erfüllen können.

Für verschiedene Finanzprodukte arbeitet die Sparkasse mit spezialisierten Unternehmen der Gruppe zusammen: Sie vermittelt Bausparverträge der regionalen Landesbausparkasse, offene Investmentfonds der DekaBank und Versicherungen der SV SparkassenVersicherung. Offene Investmentfonds bündeln das Geld vieler Anleger und geben grundsätzlich laufend Anteile aus oder nehmen sie zurück. Im Leasing kooperiert die Sparkasse Fulda mit der Deutschen Leasing. Die Landesbank Hessen-Thüringen übernimmt für sie die Funktion der Sparkassenzentralbank.

Entstehung und Entwicklung

Die historischen Wurzeln reichen bis 1789 zurück. In diesem Jahr gründete Adalbert von Harstall, der letzte Fuldaer Fürstbischof, eine Städtische Vorschusskasse. In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts entstanden in der Rhön und im Hünfelder Land zahlreiche kleinere Sparkassen.

Die Sparkasse Fulda in ihrer heutigen Form besteht seit dem 1. April 1998. Sie entstand durch den Zusammenschluss der Kreissparkasse Fulda mit der Städtischen Sparkasse und Landesleihbank Fulda. Als Gründungsjahr des heutigen Instituts wird deshalb 1998 angegeben.