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Religious Science
Glaubensbekenntnis · Wir glauben an Gott, den lebendigen Allmächtigen Geist; einer, unzerstörbar, absolut und aus sich selbst existierend. · Wir glauben an die …
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Grundidee und Einordnung
Religious Science, auch Science of Mind genannt, ist eine überkonfessionelle, spirituell-philosophische Bewegung innerhalb der Neugeist-Bewegung. Sie wurde 1927 von Ernest Holmes (1887–1960) gegründet. Im Mittelpunkt steht die Vorstellung, dass Menschen durch Bewusstsein, Gedanken und spirituelle Einsicht Zugang zu einer göttlichen Kraft haben und dadurch ihr Leben beeinflussen können.
Die Bewegung versteht sich nicht als an eine bestimmte Konfession gebunden. Nach Ernest Holmes soll Religious Science nicht vor allem auf festen Glaubensgrundsätzen beruhen, sondern auf dem, „was ich erreichen kann“ des einzelnen Gläubigen.
Entstehung
Die Ursprünge der Religious-Science-Bewegung gehen auf das Jahr 1927 zurück. Ein Jahr zuvor, 1926, veröffentlichte Ernest Holmes das grundlegende Buch The Science of Mind, das die Lehren der Bewegung prägte.
Holmes gründete danach das Institute for Religious Science und die School of Philosophy in Los Angeles. Damit legte er den Grundstein für die spätere Church of Religious Science. Heute gibt es vor allem in den USA viele Schulungszentren und Gemeinden der Church of Religious Science, die zahlreiche kostenpflichtige Kurse anbieten. Allein in Kalifornien werden 95 genannt; in Europa liegen die meisten Standorte in England.
Weltanschauung und Lehre
Religious Science vertritt eine panentheistische Weltanschauung. Panentheismus bedeutet hier: Alles und jeder ist unmittelbarer Ausdruck und zugleich Teil einer göttlichen Intelligenz. Gott wird nicht nur als Wesen „im Himmel“ oder als einzelne Gottheit verstanden, sondern als alles, was ist.
Daraus folgt nach dieser Lehre, dass jeder Mensch sich diese göttliche Kraft in dem Maß zu eigen machen kann, in dem er sich ihrer Gegenwart bewusst wird. Wichtig sind daher Bewusstsein, innere Ausrichtung und die Überzeugung, dass Gedanken und Handlungen mit einer schöpferischen geistigen Kraft verbunden sind.
Zentrale Glaubensinhalte
Das Credo der Religious Science stammt aus Ernest Holmes’ What I believe. Es beschreibt Gott als „den lebendigen Allmächtigen Geist“, der einer, unzerstörbar, absolut und aus sich selbst existierend ist. Das offenbarte Universum gilt als Körper Gottes und als notwendiges Produkt seines unendlichen Selbst-Bewusstseins.
Die Bewegung glaubt an die Inkarnation des Geistes in allem und daran, dass alle Menschen Inkarnationen des Einen Geistes sind. Sie glaubt außerdem an die Ewigkeit, Unsterblichkeit und das Fortbestehen der individuellen Seele, die für immer weiter wächst.
Weitere zentrale Gedanken sind: Das „Königreich des Himmels“ liegt im Menschen selbst und wird in dem Maß erfahren, in dem man sich seiner bewusst wird. Ziel des Lebens ist die vollständige Loslösung von jeder Zwietracht der Naturen; dieses Ziel soll von jedem erreicht werden. Die Bewegung betont die Einheit allen Lebens und sieht den höchsten Gott und den innersten Gott als ein und denselben.
Das Credo spricht auch von direkter Offenbarung der Wahrheit durch intuitive und spirituelle Natur. Jeder könne ein Offenbarer werden, wenn er in engem Kontakt mit dem in ihm wohnenden Gott lebt. Der Universelle Geist, der Gott ist, handelt demnach durch einen Universellen Verstand, das Gesetz Gottes. Menschen seien von diesem kreativen Geist umgeben, der durch ihre Gedanken und Taten direkt beeinflusst werde.
Daraus leitet Religious Science den Glauben an Heilung der Kranken und an die Kontrolle von Situationen durch die Kraft dieses Geistes ab. Außerdem bekennt sie sich zur ewigen Güte, zur ewigen liebenden Gunst und zum ewigen Geschenk des Lebens für alle sowie zur eigenen Seele, zum eigenen Geist und zur eigenen Bestimmung.
Organisationen und Vertreter
Zu den größten Religious-Science-Organisationen zählen Global Religious Science Ministries (GRSM), United Centers for Spiritual Living (UCSL), früher United Church of Religious Science (UCRS), International Centers for Spiritual Living (ICSL), früher Religious Science International (RSI), sowie das Affiliated New Thought Network.
Als Hauptvertreter nennt der Artikel Ernest Holmes, Frederick Bailes, Thomas Troward, Emma Curtis Hopkins, Louise Hay, Joseph Murphy und Michael Beckwith.