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Power-on self-test

Der Power-on self-test (englisch), kurz POST, ist ein Selbsttest, den Geräte mit elektronischer Steuerung, wie Computer, Videoprojektoren oder …

Inhalt5 Abschnitte
  1. 1. Grundidee und Abgrenzung
  2. 2. POST am PC
  3. 3. Ablauf der Prüfungen
  4. 4. Fehlerausgabe
  5. 5. Diagnose mit POST-Card

Grundidee und Abgrenzung

Der Power-on self-test, kurz POST, ist ein Selbsttest, den Geräte mit elektronischer Steuerung direkt nach dem Einschalten ausführen. Dazu gehören zum Beispiel Computer, Videoprojektoren, Waschmaschinen oder Antiblockiersysteme. Beim Hochfahren wird geprüft, ob die grundlegenden Komponenten des Geräts funktionsfähig sind.

Wenn Fehler auftreten, werden sie dem Benutzer oder einem übergeordneten System gemeldet. Bei x86-PCs geschieht das zum Beispiel durch BIOS-Signaltöne oder über den Bildschirm. Andere Geräte nutzen etwa rote LEDs, 7-Segment-Anzeigen mit Fehlercodes wie „E“ plus Nummer oder leiten Fehler an ein anderes System weiter, etwa an das Armaturenbrett eines Autos.

Vom POST zu unterscheiden ist der Built-in self-test. Dieser ist ein Selbsttest einzelner elektronischer Bauteile, zum Beispiel eines Prozessors, der im Rahmen der Produktion aktiviert werden kann.

POST am PC

Bei Personal Computern wird der POST vom BIOS oder UEFI durchgeführt. Das BIOS/UEFI ist das erste Programm, das der Computer nach dem Einschalten ausführt. Es prüft zentrale Hardwarebestandteile, bevor das System weiter startet.

Während des POST gibt es normalerweise die Möglichkeit, ein BIOS-Setup-Programm aufzurufen. Dort können Systemeinstellungen verändert werden. Die genaue Umsetzung ist jedoch nicht bei allen BIOS-Versionen gleich: Je nach BIOS können zusätzliche Prüfungen stattfinden oder einzelne Prüfungen entfallen.

Ablauf der Prüfungen

Zu den grundlegenden Schritten jedes POST gehören die Prüfung der CPU, bei Multiprozessor-Systemen der ersten CPU, die Prüfung CPU-naher Bausteine, die Prüfung des CMOS-RAM durch Prüfsummen-Bildung, die Prüfung des CPU-nahen Cache-Speichers, die Prüfung der ersten 64 Kilobyte des Arbeitsspeichers sowie die Prüfung des Grafikspeichers und der Grafik-Ausgabe-Hardware oder -Software.

Nach diesen frühen Prüfungen kann die Grafikkarte in Betrieb genommen werden. Weitere Tests werden deshalb meist auf dem Bildschirm angezeigt. Dazu gehören die Überprüfung des restlichen Arbeitsspeichers, die bei manchen BIOS durch einen Tastendruck übersprungen werden kann, die Überprüfung der Tastatur und die Überprüfung weiterer Peripherie, unter anderem Diskettenlaufwerke und Festplatten.

Manche Tests können im BIOS-Setup abgeschaltet werden, zum Beispiel Tests für Diskettenlaufwerke oder die vollständige Prüfung des Arbeitsspeichers.

Fehlerausgabe

Das BIOS meldet Fehler, die während des POST erkannt werden, direkt. Wenn das Grafiksystem bereits geprüft und in Betrieb ist, erscheint die Fehlermeldung auf dem Bildschirm.

Wenn das Grafiksystem noch nicht verfügbar ist, werden Fehler oft durch akustische oder visuelle Signale ausgegeben, zum Beispiel über den Systemlautsprecher oder durch das Blinken einer vorhandenen Statusanzeige. Die Dauer und Häufigkeit der Signale zeigen die Art des Fehlers an. Ihre genaue Bedeutung hängt vom Hersteller des BIOS ab.

Diagnose mit POST-Card

Eine genauere Diagnose ist mit einer POST-Card möglich. Das ist eine Steckkarte, die den aktuellen Status des POST mit Leuchtdioden oder einer Ziffernanzeige darstellt. Wenn die Anzeige beim Booten auf einem bestimmten Wert stehen bleibt, kann der Fehler mithilfe einer zum Mainboard gehörenden Fehlercodetabelle ermittelt werden.

Ursprünglich wurden die POST-Codes fortlaufend von 0x00h bis 0xFFh auf dem I/O-Port 0x80h ausgegeben. 0x00h steht dabei für Fehler gleich beim Ausführen der ersten BIOS-Befehle auf der CPU, 0xFFh für einen beendeten POST. Je nach BIOS und teilweise auch je nach verwendeter Hardware können Reihenfolge und Bedeutung der angezeigten Codes stark voneinander abweichen.

Lernvideos zu Power-on self-test

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