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Ping-Pong-Verfahren

Das Ping-Pong-Verfahren ist ein Verfahren zur Datenübertragung zwischen zwei Kommunikationsgeräten. Es kann bei der einfachsten Konfiguration eines …

Inhalt4 Abschnitte
  1. 1. Grundprinzip
  2. 2. Serielle Datenübertragung
  3. 3. Nachteile und Grenzen
  4. 4. Typische Anwendungen

Grundprinzip

Das Ping-Pong-Verfahren ist ein Verfahren zur Datenübertragung zwischen zwei Kommunikationsgeräten. Es eignet sich besonders für die einfache Konfiguration eines Master/Slave-Systems mit nur einem Slave.

Der Master sendet ein Zeichen und wartet danach auf die Antwort des Slaves. Erst wenn diese Antwort angekommen ist, sendet der Master das nächste Zeichen. Dadurch ähnelt die Kommunikation einer synchronen Verbindung: Die Anfragen des Masters wirken für den Slave quasi wie ein Taktsignal.

Serielle Datenübertragung

Ein wichtiger Einsatzfall ist die Kommunikation zwischen einem Personal Computer und einem Endgerät über eine serielle Schnittstelle, zum Beispiel EIA-232 mit den Leitungen Rxd, Txd und GND.

Der Vorteil liegt darin, Datenverlust zu vermeiden. Bei einem PC-Betriebssystem kann beim Empfang längerer Zeichenfolgen ein Zwischenspeicherüberlauf entstehen, wenn andere Programme unterschiedlich lange ausgeführt werden und dadurch die Entleerung des Zwischenspeichers verzögern. Beim Ping-Pong-Verfahren sendet das Endgerät dagegen immer nur eine Sequenz definierter Länge als Antwort auf eine Anfrage des Masters. Dadurch bleibt die Datenmenge pro Antwort begrenzt.

Nachteile und Grenzen

Der Nachteil des Ping-Pong-Verfahrens ist die geringere Datenübertragungsgeschwindigkeit bei größeren Datenmengen. Der Grund ist der Kommunikationsoverhead: Der Master muss immer wieder Anfragen senden, bevor der Slave weiter antwortet.

Dieser Nachteil kann kleiner werden, wenn die Nachricht des Endgeräts deutlich länger ist als die Anfrage des Masters. Dann fällt der zusätzliche Aufwand durch die Masteranfragen weniger stark ins Gewicht.

Auch bei Funkschnittstellenmodulen kann die Datenübertragungsrate problematisch sein. Viele dieser Module senden Daten paketweise. Wenn die Masteranfrage kürzer als ein Datenpaket ist, kann die Übertragungsrate stark sinken, weil die Schnittstelle ein weitgehend leeres Paket absendet.

Typische Anwendungen

In der Kommunikationstechnik wird das Ping-Pong-Verfahren zum Beispiel bei der U_{p0}-Schnittstelle von Telefonanlagen eingesetzt.

In IP-Netzen wird mit dem Ping-Befehl, der auf ICMP aufbaut, die Verbindung zu anderen Hosts getestet. Das Antwort-Datenpaket, das nur im Erfolgsfall zurückgesendet wird, wird auch Pong genannt.

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