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Nathan-Denkmal (Wolfenbüttel)

Das Denkmal besteht aus einer Bronzestatue der Titelfigur des letzten Theaterstücks Lessings, Nathan der Weise, das er nur wenige Meter vom heutigen …

Inhalt3 Abschnitte
  1. 1. Bedeutung und Entstehung
  2. 2. Gestaltung der Statue
  3. 3. Historischer Standort und Lessing-Verehrung

Bedeutung und Entstehung

Das Nathan-Denkmal in Wolfenbüttel erinnert an das Leben und Wirken des Dramatikers und Aufklärers Gotthold Ephraim Lessing. Es stellt Nathan dar, die Titelfigur von Lessings letztem Theaterstück Nathan der Weise. Lessing verfasste das Stück nur wenige Meter vom heutigen Standort der Statue entfernt. Das Denkmal wurde 1961 vom Bildhauer Erich Schmidtbochum geschaffen und von der Stadt Wolfenbüttel aufgestellt.

Gestaltung der Statue

Die Statue ist aus Bronze gegossen und leicht überlebensgroß. Als Modell diente der Schauspieler Ernst Deutsch in seinem Bühnenkostüm, der als berühmter Nathan-Darsteller bekannt war. Nathan steht aufrecht. Seine rechte Hand ist nach unten ausgestreckt, während die linke Hand zur Faust geballt gegen die Brust gedrückt wird. Die Figur trägt ein langes Gewand, eine Kappe und einen Kinnbart.

Ab etwa der Brusthöhe ist die Figur auf der Rückseite leicht abgeflacht und deshalb nicht vollständig vollplastisch ausgeführt. Auf der bronzenen Bodenplatte steht die Inschrift „NATHAN DER WEISE“. Die Skulptur steht auf einem etwa einen halben Meter hohen Betonsockel, der nach unten leicht konisch zuläuft.

Historischer Standort und Lessing-Verehrung

Das Denkmal steht auf einer Rasenfläche zwischen dem Schloss Wolfenbüttel, dem Lessinghaus, der Herzog August Bibliothek und dem Zeughaus. Die Stelle befindet sich im Zentrum von Lessings Wirken in Wolfenbüttel. Zu seinen Lebzeiten stand dort das Gebäude der Herzog August Bibliothek, die sogenannte „Bibliotheksrotunde“. Sie wurde 1887 abgerissen. In diesem Gebäude arbeitete Lessing als Bibliothekar. Seine Dienstwohnungen im Erbprinzen-Appartement des Schlosses sowie in den heute Meißnerhaus und Lessinghaus genannten Gebäuden liegen in Sichtweite.

Wolfenbüttel pflegt Lessings Andenken bis heute und nennt sich offiziell „Lessingstadt“. Das ehemalige Hofbeamtenhaus, in dem Lessing in seinen letzten Jahren wohnte und Nathan der Weise verfasste, gehört heute zur Herzog August Bibliothek und wird als Lessinghaus museal genutzt. Der Platz zwischen Bibliothek und Schloss heißt Lessingplatz, die nach Norden führende Straße Lessingstraße. Das 1909 eröffnete Stadttheater wurde 1929 in Lessing-Theater umbenannt.

Ein älteres Lessing-Denkmal wurde bereits 1796 zwischen der Rotunde und dem Zeughaus aufgestellt. Wegen der Gefahr von Vandalismus brachte man es 1806 in den Eingangsraum der Bibliothek. Dort befindet es sich noch heute.

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