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Musikformat

Ein Musikformat ist ein Dateiformat, das den Aufbau eines Musikstückes beschreibt. Im Gegensatz zum Audioformat ist dabei kein vollständiges Tonsignal …

Inhalt3 Abschnitte
  1. 1. Grundidee
  2. 2. Chipdateien
  3. 3. Wichtige Formatgruppen

Grundidee

Ein Musikformat ist ein Dateiformat, das den Aufbau eines Musikstückes beschreibt. Anders als bei einem Audioformat wird dabei kein vollständiges Tonsignal gespeichert. Stattdessen enthält die Datei einzelne Noten und möglicherweise Informationen darüber, wie Klänge aufgebaut sind.

Das ist wichtig, weil Musikformate Musik eher als Anweisung oder Struktur speichern: Ein Programm, ein Soundchip oder ein anderes Wiedergabesystem erzeugt daraus erst den hörbaren Klang.

Chipdateien

Zu den Musikformaten gehören auch Chipdateien. Sie bestehen im Prinzip aus Anweisungen für einen Soundchip. Solche Dateien sind besonders mit Chiptunes verbunden, also Musikstücken, wie sie aus frühen Videospielen oder aus der Demoszene bekannt sind.

Beispiele für Chipdateien sind SID für den Sound Interface Device des Commodore 64, NSF für das Nintendo Entertainment System, GBS für Game Boy Sound, SPC für Sonys SPC700-Chip des Super Nintendo Entertainment System, USF für Nintendo-64-Sounddaten und VGM für Video Game Music.

Wichtige Formatgruppen

Die Liste der Musikformate umfasst mehrere Gruppen. Eine große Gruppe sind Trackermodule, die komprimiert oder unkomprimiert vorkommen können. Dazu zählen zum Beispiel ProTracker-Module (.mod), SoundTracker-Module (.mod), FastTracker-2-Module (.xm/.mdz, .xmz), Impulse-Tracker-Module (.it/.itz), Scream-Tracker-3-Module (.s3m/.s3z) und OctaMED-Module (.med).

Weitere genannte Musikformate sind PlayStation Musik Emulation (.psf), PlayStation 2 Musik Emulation (.psf2), Musical Instrument Digital Interface mit Dateiendungen wie .mid, .midi, .rmi und .kar, außerdem Direct Music (.sgt, .sty), Square-Enix (.bgm), KSS (.kss) und GBR (.gbr).