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Mediator-basiertes Informationssystem

Ein Mediator-basiertes Informationssystem ist ein Informationssystem, das mehrere Informationsquellen durch virtuelle Integration zusammenfasst.

Inhalt4 Abschnitte
  1. 1. Grundidee
  2. 2. Arbeitsweise
  3. 3. Stärken und Probleme
  4. 4. Aufbau

Grundidee

Ein Mediator-basiertes Informationssystem ist ein Informationssystem, das mehrere Informationsquellen durch virtuelle Integration zusammenfasst. Virtuelle Integration bedeutet hier: Die Daten werden nicht zentral in einer neuen Datenbank gespeichert, sondern bleiben in den einzelnen Quellen. Das System wirkt für Nutzerinnen und Nutzer trotzdem wie ein gemeinsames Gesamtsystem.

Die zentrale Komponente ist der Mediator. Er nimmt Anfragen an das Gesamtsystem entgegen, beantwortet sie und kommuniziert dafür mit den angebundenen Informationsquellen. Das zugehörige Entwurfsmuster heißt Vermittler. Ein einfaches Beispiel für ein solches System ist eine Metasuchmaschine, die mehrere Suchquellen nutzt und die Ergebnisse zusammenführt.

Arbeitsweise

Bei jeder Anfrage spricht der Mediator die benötigten Quellen gezielt an. Im Idealfall werden nur die Daten übertragen, die für die Beantwortung der Anfrage notwendig sind. Dadurch kann das System mit verteilten Daten arbeiten, ohne alle Daten vorher an einem Ort zusammenzukopieren.

Damit die Antworten aus verschiedenen Quellen zusammenpassen, müssen die Daten vereinheitlicht und zusammengefasst werden. Datenbereinigung bedeutet, Fehler oder Unstimmigkeiten in Daten zu behandeln. Datenfusion bedeutet, Informationen aus mehreren Quellen zu einer gemeinsamen Antwort zusammenzuführen. Schema Mapping bezeichnet das Zuordnen unterschiedlicher Datenstrukturen oder Schemata zueinander, damit das Gesamtsystem sie gemeinsam verwenden kann.

Stärken und Probleme

Die Optimierung eines Mediator-basierten Informationssystems ist schwierig, weil ein großer Teil der Verarbeitung online geschieht, also bei jeder Anfrage neu. Außerdem hängt der Ablauf stark von den Eigenschaften der einzelnen Quellen ab.

Ein grundsätzliches Problem ist die Geschwindigkeit: Eine Anfrage kann nicht schneller beantwortet werden, als die langsamste Quelle benötigt, die für die Antwort notwendig ist. Gleichzeitig ist ein solches System sehr flexibel. Quellen können meist dynamisch eingebunden werden, und der Ausfall einer Quelle kann ausgeglichen werden.

Aufbau

Der Entwurf eines Mediator-basierten Informationssystems erfolgt nach dem Top-down-Prinzip. Dabei wird also vom Gesamtsystem aus gedacht und geplant.

Die einzelnen Quellen werden durch Wrapper verpackt und mit dem Mediator verbunden. Ein Wrapper ist dabei eine Komponente, die eine Quelle so anbindet, dass der Mediator mit ihr kommunizieren kann.

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