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Martin-Notation
Charles Bachman und Odell ist eine Notation zur semantischen Datenmodellierung, um vereinfachte Entity-Relationship-Modelle darzustellen.
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Grundidee und Zweck
Die Martin-Notation, auch Krähenfußnotation oder englisch crow’s foot notation genannt, ist eine Notation zur semantischen Datenmodellierung. Sie dient dazu, vereinfachte Entity-Relationship-Modelle darzustellen. Benannt wird sie nach James Martin, Charles Bachman und Odell.
Sie heißt Krähenfußnotation, weil sie für eine 1:n-Beziehung ein Symbol verwendet, das wie ein Krähenfuß aussieht.
Darstellung von Entitäten und Beziehungen
In der Martin-Notation bezeichnen Rechtecke die Entitätstypen. Ein Entitätstyp ist eine Art von Objekt oder Gegenstand, über den Daten gespeichert werden, zum Beispiel „Person“ oder „Ort“.
Die Entitätstypen werden durch Beziehungslinien verbunden. Eine solche Linie zeigt, dass zwischen den Entitätstypen eine Beziehung besteht, etwa dass „Person“ in Beziehung zu „Ort“ steht.
Kardinalitäten
Kardinalitäten, auch Multiplizitäten genannt, geben an, wie oft ein Element eines Entitätstyps mit Elementen eines anderen Entitätstyps verbunden sein kann oder muss.
Die Martin-Notation verwendet dafür drei Zeichen: 0 für kein verpflichtendes Auftreten, | für genau eins und den Krähenfuß für beliebig viele. Bei jeder Beziehung stehen zwei Kardinalitäten hintereinander. Sie beschreiben das minimale und das maximale Auftreten.
Beispiele zum Lesen
Die Beispiele im Artikel werden so gelesen:
- Eine Person ist geboren in minimal einem, maximal einem Ort.
- Eine Person ist gestorben in minimal Null, maximal einem Ort.
- Eine Person macht Ferien in minimal Null, maximal vielen Orten.
- Eine Person war bereits in minimal einem, maximal vielen Orten.
Für die Gegenrichtung macht das gezeigte Diagramm keine Aussage über die Kardinalität. Die in Klammern angegebenen Kardinalitäten wie „0..n“ entsprechen der analogen UML-Notation und gehören nicht zur Martin-Notation.