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Lothar Bodingbauer
Lothar Bodingbauer (* 1971 in Altheim, Oberösterreich) ist ein österreichischer Radiojournalist, Abendschullehrer und freier Podcaster.
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Profil und Bedeutung
Lothar Bodingbauer (* 1971 in Altheim, Oberösterreich) ist ein österreichischer Radiojournalist, Abendschullehrer und freier Podcaster. Seine Arbeit verbindet Physik, Mathematik und naturwissenschaftliche Wissensvermittlung mit Radio- und Podcastformaten. Als Lehrer vermittelt er Physik und Mathematik; als Journalist und Podcaster bereitet er wissenschaftliche und bildungsbezogene Themen für ein breites Publikum auf.
Ausbildung und berufliche Tätigkeit
Bodingbauer besuchte das Gymnasium Braunau am Inn. Nach einem Arbeitsjahr als Bankangestellter studierte er an der Universität Wien Physik und Mathematik für das Lehramt. Sein Studium schloss er mit der Diplomarbeit „Physik im Radio – Mit der Analyse einer Radiosendung zum Thema ‚Quantenphysikalische Verschränkung‘“ ab. Quantenphysikalische Verschränkung bezeichnet dabei das im Titel behandelte physikalische Thema, das er anhand einer Radiosendung analysierte.
Im Jahr 2000 leistete er seinen Zivildienst als Gedenkdiener am Montreal Holocaust Memorial Center. Bereits während des Studiums arbeitete er als freier Radiojournalist, vor allem für Österreich 1 und den Deutschlandfunk. Im Hauptberuf unterrichtet er am Abendgymnasium Wien Physik und Mathematik und hält außerdem Kurse am Forum Journalismus und Medien in Wien. Als freier Podcaster ist er vor allem im Bereich der Wissensvermittlung tätig. Dabei setzt er sich auch für eine Verbindung von Podcastepisoden mit Radiosendungen ein.
Publikationen und Vermittlungsarbeit
Seit Beginn seiner journalistischen Tätigkeit im Jahr 1994 veröffentlichte Bodingbauer über 400 Radiosendungen und Radiobeiträge. Dazu gehören Reportagen, Features, Collagen und Glossen. Außerdem produzierte er 500 Podcastepisoden, die als Gesprächsformate angelegt sind.
Er berichtete auf Subscribe-Podcasterkonferenzen und auf Tagungen der deutschsprachigen Wissenschaftspodcaster über Erfahrungen aus seiner journalistischen Arbeit und verband diese mit Themen aus dem Bildungsbereich. Er veröffentlichte ein Schulbuch für Chemie sowie ein Buch über „physikalische Besonderheiten“. Im Internet betreibt er eine Erklärplattform mit physikalisch-naturwissenschaftlichen Inhalten; dort werden auch Ergebnisse von Schulprojekten koordiniert. Für österreichische Museen überarbeitet er Ausstellungstexte nach wissenschaftlichen, pädagogischen und journalistischen Kriterien.
Auszeichnungen und veröffentlichte Bücher
Zu seinen Auszeichnungen gehören die Ehrende Anerkennung beim Dr. Reinhard Galler-Tourismuspreis 2000 für das Radiofeature „Leben in den Alpen“, der WINFRA Preis für Infrastruktujournalismus 2012 in der Kategorie Hörfunk für „Die Haltbarkeit der Stadt“ sowie der Innovationspreis der Österreichischen Universitätskonferenz und ORF Radio Österreich 1 im Jahr 2015 für den Bienenpodcast als Beispiel innovativer Wissensvermittlung. 2016 erhielt er den Roman-Sexl-Preis für Physikdidaktik für seine Medientätigkeit im Hörfunk, unter anderem mit Sendungen wie „Physikalische Soiree“, „Vom Leben der Natur“ und „Radiokolleg“. 2020 wurde die Sendung „X – Der Joker unter den Zeichen“ mit dem Radiopreis der Erwachsenenbildung ausgezeichnet.
Zu den genannten Buch- und Zeitschriftenveröffentlichungen zählen das Chemieschulbuch „ganz klar: Chemie 4“ (2006), „Dr. Bodingbauers Sammelsurium physikalischer Besonderheiten“ (2006) sowie Beiträge zu Medienbildung, Journalismus und Stadtgeschichte. Dazu gehören unter anderem „Hacker im Schulsystem? Was wir vom Chaos Computerclub lernen könnten“ (2011), „Wir alle sind Armin Wolf. Ich habe die Wahrheit? Nicht möglich.“, „Stadtgeschichten im Museum. Von Träumen, Räumen und den Menschen“ (2017) und „Stadtgespräch: Der Podcast aus dem Technischen Museum Wien“ (2019).