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Liste von Computer- und Videospielmusik-Komponisten
Diese Liste enthält Personen, die durch ihre Tätigkeit als Komponisten von Musik für Computer- und Videospiele Bekanntheit erlangten.
Inhalt4 Abschnitte
Gegenstand und Aufbau der Liste
Die Liste versammelt Personen, die durch das Komponieren von Musik für Computer- und Videospiele Bekanntheit erlangten. Bei den genannten Spielen muss ihre Relevanz zumindest möglich erscheinen. Sie ist als Nachschlageübersicht angelegt und enthält die Felder Name, Geburtsjahr, gegebenenfalls Sterbejahr, Nationalität, Studio, eine Auswahl von Werken und teilweise ein Bild.
Die Angaben sind uneinheitlich: Bei vielen Personen fehlen Geburts- oder Sterbedaten, Nationalität und Studio. Die Werkauswahl reicht von einzelnen Spielen bis zu ganzen Serien. Mehrere Einträge nennen ausdrücklich gemeinsame Arbeiten, etwa Final Fantasy X von Masashi Hamauzu mit Nobuo Uematsu und Junya Nakano oder Donkey Kong Country von Eveline Fisher mit David Wise und Robin Beanland. James Banana wird als Pseudonym von Kinuyo Yamashita angegeben.
Regionen, Studios und Spielzeiten
Die Liste zeigt eine stark internationale Computerspielmusik. Besonders zahlreich sind Komponisten aus Japan, den USA, Großbritannien, Deutschland, Frankreich, Kanada und den Niederlanden; außerdem erscheinen unter anderem Personen aus Australien, Brasilien, Dänemark, Finnland, Israel, Neuseeland, Österreich, Schweden und Tschechien.
Als Studios und Unternehmen werden unter anderem Nintendo, Sega, Konami, Capcom, Rare, LucasArts, Square, Square Enix, Westwood Studios, Sierra On-Line, Blizzard, Cryo, Piranha Bytes, Atari Games, Digital Illusions CE, Factor 5, Psygnosis, Remedy Entertainment und Housemarque genannt. Einige Einträge beziehen sich auf Sound-Teams oder auf umfangreiche Arbeit für bestimmte Plattformen. Rob Hubbard, David Whitaker, Ben Daglish, Matt Gray, Martin Galway und Chris Hülsbeck stehen beispielsweise für zahlreiche Musikstücke aus der C64-, Amiga- oder Atari-Zeit. Andere Komponisten werden vor allem mit späteren Konsolen- und Computerspielen verbunden, etwa Daniel Rosenfeld mit Minecraft, Lena Raine mit Celeste und Geoff Knorr mit Civilization V und Civilization VI.
Die zeitliche Spannweite reicht von frühen Spielen wie Aztec Challenge, Forbidden Forest, Marble Madness, Arkanoid und Defender of the Crown bis zu neueren Titeln wie Cyberpunk 2077, Bloodborne und Dragon Age 2. Genannte Geburtsjahre reichen beispielsweise von 1945 bei Robert „Bobby“ Prince bis 1992 bei Kevin Penkin. Als Sterbejahre werden unter anderem 2007 bei Kentarō Haneda und Richard Joseph, 2016 bei Brad Fuller, 2018 bei Ben Daglish, 2019 bei Alec Holowka, 2025 bei Stéphane Picq und 2026 bei Robert „Bobby“ Prince angegeben.
Wichtige Reihen und Beispiele
Ein großer Teil der Einträge ist mit bekannten Spieleserien verbunden. Zu den besonders häufig vertretenen Reihen gehören Final Fantasy, Zelda, Super Mario, Metroid, Pokémon, Fire Emblem, Mega Man, Castlevania, Metal Gear, Silent Hill, Sonic the Hedgehog, Donkey Kong, The Legend of Zelda, Kirby, Street Fighter, Resident Evil und Tomb Raider.
Kōji Kondō wird mit Super-Mario-, Zelda- und Star-Fox-Spielen verbunden. Nobuo Uematsu ist vor allem für die Final-Fantasy-Reihe genannt; Yōko Shimomura arbeitete unter anderem an der Front-Mission-Reihe, Live-A-Live, Parasite Eve und Kingdom Hearts. Yasunori Mitsuda komponierte unter anderem Chrono Trigger, Chrono Cross, Xenogears und Xenosaga. Hitoshi Sakimoto ist mit der Final-Fantasy-Tactics-Reihe, Final Fantasy XII, Breath of Fire V: Dragon Quarter und Vagrant Story vertreten.
Auch westliche Reihen nehmen einen großen Raum ein. Frank Klepacki komponierte die Dune-Reihe ab Dune II – Kampf um Arrakis sowie die gesamte Command-&-Conquer-Reihe. Michael Land ist mit der Monkey-Island- und X-Wing-Reihe sowie The Dig aufgeführt. Jeremy Soule wird unter anderem mit Oblivion, Morrowind, Guild Wars und Skyrim verbunden. Glenn Stafford arbeitete an StarCraft, der Warcraft-Reihe, World of Warcraft und der Diablo-Reihe. Jesper Kyd ist mit der Hitman-Reihe, Freedom Fighters und MDK 2 vertreten.
Weitere Beispiele zeigen die große stilistische und technische Bandbreite: Michael Giacchino komponierte für die Medal-of-Honor-Reihe, Stewart Copeland für die Spyro-Reihe, Tommy Tallarico für Earthworm Jim und Advent Rising, Garry Schyman für BioShock und Mittelerde: Schatten des Krieges, Christopher Tin für Civilization IV und den Titelsong Baba Yetu sowie Inon Zur für Baldur's Gate 2: Throne of Bhaal, Crysis, Fallout 3 und Dragon Age: Origins.
Kooperationen und Einordnung einzelner Einträge
Die Liste macht deutlich, dass Spielmusik häufig gemeinschaftlich entsteht. Bei Chrono Trigger werden Nobuo Uematsu, Yasunori Mitsuda und Noriko Matsueda genannt; bei Front Mission: Gun Hazard Yasunori Mitsuda, Nobuo Uematsu und Junya Nakano. Final Fantasy Tactics wird Masaharu Iwata mit Hitoshi Sakimoto zugeschrieben, Stella Deus ebenfalls beiden. Super Mario RPG entstand laut Liste mit Yōko Shimomura, Nobuo Uematsu und Koji Kondo.
Einige Komponisten werden über einzelne charakteristische Spiele eingeordnet, darunter Kyle Gabler mit World of Goo, Toby Fox mit Undertale und Deltarune, Laura Shigihara mit Plants vs. Zombies, Mike Morasky mit Portal, Portal 2, Team Fortress 2 und Left 4 Dead, Martin O’Donnell mit Halo: Kampf um die Zukunft, Halo 2 sowie Halo 3 und Akira Yamaoka mit der Silent-Hill-Serie. Andere Einträge nennen vor allem Plattform- oder Epochenbezüge, etwa frühe Intellivision-Spiele bei Russell Lieblich, verschiedene Spiele für das Sega Master System und das Sega Mega Drive bei Matt Furniss oder zahlreiche Spiele für den C64 bei Rob Hubbard.
Damit ist die Übersicht keine vollständige Geschichte der Spielmusik und bewertet die einzelnen Komponisten nicht. Sie stellt Namen, Studios und ausgewählte Werke nebeneinander und macht sichtbar, wie eng Komponisten oft an bestimmte Serien, Entwicklerstudios, Plattformen oder Spielgenerationen gebunden sind.