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Wikipedia · einfach zusammengefasst · Stand

Lina Oravec

Ihre Forschungsschwerpunkte sind Musik in der Grundschule, inklusives Klassenmusizieren ... Selbstkonzepte fachfremd unterrichtender Musiklehrerinnen und …

Inhalt4 Abschnitte
  1. 1. Überblick
  2. 2. Ausbildung und beruflicher Weg
  3. 3. Forschungsschwerpunkte
  4. 4. Ausgewählte Veröffentlichungen

Überblick

Lina Oravec, geboren Hammel, ist eine deutsche Musikpädagogin. Sie wurde etwa 1981/1982 geboren und forscht und lehrt an der Universität Koblenz. Musikpädagogik beschäftigt sich mit dem Lernen und Lehren von Musik, besonders in Schule und Unterricht.

Für Schülerinnen und Schüler ist an Oravecs Arbeit vor allem wichtig, dass sie Themen der musikalischen Bildung in der Grundschule untersucht. Dazu gehören Musikunterricht durch Lehrkräfte ohne spezielles Musikfachstudium, inklusives Klassenmusizieren und die Verbindung zwischen elementarer und schulischer Musikpädagogik.

Ausbildung und beruflicher Weg

Oravec wurde am Niederrhein geboren. Von 1998 bis 1999 war sie als Austauschschülerin ein Jahr an der Santa Teresa High im kalifornischen San Jose. Von 2002 bis 2006 studierte sie Lehramt Primarstufe an der Universität zu Köln. Während dieses Studiums verbrachte sie 2004 ein Erasmus-Semester an der Masaryk-Universität im tschechischen Brünn.

2011 promovierte sie an der Universität zu Köln bei Anne Niessen und Thomas Ott. Ihre Dissertation trug den Titel Selbstkonzepte fachfremd unterrichtender Musiklehrerinnen und Musiklehrer an Grundschulen. Danach absolvierte sie von 2011 bis 2012 das Referendariat für Primarstufe und Sekundarstufe I in Hamburg. Von 2013 bis 2015 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Bremen. Seit 2015 ist sie Professorin für Musikpädagogik an der Universität Koblenz.

Seit 2016 ist Oravec eine der Herausgeberinnen der Zeitschrift Beiträge empirischer Musikpädagogik. Außerdem vertritt sie die Universität Koblenz im Landesmusikrat Baden-Württemberg.

Forschungsschwerpunkte

Oravecs Forschung konzentriert sich auf Musik in der Grundschule. Ein wichtiger Bereich ist inklusives Klassenmusizieren, also gemeinsames Musizieren im Klassenverband, bei dem unterschiedliche Voraussetzungen der Schülerinnen und Schüler berücksichtigt werden.

Ein weiterer Schwerpunkt ist fachfremd erteilter Musikunterricht. Damit ist Musikunterricht gemeint, der von Lehrkräften gegeben wird, die nicht speziell für das Fach Musik ausgebildet sind. Außerdem arbeitet Oravec zur Schnittstelle zwischen Elementarer Musikpädagogik und schulischer Musikpädagogik. Elementare Musikpädagogik befasst sich mit grundlegenden musikalischen Erfahrungen und Lernprozessen, schulische Musikpädagogik mit Musiklernen im Unterricht.

Zu ihren Methoden gehört qualitativ-empirische Unterrichtsforschung. Das bedeutet, dass Unterricht anhand von beobachtbaren Daten untersucht wird, wobei qualitative Verfahren vor allem auf Beschreibungen, Deutungen und Zusammenhänge zielen.

Ausgewählte Veröffentlichungen

Zu Oravecs ausgewählten Schriften gehört ihre Dissertation Selbstkonzepte fachfremd unterrichtender Musiklehrerinnen und Musiklehrer an Grundschulen. Eine Grounded-Theory-Studie, erschienen 2011 im Lit-Verlag in Münster/Berlin, ISBN 978-3-643-11454-9. Eine Grounded-Theory-Studie ist eine qualitative Forschungsmethode, bei der theoretische Aussagen aus dem untersuchten Material entwickelt werden.

Zusammen mit Anne Weber-Krüger gab Oravec den Band Musiklernen in der Grundschule. Impulse aus Elementarer und schulischer Musikpädagogik heraus. Das Buch erschien 2016 im Verlag Die Blaue Eule in Essen, ISBN 3-89924-405-2.