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Landesverband der Freien Berufe Baden-Württemberg

Acht Ausbildungsberufe sind im Zuständigkeitsbereich der Freien Berufe angesiedelt. Der Verband vergibt zusammen mit dem Ministerium für Wirtschaft, Arbeit …

Inhalt5 Abschnitte
  1. 1. Überblick
  2. 2. Bedeutung des Wirtschaftsbereichs
  3. 3. Aufgaben und Ziele
  4. 4. Ausbildung und Projekte
  5. 5. Mitgliederstruktur

Überblick

Der Landesverband der Freien Berufe Baden-Württemberg e. V. (LFB) ist die Spitzenorganisation der Freien Berufe in Baden-Württemberg. Er vertritt als Zusammenschluss von 44 Kammern und Verbänden die gemeinsamen berufspolitischen Interessen dieses Wirtschaftsbereichs gegenüber Politik, Verwaltung und Öffentlichkeit.

Der Verband wurde 1949 gegründet und hat die Rechtsform eines eingetragenen Vereins. Sein Sitz beziehungsweise seine Geschäftsstelle befindet sich in Stuttgart und ist bei der Landesärztekammer Baden-Württemberg angesiedelt. Präsident ist Björn Demuth; Ehrenpräsident ist Franz Longin.

Bedeutung des Wirtschaftsbereichs

Die Freien Berufe gehören zur Dienstleistungswirtschaft und bilden in Baden-Württemberg einen wichtigen mittelständischen Wirtschaftsbereich. Im Bundesland gibt es knapp 178.000 selbstständige Freiberuflerinnen und Freiberufler. Das entspricht einem Drittel aller Unternehmen.

Die selbstständigen Freiberufler beschäftigen in Apotheken, Büros, Kanzleien und Praxen insgesamt über 565.000 Erwerbstätige. Sie repräsentieren 10,2 Prozent des baden-württembergischen Bruttoinlandsprodukts.

Auch für die Ausbildung sind die Freien Berufe wichtig: Mit fast 30.000 Auszubildenden sind sie der drittgrößte Ausbildungsbereich in Baden-Württemberg. Davon befinden sich 16.000 Auszubildende in originärer Zuständigkeit der Kammern der Freien Berufe.

Aufgaben und Ziele

Die satzungsgemäße Aufgabe des LFB ist die übergreifende berufspolitische Interessenvertretung der Freien Berufe gegenüber Landespolitik und Öffentlichkeit. „Berufspolitisch“ bedeutet hier, dass es um Regeln, Rahmenbedingungen und Interessen der jeweiligen Berufe geht.

Der Verband setzt sich für die Erhaltung und den Ausbau des Freien Berufes ein. Außerdem will er die rechtlichen, wirtschaftlichen und ethischen Grundlagen der Tätigkeiten von Angehörigen der Freien Berufe sichern. Ethische Grundlagen beziehen sich auf berufliche Verantwortung und Grundsätze des Handelns.

Der LFB fördert außerdem die qualifizierte Aus-, Fort- und Weiterbildung der Freiberufler und ihrer Mitarbeiter. Über den Bundesverband der Freien Berufe (BFB) vertritt er freiberufliche Interessen auch auf Bundes- und europapolitischer Ebene.

Ausbildung und Projekte

Ein Schwerpunkt des Verbands ist die berufliche Ausbildung. Acht Ausbildungsberufe liegen im Zuständigkeitsbereich der Freien Berufe.

Der LFB vergibt gemeinsam mit dem Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg, dem Baden-Württembergischen Handwerkstag (Handwerk BW) und dem Baden-Württembergischen Industrie- und Handelskammertag (BWIHK) den Landesausbilderpreis Baden-Württemberg.

Außerdem ist der Verband Partner des Bündnisses zur Stärkung der beruflichen Ausbildung und des Fachkräftenachwuchses 2023 bis 2027.

Mitgliederstruktur

Dem LFB gehören 44 Kammern und Verbände der Freien Berufe in Baden-Württemberg an. Diese Mitglieder werden in mehrere Gruppen gegliedert: freie Heilberufe, freie Rechts-, Wirtschafts- und steuerberatende Berufe, freie Technische und Naturwissenschaftliche Berufe sowie freie Kulturberufe.

Damit bündelt der Verband unterschiedliche Berufsgruppen, die selbstständig oder fachlich unabhängig Dienstleistungen erbringen, und vertritt ihre gemeinsamen Interessen auf Landesebene.