Wikipedia · einfach zusammengefasst · Stand
Kavitation (Biologie)
Medizinische Kavitation tritt vor allem in der Lunge auf und wird dort als Kaverne bezeichnet. Kavernen können zum Beispiel bei Tuberkulose oder Lungenkrebs …
Inhalt3 Abschnitte
Bedeutung der Kavitation
Kavitation bezeichnet in Biologie und Medizin allgemein die Bildung von Aushöhlungen in Geweben und Organen. Je nach Fachgebiet meint der Begriff unterschiedliche Vorgänge: In Pflanzen entstehen Gasblasen in Leitgeweben; in der Medizin können krankhafte Hohlräume oder durch Ultraschall ausgelöste physikalische Effekte gemeint sein.
Gasblasen im Xylem von Pflanzen
In der Botanik sind Kavitation oder Embolie meist Gasblasen im Xylem, dem Gewebe für den Wassertransport der Pflanze. Diese Gasblasen beeinträchtigen den Wasserstrom. Untersuchungen mit empfindlichen Schalldetektoren zeigen, dass Kavitationen bei Pflanzen nicht ungewöhnlich sind.
Der Wasserstrom wird normalerweise über benachbarte Gefäßelemente umgeleitet. Änderungen des Wasserpotentials und damit verbundene Überdrücke können Kavitationen beseitigen.
Kavitation in Medizin und Zoologie
In der Medizin bedeutet Kavitation die Bildung atypischer, oft krankheitsbedingter Aushöhlungen in einem Organ. Sie tritt besonders in der Lunge auf; ein solcher Hohlraum heißt Kaverne. Kavernen können beispielsweise bei Tuberkulose oder Lungenkrebs entstehen.
Niederfrequente, gebündelte Ultraschallwellen können im Körper eine physikalische Kavitation auslösen. Sie kann schädliche thermische oder mechanische Wirkungen im Gewebe verursachen, bis hin zur Gewebezerstörung. Bei Schönheitsoperationen wird diese Wirkung zur Reduktion von Fettzellen eingesetzt.