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Ihr seid natürlich eingeladen

Ihr seid natürlich eingeladen ist eine deutsche Fernseh-Filmkomödie von Thomas Nennstiel aus dem Jahr 2018 mit Andrea Sawatzki und Axel Milberg in den …

Inhalt5 Abschnitte
  1. 1. Einordnung
  2. 2. Hochzeit unter schwierigen Vorzeichen
  3. 3. Pannen und abgesagte Trauung
  4. 4. Herstellung und Ausstrahlung
  5. 5. Zuschauerzahlen und Kritik

Einordnung

„Ihr seid natürlich eingeladen“ ist eine deutsche Fernseh-Filmkomödie aus dem Jahr 2018. Sie ist die dritte Folge der Reihe Familie Bundschuh und dauert 90 Minuten; die Altersfreigabe beträgt FSK 12. Regie führte Thomas Nennstiel, das Drehbuch schrieb Alexander Dydyna. Andrea Sawatzki spielt Gundula Bundschuh, Axel Milberg ihren Mann Gerald.

Der Film beruht wie die beiden Vorgänger „Tief durchatmen, die Familie kommt“ (2015) und „Von Erholung war nie die Rede“ (2017) auf den Bundschuh-Büchern von Andrea Sawatzki. Inhaltlich verbindet er eine Familienfeier mit Konflikten, Missverständnissen und komischen Pannen. Im Dezember 2019 folgte als vierte Verfilmung „Wir machen Abitur“.

Hochzeit unter schwierigen Vorzeichen

Die Familie Bundschuh trauert um Gundulas Vater Edgar, der nach jahrelanger Demenz gestorben ist. Zu diesem Anlass reist der älteste Sohn Rolfi aus Amerika an, wo er seit einigen Jahren studiert. Kurz darauf teilt er mit, dass er schon in der folgenden Woche in Berlin heiraten werde. Seine Familie kennt seine Freundin aus Amerika noch nicht, will aber mitfeiern.

Gundula organisiert deshalb ein Gartenfest und übernimmt die umfangreichen Vorbereitungen. Sie holt das Familienporzellan hervor, bestellt ein großes Partyzelt und reserviert mit Gerald dreizehn Hotelzimmer, weil angeblich so viele Gäste aus Amerika erwartet werden. Rose, Gundulas Tante, bleibt mit ihrem Mann Hadi bis zur Hochzeit in Berlin, obwohl Gundula befürchtet, dass die Verwandten sich bei ihr einquartieren und ihr zusätzliche Arbeit machen.

Beim Empfang stellt sich heraus, dass Gerald die Zahl der Gäste mit dem Ankunftstag verwechselt hat: Statt dreizehn Personen kommen nur Rolfis hochschwangere Braut Candy, ihr Vater Reginald und dessen Haushälterin Consuela. Das Kennenlernen bei Brunch und Kaffeetrinken verläuft angespannt. Gundula verärgert ihre Mutter, Geralds Mutter Susanne fällt durch zunehmenden Alkoholkonsum auf, und Rose zeigt großes Interesse an Reginald. Reginald telefoniert wiederholt aufgeregt mit jemandem in Amerika.

Pannen und abgesagte Trauung

Ricarda behauptet, die Familie Shoemaker sei pleite und Candy sei für Rolfi keine reiche Partie. Gerald erstellt daraufhin mit Rolfi einen Finanzplan und zweifelt, ob dieser als Student eine Familie finanzieren kann. Beim Polterabend verbessert sich die Stimmung zunächst: Gerald und Reginald entdecken ihre gemeinsame Begeisterung für Musik, während Rose fast nur noch mit Reginald tanzt.

Dann gerät eine Hecke neben dem Grill in Brand; der Schuppen der Nachbarn wird beschädigt, Feuerwehr und wegen des Lärms auch Polizei werden gerufen. Die Polizei verlangt, dass alle nicht dort wohnenden Gäste das Grundstück verlassen. Die Gesellschaft zieht deshalb in das vorreservierte Hotel. Dort schleicht Rose in Reginalds Zimmer, während Gerald sein eigenes Zimmer nicht findet und versehentlich bei Hadi im Bett landet.

Am Hochzeitstag passt nicht die ganze Gesellschaft in die Limousine. Rolfi fährt deshalb mit Candy auf einem Motorroller zum Standesamt. Die übrigen bleiben mit der Limousine am Straßenrand stecken und gehen zu Fuß weiter; Gundula ruiniert dabei ihr Festkleid, doch alle treffen rechtzeitig ein. Die Hochzeit findet trotzdem nicht statt: Nach einem weiteren Telefonat streiten Reginald und Candy. Rolfi erkennt, dass er Candy nicht heiraten will. Er hatte sich in Amerika sofort in sie verliebt, nachdem der Vater ihres Kindes sie verlassen hatte. Reginald hatte diesen Exfreund zum Einlenken bewegen wollen und erreicht dies schließlich. Beide Familien sind mit dem Ausgang zufrieden. Einige Wochen später stellt Rose fest, dass sie schwanger ist, und fragt sich, wer der Vater sein könnte.

Herstellung und Ausstrahlung

Produziert wurde der Film von der Ziegler Film GmbH. Regina Ziegler und Gabriele Lohnert übernahmen die Produktion; die Musik stammt von Jacki Engelken, die Kameraarbeit von Reiner Lauter und der Schnitt von Marco Baumhof.

Gedreht wurde vom 12. September 2017 bis zum 13. Oktober 2017 in Berlin und Umgebung. Die Fernseh-Erstausstrahlung lief am 28. Mai 2018 zur Hauptsendezeit im ZDF.

Zuschauerzahlen und Kritik

Bei der Erstausstrahlung am 28. Mai 2018 sahen den Film im ZDF 5,28 Millionen Zuschauer zur Primetime. Das entsprach 20,1 Prozent Marktanteil und bedeutete den Tagessieg. Bei den 14- bis 49-Jährigen lag der Marktanteil bei 9,4 Prozent.

Die angeführten Kritiken fielen überwiegend negativ aus. Tilmann P. Gangloff schrieb bei tittelbach.tv, der Balanceakt der früheren Verfilmungen funktioniere beim dritten Film nicht mehr und die Komödie kippe zu oft ins Klischee; die Figuren wirkten nicht überspitzt, sondern nur übertrieben. Julian Miller von Quotenmeter.de sah die afroamerikanische Schwiegerfamilie in spe weniger als Ausgangspunkt einer Culture-Clash-Komödie, sondern als Auslöser für Konflikte innerhalb der Familie Bundschuh. Heike Huppertz von der FAZ kritisierte fehlenden Charme und Verstand sowie vorhersehbare Slapstickwendungen. Harald Keller schrieb in der Frankfurter Rundschau, viele Gags seien vorhersehbar; auch die ernsteren Themen Trauerbewältigung, latenter und offener Rassismus sowie Sexualprobleme würden nur oberflächlich behandelt.