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Home Assistant

Home Assistant ist eine kostenlose und quelloffene Software zur Hausautomation, die als zentrales Steuerungssystem in einem Smart Home oder Smart House …

Inhalt6 Abschnitte
  1. 1. Überblick
  2. 2. Entwicklung und Zielsetzung
  3. 3. Integration verschiedener Systeme
  4. 4. Datenschutz und Kontrolle
  5. 5. Automatisierung und Erweiterungen
  6. 6. Cloud, Aufbau und Installation

Überblick

Home Assistant ist eine kostenlose und quelloffene Software zur Hausautomation. Sie dient als zentrales Steuerungssystem für ein Smart Home oder Smart House. Die Software ist in Python geschrieben, steht unter der Apache-Lizenz Version 2.0 und legt den Schwerpunkt auf lokale Steuerung und Privatsphäre. Als Kategorie wird sie dem Smart Home und dem Internet der Dinge zugeordnet.

Home Assistant unterstützt sehr viele Geräte und Systeme. Der Artikel nennt über 2200 modulare Plug-ins mit Integrationen zu verschiedenen IoT-Technologien, Systemen und Diensten. Solche Integrationen verbinden Home Assistant mit Geräten oder Online-Diensten. Damit können zum Beispiel Beleuchtung, Klimatisierung, Unterhaltungssysteme und andere Geräte gesteuert werden. Ausgelöst werden Aktionen durch Automatisierungen, Skripte, Sprachbefehle, mobile Apps oder über die webbasierte Benutzeroberfläche, also das Front-End.

Das Projekt begann im September 2013. Im November 2013 wurde die Kernfunktionalität erstmals auf GitHub veröffentlicht. Die aktuelle Version im Artikel ist 2026.8 vom 5. August 2026. Als Betriebssystem wird eine Software Appliance bzw. Virtual Appliance auf Linux genannt, als Programmiersprache Python 3.11. Es gibt kostenlose und quelloffene Begleitanwendungen für Android und iOS, also für iPhone und iPad.

Home Assistant ist auch wegen seiner großen Entwicklergemeinschaft bedeutsam. Im Mai 2020 hatten mehr als 1.930 Entwickler zum Kern des Projekts beigetragen. Im GitHub „State of the Octoverse“ 2019 wurde Home Assistant nach der Zahl aktiver Mitwirkender als zehntgrößtes Open-Source-Projekt auf GitHub gelistet. Für 2019 nennt der Artikel Beiträge von mehr als 63.000 Mitwirkenden.

Entwicklung und Zielsetzung

Home Assistant wurde 2013 von Paulus Schoutsen ins Leben gerufen. 2017 kamen Add-ons von Franck Nijhof hinzu, die im Artikel als wichtiger Bestandteil des heutigen Ökosystems beschrieben werden. 2018 wurde Home Assistant OS von Pascal Vizeli ergänzt, um den Einstieg in ein Smart Home mit Home Assistant möglichst einfach zu machen.

Ebenfalls 2018 gründeten Paulus Schoutsen und Pascal Vizeli die Nabu Casa, Inc. Anfang 2024 beschäftigte Nabu Casa laut Artikel über 30 Software-Entwickler, die wesentlich zur Weiterentwicklung von Home Assistant beitragen. Im April 2024 wurde Home Assistant offiziell in die neu gegründete Open Home Foundation überführt. Ziel war es, Partnerschaften mit anderen Systemen oder Geräteherstellern leichter umzusetzen. Zugleich rückte das Ziel eines offenen und datenschutzfreundlichen Smart Homes stärker in den Mittelpunkt.

Der Artikel weist darauf hin, dass der Abschnitt zur Entstehung und zu Besonderheiten nicht ausreichend mit Belegen ausgestattet ist. Angaben ohne ausreichenden Beleg könnten demnach entfernt werden. Für eine Zusammenfassung bedeutet das: Die genannten Daten und Personen sind Teil des Artikels, sollten aber als Angaben aus einem teilweise als unbelegt markierten Abschnitt verstanden werden.

Home Assistant entstand laut Artikel, um typische Probleme der Hausautomatisierung zu lösen. Viele dieser Probleme sind für Laien beim Kauf schwer zu erkennen. Sie zeigen sich oft erst, wenn man Geräte nutzt, an Grenzen stößt oder sich vorher ausführlich informiert.

Integration verschiedener Systeme

Ein zentrales Problem im Smart Home ist die Vielfalt verschiedener Ökosysteme. Es gibt offene Standards wie Z-Wave oder ZigBee, die schon kurz nach der Jahrtausendwende entwickelt wurden. Trotzdem nutzen manche Hersteller eigene, meist proprietäre Lösungen. Proprietär bedeutet: Die Technik ist an einen Hersteller oder ein geschlossenes System gebunden und nicht vollständig offen.

Geschlossene Plattformen können für Hersteller wirtschaftlich vorteilhaft sein, schränken aber Nutzer ein. Wer weitere Sensoren, Schalter oder andere Geräte hinzufügen will, kann in solchen Systemen oft nur Produkte desselben Herstellers oder sogar derselben Produktserie verwenden. Dadurch wird die Auswahl kleiner. Manche gewünschte Anwendung ist gar nicht möglich, wenn der Hersteller das passende Produkt nicht anbietet.

Home Assistant setzt hier als vereinheitlichende Plattform an. Es bietet eine einzige Oberfläche für tausende Geräte verschiedener Hersteller. Neben der zentralen Verwaltung können Geräte verschiedener Hersteller miteinander interagieren, obwohl diese Interaktion ursprünglich nicht vorgesehen war. Ein Beispiel aus dem Artikel: Ein Fenstersensor von Hersteller A kann beim Öffnen eines Fensters ein Signal an einen Heizkörperthermostat von Hersteller B senden, damit dieser die Heizung abstellt.

Home Assistant unterstützt außerdem gängige offene Standards. Daher ist es nicht nur als Verbindungsschicht für bereits vorhandene proprietäre Systeme interessant. Man kann Home Assistant auch nutzen, um von Anfang an eine offenere Smart-Home-Plattform aufzubauen, wenn man Komponenten kauft, die zum Beispiel mit Z-Wave kompatibel sind.

Datenschutz und Kontrolle

Viele Smart-Home-Systeme werden über geschlossene Apps verwaltet. Solche Apps sammeln laut Artikel nicht selten viele Daten und übermitteln sie teils an Hersteller, teils an Dritte. Das kann ein Risiko für Datenschutz und Sicherheit sein. Experten bewerten solche Datensammlungen kritisch, weil sie auch gegen den Besitzer verwendet werden können und die Erfassung sehr privater Details möglich ist.

Häufig bieten Plattformen Cloudfunktionen an oder setzen sie sogar voraus. Eine Cloudfunktion bedeutet, dass Dienste über Server des Anbieters laufen. Nutzer müssen dafür meist ein Konto erstellen und persönliche Daten angeben. Aus Nutzersicht kann eine Herstellercloud praktisch wirken, weil Geräte zentral und von überall steuerbar sind und oft wenig technisches Wissen nötig ist. Gleichzeitig entsteht Abhängigkeit vom Anbieter. Wenn sich Bedingungen ändern, Kosten steigen, Funktionen wegfallen oder der Anbieter den Dienst einstellt, können Geräte nur noch eingeschränkt oder gar nicht mehr nutzbar sein. Als Beispiel nennt der Artikel Google, das angekündigt hatte, Dienste in der Google Cloud für IoT-Geräte ab August 2023 einzustellen, ohne eine Alternative anzubieten.

Home Assistant wird dagegen vom Nutzer selbst betrieben, also „On-Prem“. Das bedeutet, dass die Installation lokal unter eigener Kontrolle läuft. Der Nutzer entscheidet, ob Home Assistant über das Internet erreichbar sein soll oder nur lokal genutzt wird. Eine rein lokale Nutzung kann die Sicherheit erhöhen. Wenn ein Zugriff über das Internet eingerichtet wird, gibt es verschiedene Möglichkeiten zur Absicherung, etwa ein VPN. Dann ist die Anwendung nicht direkt von außen erreichbar.

Für Home Assistant selbst fallen keine Abo-Gebühren an, und man ist nicht grundsätzlich auf externe Dienste angewiesen. Nutzer entscheiden auch selbst, ob und wann Updates eingespielt werden. Zusätzlich gibt es eine kostenpflichtige Verbindung über Server von Nabu Casa.

Automatisierung und Erweiterungen

Automatisierungen sind ein wichtiger Bestandteil von Home Assistant. Sie ermöglichen, dass bestimmte Ereignisse automatisch Reaktionen auslösen. Sogenannte „Blueprints“ bieten vorgefertigte Automatisierungen und sollen den Einstieg erleichtern.

Eine Automatisierung besteht grundsätzlich aus drei Komponenten. Der Trigger löst ein Ereignis aus, zum Beispiel wenn ein Bewegungsmelder erkennt, dass eine Person den Raum betreten hat. Danach kann eine Bedingung geprüft werden, etwa ob die Sonne bereits untergegangen ist und es deshalb dunkel ist. Bedingungen sind optional; ohne Bedingung wird die Aktion immer ausgeführt. Wenn die Bedingung zutrifft, löst Home Assistant eine zuvor festgelegte Aktion aus, zum Beispiel das Einschalten einer bestimmten Lampe.

Das Beispiel im Artikel zeigt den Nutzen: Die Beleuchtung eines Zimmers wird nur eingeschaltet, wenn jemand den Raum betritt und es dunkel ist. Im Vergleich zu klassischer Elektronik sind solche Abläufe flexibler. Ein direkt an eine Lampe angeschlossener Bewegungsmelder kann zwar ebenfalls Licht schalten, ist aber statischer. Soll später eine weitere Lampe ergänzt werden, können Kabel oder neue Komponenten nötig sein. In Home Assistant lassen sich Abläufe zentral und dynamisch ändern. Ein Funkschalter kann zum Beispiel so programmiert werden, dass er eine Lampe manuell schaltet, die bisher nur durch einen Bewegungsmelder gesteuert wurde.

Die Funktionalität von Home Assistant kann über Add-ons erweitert werden. Diese lassen sich per Mausklick über die zentrale Verwaltungsoberfläche installieren. Weil Home Assistant quelloffen ist, können Nutzer grundsätzlich eigene Erweiterungen schreiben, die Software selbst erweitern oder Fehler korrigieren. Bei der Installation von Add-ons werden im Hintergrund Docker-Container installiert; dafür ist eine Installation mit Supervisor erforderlich.

Cloud, Aufbau und Installation

Unter dem Namen Home Assistant Cloud bietet Nabu Casa, Inc. einen kostenpflichtigen Dienst an. Damit können Nutzer ihr lokales Smart Home besonders einfach von unterwegs erreichen. Mit entsprechendem Wissen ist ein Zugriff von unterwegs auch ohne diesen Dienst möglich. Deshalb wird das Angebot von einigen Anwendern kritisiert. Zugleich finanziert Nabu Casa mit den Einnahmen die professionelle Weiterentwicklung von Home Assistant und beschäftigt dafür Entwickler. Der Artikel nennt daher sowohl kritische als auch wohlwollende Stimmen.

Die Architektur von Home Assistant besteht aus drei Komponenten. Home Assistant Core enthält die eigentliche Kernfunktionalität: die Interaktion mit dem Benutzer, dem Supervisor und Geräten sowie Diensten des Internet of Things. Der Home Assistant Supervisor verwaltet das Betriebssystem. Home Assistant OS enthält eine minimale Linux-Umgebung, auf der Supervisor und Core ausgeführt werden.

Bei der Installation gibt es laut Artikel vor allem zwei Wege. Die Installation des Operating Systems ist die einfach empfohlene Variante und eignet sich besonders für den Raspberry Pi. Home Assistant Container kann in jeder OCI-kompatiblen Umgebung installiert werden, zum Beispiel mit Docker, und besteht im Wesentlichen aus Core.

Die Installation von Home Assistant Core in einer virtuellen Python-Umgebung und die Installation von Home Assistant Supervised auf Debian werden seit Version 2015.12 nicht mehr unterstützt. Empfohlen wurde eine Migration auf Home Assistant OS oder Home Assistant Container. Installiert werden kann Home Assistant auf verschiedenen Geräten, darunter Home Assistant Green, Raspberry Pi, Odroid, x64-Geräte und ASUS Tinker Board. Auch eine Installation in einer Virtual Machine ist möglich. Als ähnliche Systeme nennt der Artikel FHEM, ioBroker und openHAB.

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