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HIPO-Diagramm

Das Diagramm orientiert sich am sogenannten EVA-Prinzip (Eingabe – Verarbeitung – Ausgabe). EVA-Prinzip bei der Umwandlung von Wechsel- in Gleichstrom in einem …

Inhalt4 Abschnitte
  1. 1. Definition und Grundprinzip
  2. 2. Einsatz und Aufbau
  3. 3. Vorteile und Anwendungsbereiche
  4. 4. Grenzen

Definition und Grundprinzip

Das HIPO-Diagramm (Hierarchy plus Input-Process-Output) stellt grafisch dar, welche Funktionen ein System ausführt. Es folgt dem EVA-Prinzip: Eingabe (E), Verarbeitung (V) und Ausgabe (A). Dabei werden benötigte Daten eingegeben, durch einen Prozess verarbeitet und als neue Daten ausgegeben.

Einsatz und Aufbau

HIPO wurde um 1970 von IBM als Hilfe beim Entwurf und bei der Dokumentation von Software entwickelt. Unter der Bezeichnung „DV-Verfahrenstechnik“ wurde es zu einer umfassenden Methode für die Beschreibung betrieblicher Geschäftsprozesse ausgebaut, einschließlich der Verbindung zur Semantischen Datenmodellierung.

In der betriebswirtschaftlichen Geschäftsprozessmodellierung beschreibt ein HIPO- oder EVA-Diagramm betriebliche Funktionen als „Benötigte Daten“ (E), Verarbeitungsprozesse (V) und „Erzeugte Daten“ (A). Die Funktionen werden auf mehreren hierarchischen Ebenen dargestellt und schrittweise verfeinert. Dazu dienen Übersichtsdiagramme und Detaildiagramme.

Die Darstellung gliedert sich in ein Funktionsdiagramm und ein Ebenendiagramm mit Eingabe und Prozess. Für jede Funktion wird ein Übersichtsdiagramm angelegt; mehrere Detaildiagramme zeigen die Verflechtungen von Eingaben und Ausgaben.

Vorteile und Anwendungsbereiche

Mit HIPO können Fachabteilungen Anforderungen ohne spezielle Begriffe der elektronischen Datenverarbeitung formulieren. Auch sehr komplexe Abläufe lassen sich hierarchisch strukturieren.

Die Methode eignet sich für Batch-Abläufe beziehungsweise Stapelverarbeitung, für Abläufe in Videospielen und für technische Programme wie Gerätetreiber. Programme können bis zur Funktionsebene gegliedert werden. Aus dem Diagramm lässt sich außerdem die Komplexität eines Programms abschätzen.

Grenzen

Bei einer schrittweisen Verfeinerung kann die Darstellung schnell unübersichtlich werden. Außerdem lassen sich Datenrückflüsse im HIPO-Diagramm nicht darstellen: HIPO bildet Programmflüsse ab, nicht Datenflüsse.

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