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Götz Lemberg
Götz Lemberg (* 12. Januar 1963 in Frankfurt am Main) ist ein deutscher Künstler. Götz Lemberg: Cdf light – Lichtinstallation vor dem Pommerschen …
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Künstlerisches Profil und Arbeitsweise
Götz Lemberg (* 12. Januar 1963 in Frankfurt am Main) ist ein deutscher Künstler, der vor allem mit Licht-, Klang- und Raumarbeiten arbeitet. Seine Kunst untersucht, wie Realität durch Wahrnehmung entsteht. Mit Alltagserscheinungen und abstrakten Formen schafft er Erfahrungsräume, welche gewohnte Erwartungen beim Sehen und Hören infrage stellen. Dadurch sollen das Sehen und Hören selbst bewusst wahrnehmbar werden.
Seine Arbeitsweise richtet sich nach den Bedingungen des jeweiligen Ortes, etwa Architektur, Raum oder Licht. Dabei übersetzt er beispielsweise Klang in Farbphänomene, löst Schrift in Farblinien auf oder verwandelt Architektur in Farbräume. Seit 2012 beschäftigt er sich verstärkt mit den Spektralfarben Rot, Grün und Blau sowie mit Fotografie. Er lebt und arbeitet in Berlin.
Fotografische Flussprojekte und Installationen
Ein wichtiger Teil seiner fotografischen Arbeit sind die Flüsse Oder, Havel und Spree in Berlin und Brandenburg. Lemberg zeigt sie als großformatige Schein-Panoramen. Diese bestehen aus „Cuts“, also Wirklichkeitsausschnitten, die jeweils von der Flussmitte aus in regelmäßigen Abständen aufgenommen und zusammengesetzt werden.
Beispiele für Einzelausstellungen sind „H_V_L–Cuts“ (2015 in der Kunsthalle Brennabor in Brandenburg an der Havel und 2016 unter anderem im Schloss Caputh), „Konstruierte Wirklichkeit – Die Mark ist heute Bundesland“ (2019, St. Marienkirche Frankfurt/Oder) sowie „Oder-Cuts, Porträt einer Flussgrenzlandschaft“ (2022–24). Letztere wurde unter anderem in Neuhardenberg, Stettin, Greifswald, Potsdam und Breslau gezeigt. Licht- und Klanginstallationen präsentierte er beispielsweise 1997 mit „Klänge der Stille“ in Berlin, 2009 mit „Weiss“ im Kunstmuseum Stuttgart und 2025 mit „dunkel – licht“ in der Markuskirche Hannover.
Hörstücke und Rundfunkarbeiten
Lemberg arbeitet auch als Komponist und Autor von Hörstücken für das Radio. Seine Werke wurden unter anderem von Radio Bremen, HR, Deutschlandradio Kultur, RBB, SWR, DLF und dem Finnischen Nationalen Sender Yle gesendet; außerdem nahm er an zahlreichen Festivals teil.
Zu seinen Rundfunkarbeiten gehören „Blaue Sinfonie, Eine Klanggeschichte“ (2001, Radio Bremen und Deutschlandfunk), „Liebes, Spiel!“ (2002, Radio Bremen) und „Klangraum, Marionettentheater“ (2003, NordwestRadio). Das Hörstück „El Niño – verweht, geröstet, festgefroren“ von 2007 behandelt ein globales Klimaphänomen und wurde von zahlreichen europäischen Rundfunkanstalten ausgestrahlt. 2015 entstanden die Beiträge „Der Mensch ist von Natur aus ein hörendes Wesen – Goethes lyrischer Klangkosmos“ und „Doch horch! Ein schollernd schnöder Klang …– Heines lyrischer Klangkosmos“.
Auszeichnungen und Förderungen
Für „EL NIŇO – verweht, geröstet, festgefroren. Ein Hörstück über ein globales Klimaphänomen“ erhielt Lemberg 2008 eine Nominierung für den ARD-Hörspielpreis.
Mehrfach gewann er den 1. Preis bei Wettbewerben für Kunst am Bau: 2009 für das Medienzentrum Meerbusch, 2010 für das Herz-Jesu Krankenhaus in Fulda, 2014 für das Universitätsklinikum Regensburg, 2015 für das Technologiezentrum Stade, 2016 für den Neubau des Instituts für Neurowissenschaften, Medizin und Nuklearchemie am Forschungszentrum Jülich sowie 2022 für den Neubau des Bundeswehrzentralkrankenhauses Koblenz.