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Frimaire

Der Frimaire (deutsch auch Reifmonat, Frostmonat) ist der dritte Monat des republikanischen Kalenders der Französischen Revolution.

Inhalt4 Abschnitte
  1. 1. Grundlagen
  2. 2. Aufbau und Tagesnamen
  3. 3. Beispiele für Tagesnamen
  4. 4. Umrechnung in den gregorianischen Kalender

Grundlagen

Der Frimaire, auf Deutsch auch Reifmonat oder Frostmonat, ist der dritte Monat des republikanischen Kalenders der Französischen Revolution. Er folgt auf den Brumaire; danach kommt der Nivôse. Der Name ist vom französischen Wort „frimas“ für „Raureif“ abgeleitet.

Im Aufbau des Kalenders gehört der Frimaire zum Herbstquartal, den „mois d’automne“. Er ist der dritte Monat des französischen Revolutionsjahrs. Im gregorianischen Kalender beginnt er ungefähr am 22. November und endet ungefähr am 21. Dezember.

Aufbau und Tagesnamen

Wie alle Monate des Französischen Revolutionskalenders hatte der Frimaire 30 Tage. Diese 30 Tage waren in drei Dekaden eingeteilt. Eine Dekade ist hier ein Abschnitt von zehn Tagen.

Die Tage wurden meistens nach landwirtschaftlichen Pflanzen benannt. Davon gab es zwei regelmäßige Ausnahmen: Jeder fünfte Tag einer Dekade, der Quintidi, wurde nach einem Haustier benannt. Jeder zehnte Tag, der Decadi, wurde nach einem landwirtschaftlichen Gerät benannt.

Im Frimaire wurde dieses Prinzip teilweise durchbrochen. Entgegen dem ursprünglichen Vorschlag von Fabre d’Églantine erhielten der 8. und der 11. Frimaire die Namen „Honig“ und „Wachs“. Diese Namen waren zunächst für den Nivôse vorgesehen. Dadurch verwendete die Nationalversammlung im Frimaire nicht ausschließlich Pflanzennamen.

Beispiele für Tagesnamen

Die drei Dekaden des Frimaire enthalten Tagesnamen wie Raiponce beziehungsweise Rapunzel am 1. Frimaire, Turneps Rutabaga beziehungsweise Steckrübe am 2. Frimaire, Chicorée beziehungsweise Zichorie am 3. Frimaire und Nèfle beziehungsweise Mispel am 4. Frimaire. Der 5. Frimaire ist als Quintidi nach einem Tier benannt: Cochon, also Schwein. Der 10. Frimaire ist als Decadi nach einem Gerät benannt: Pioche, also Hacke.

In der zweiten Dekade stehen unter anderem Cire, also Wachs, am 11. Frimaire, Raifort beziehungsweise Meerrettich am 12. Frimaire, Cèdre beziehungsweise Zeder am 13. Frimaire und Sapin beziehungsweise Tanne am 14. Frimaire. Der 15. Frimaire heißt Chevreuil, also Reh; der 20. Frimaire heißt Hoyau, in der Tabelle mit Axt wiedergegeben.

In der dritten Dekade finden sich zum Beispiel Érable sucre, also Zuckerahorn, am 21. Frimaire, Bruyère beziehungsweise Heidekraut am 22. Frimaire, Roseau beziehungsweise Schilfrohr am 23. Frimaire und Oseille beziehungsweise Sauerampfer am 24. Frimaire. Der 25. Frimaire heißt Grillon, also Grille, und der 30. Frimaire heißt Pelle, also Schaufel.

Umrechnung in den gregorianischen Kalender

Die Umrechnung eines Datums aus dem Frimaire in den gregorianischen Kalender richtet sich nach dem republikanischen Jahr. Die Umrechnungstafel ordnet die Tage des Frimaire den Tagen im November und Dezember bestimmter gregorianischer Jahre zu.

Ein Beispiel ist der 11. Frimaire XIII. Das Jahr XIII steht in der mittleren Tabelle; darunter ist das gregorianische Jahr 1804 angegeben. Unter dem 11. Tag des Frimaire steht die Zahl 2. Weil diese Zahl nach dem Monatsübergang von 30 auf 1 liegt, ist der Dezember gemeint. Der 11. Frimaire XIII entspricht also dem 2. Dezember 1804.

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