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Fluch des Crucible
Der Fluch des Crucible (engl.: Crucible curse oder The curse of the Crucible) bezeichnet den Umstand, dass im Snooker bisher kein Weltmeister seinen ersten …
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Bedeutung des Fluchs
Der „Fluch des Crucible“ bezeichnet eine auffällige Serie bei der Snookerweltmeisterschaft: Seit das Turnier 1977 ins Crucible Theatre in Sheffield verlegt wurde, konnte kein Spieler seinen dort gewonnenen ersten Weltmeistertitel im unmittelbar folgenden Jahr verteidigen. Der Ausdruck beschreibt also keine tatsächliche übernatürliche Wirkung, sondern diesen sportlichen Umstand.
Der letzte Spieler, der seinen ersten Weltmeistertitel erfolgreich verteidigte, war John Pulman im Jahr 1964. Damals wurde die Weltmeisterschaft noch in sogenannten Challenge Matches entschieden, bei denen der Titelverteidiger zu einem direkten Titelkampf herausgefordert wurde.
Erstmalige Weltmeister im Crucible
Der Artikel nennt 20 Spieler, die ihren ersten Weltmeisterschaftstitel im Crucible Theatre gewannen und anschließend bei der Titelverteidigung scheiterten. Die aufgeführte Tabelle enthält mit Zhao Xintong 2026 allerdings einen weiteren Fall, sodass Textangabe und Tabelle hinsichtlich der Anzahl nicht übereinstimmen.
Acht der genannten Titelverteidiger verloren bereits ihr erstes Match: Terry Griffiths 1980 gegen Steve Davis mit 10:13, Steve Davis 1982 gegen Tony Knowles mit 1:10, Dennis Taylor 1986 gegen Mike Hallett mit 6:10, Graeme Dott 2007 gegen Ian McCulloch mit 7:10, Neil Robertson 2011 gegen Judd Trump mit 8:10, Stuart Bingham 2016 gegen Ali Carter mit 9:10, Luca Brecel 2024 gegen David Gilbert mit 9:10 und Kyren Wilson 2025 gegen Lei Peifan mit 9:10.
Nur zwei erstmalige Weltmeister erreichten bei ihrer Titelverteidigung erneut das Finale: Joe Johnson verlor 1987 mit 14:18 gegen Steve Davis, Ken Doherty 1998 mit 12:18 gegen John Higgins. Spieler, die einen solchen Ersttitelverteidiger aus dem Turnier werfen, werden scherzhaft „Hüter des Fluchs“ genannt.
Weitere gescheiterte Titelverteidigungen
Mehrere erstmalige Crucible-Weltmeister kamen bei ihrer Titelverteidigung über die erste Runde hinaus, schieden aber vor dem Finale aus. Cliff Thorburn verlor 1981 im Halbfinale mit 10:16 gegen Steve Davis. Stephen Hendry unterlag 1991 im Viertelfinale Steve James mit 11:13, John Parrott 1992 ebenfalls im Viertelfinale Alan McManus mit 12:13. John Higgins verlor 1999 im Halbfinale mit 10:17 gegen Mark J. Williams.
Mark J. Williams schied 2001 im Achtelfinale mit 12:13 gegen Joe Swail aus. Ronnie O’Sullivan verlor 2002 im Halbfinale mit 13:17 gegen Stephen Hendry. Peter Ebdon unterlag 2003 im Viertelfinale Paul Hunter mit 12:13, Shaun Murphy 2006 im Viertelfinale Peter Ebdon mit 7:13. Mark Selby verlor 2015 im Achtelfinale mit 9:13 gegen Anthony McGill, Judd Trump 2020 im Viertelfinale mit 9:13 gegen Kyren Wilson. Für 2026 führt die Tabelle Zhao Xintongs Viertelfinalniederlage mit 10:13 gegen Shaun Murphy an.
Titelverteidigungen vor der Crucible-Ära
Vor dem Umzug ins Crucible Theatre gelang es nur drei Weltmeistern, ihren ersten Titel zu verteidigen: Joe Davis 1928, Fred Davis 1949 und John Pulman im ersten Challenge Match 1964.
Ray Reardon, Alex Higgins und John Spencer sind die einzigen Spieler, die sowohl vor als auch während der Crucible-Ära Weltmeister wurden. Keiner von ihnen konnte jedoch seinen ersten Weltmeistertitel oder später seinen ersten im Crucible gewonnenen Titel im jeweiligen Folgejahr verteidigen.
John Spencer schied 1970 als Titelverteidiger im Halbfinale mit 33:37 gegen Ray Reardon aus. Reardon verlor seinerseits 1971 im Halbfinale mit 15:34 gegen Spencer. Alex Higgins unterlag 1973 im Halbfinale Eddie Charlton mit 9:23.