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Florian Krobb
Streiflichter zur deutsch-jüdischen Literaturgeschichte. Selbstbild – Fremdbild – Dialog. Hildesheim 2018, ISBN 3-487-15665-2. Aufbruch nach Afrika. Studien …
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Leben und akademische Laufbahn
Florian Ulrich Krobb (* 1959 in Dortmund) ist ein deutscher Germanist. Er studierte Germanistik und Geschichte an der Universität Göttingen und wurde dort 1992 mit der Dissertation „Die schöne Jüdin: jüdische Frauengestalten in der deutschsprachigen Erzählliteratur vom 17. Jahrhundert bis zum Ersten Weltkrieg“ promoviert.
1991 wurde Krobb zum Lecturer in German an der Maynooth University ernannt. 2005 wurde er dort Professor für Germanistik. Seit 2016 ist er außerordentlicher Professor für moderne Fremdsprachen an der Universität Stellenbosch.
Seine Forschung befasst sich vor allem mit der deutsch-jüdischen Literaturgeschichte sowie mit der deutschen und österreichischen Literatur des 19. Jahrhunderts. Weitere Schwerpunkte sind die Literatur und das Denken des Fin de siècle, Geschichtsschreibung und Geschichtsdenken, Friedrich Schiller, Reiseliteratur, Kolonialismus und Literatur. Außerdem untersucht Krobb Konservativismus und Katholizismus in der Weimarer Kultur sowie die Darstellung Afrikas im deutschen Diskurs, insbesondere von der Erkundungs- bis zur Abenteuerliteratur.
Schriften und Forschungsthemen
Krobbs ausgewählte Veröffentlichungen zeigen die Verbindung seiner Forschungsschwerpunkte. Gemeinsam mit Gabriele von Glasenapp gab er 2005 „Jüdische Geschichtsbilder aus Böhmen“ heraus. Das Werk bietet eine kommentierte Edition historischer Erzählungen von Salomon Kohn und erschien als Band 56 der Reihe „Conditio Judaica“.
Seine Monografie „Vorkoloniale Afrika-Penetrationen. Diskursive Vorstöße ins „Herz des großen Continents“ in der deutschen Reiseliteratur (ca. 1850–1890)“ erschien 2017. Sie behandelt deutsche Reiseliteratur und ihre diskursiven Vorstellungen von Afrika in der Zeit von etwa 1850 bis 1890.
2018 veröffentlichte Krobb „Streiflichter zur deutsch-jüdischen Literaturgeschichte. Selbstbild – Fremdbild – Dialog“. Weitere Bücher aus dem Jahr 2021 sind „Aufbruch nach Afrika. Studien zur deutschen Anverwandlung eines kolonialen Raumes (ca. 1850–1940)“ und „„Afrikas Zukunft“. Jugend- und Abenteuerliteratur in Deutschlands „afrikanischem Jahrhundert“ (ca. 1840–1940)“. Damit untersucht er sowohl die literarische Auseinandersetzung mit deutsch-jüdischen Beziehungen als auch die deutsche literarische und kulturelle Aneignung Afrikas, besonders in Reise-, Jugend- und Abenteuerliteratur.