Wikipedia · einfach zusammengefasst · Stand
Fehlpaarung von verrutschten DNA-Strängen
Die Fehlpaarung von verrutschten DNA-Strängen ist eine Form der Mutation während der DNA-Replikation, die entweder zu einer Trinukleotid- oder Dinukleotid …
Fehlpaarung verrutschter DNA-Stränge
Die Fehlpaarung von verrutschten DNA-Strängen ist eine Mutation während der DNA-Replikation, also beim Verdoppeln der DNA. Sie kann zu einer Trinukleotid- oder Dinukleotid-Expansion führen; manchmal entsteht stattdessen eine Kontraktion. Dabei nimmt die Zahl von Wiederholungseinheiten zu oder ab.
Das Verrutschen tritt normalerweise bei repetitiven Nukleotidsequenzen auf, den Tandemwiederholungen. Das sind instabile Regionen des Genoms, in denen regelmäßig Insertionen (Einfügungen) und Deletionen (Verluste) vorkommen können. Dadurch können Neuanordnungen des Genoms entstehen.
Eine wichtige Rolle spielt die DNA-Polymerase. Dieses Enzym katalysiert hauptsächlich die Polymerisation freier Desoxyribonukleotide zu einem neu gebildeten DNA-Strang. Trifft die DNA-Polymerase auf ein direct repeat, also eine direkt wiederholte Sequenz, kann es zu einer replication slippage kommen: Die DNA-Stränge verrutschen bei der Replikation gegeneinander, wodurch Wiederholungen expandieren oder kontrahieren können.