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Eugen Englisch

Wilhelm Eugen Englisch (* 2. Oktober 1869 in Teinach; † 14. März 1905 in Stuttgart) war ein deutscher Photochemiker und Professor für Photographie an der …

Inhalt3 Abschnitte
  1. 1. Person und Bedeutung
  2. 2. Ausbildung und akademischer Weg
  3. 3. Beiträge zur wissenschaftlichen Photographie

Person und Bedeutung

Wilhelm Eugen Englisch (* 2. Oktober 1869 in Teinach; † 14. März 1905 in Stuttgart) war ein deutscher Photochemiker und Professor für Photographie an der Technischen Hochschule Stuttgart. Sein wichtigstes Ziel war es, die Photographie als Wissenschaft und als wissenschaftliche Arbeitsmethode anerkennen zu lassen.

Ausbildung und akademischer Weg

Nach dem Abitur am Realgymnasium Mannheim studierte Englisch vom Wintersemester 1887 bis 1893 Chemie an den Universitäten München, Tübingen und Hannover. 1893 promovierte er in Tübingen mit einer Arbeit über das thermoelektrische Verhalten der Amalgame zum Dr. sc. nat.

1894 arbeitete er als Assistent bei Georg Hermann Quincke in Heidelberg, 1895/1896 bei Anton Oberbeck in Tübingen. Wegen seines Gesundheitszustands musste er die regelmäßige akademische Arbeit anschließend mehrere Jahre unterbrechen.

1901 habilitierte er sich an der Technischen Hochschule Stuttgart mit der Untersuchung „Das Schwärzungsgesetz für Bromsilbergelatine“. Seine Antrittsvorlesung trug den Titel „Die Photographie als Wissenschaft“.

Beiträge zur wissenschaftlichen Photographie

1899 gründete Englisch das „Archiv für wissenschaftliche Photographie“. Seit 1903 führte er die Zeitschrift zusammen mit Karl Schaum unter dem Titel „Zeitschrift für wissenschaftliche Photographie, Photophysik und Photochemie“ fort; sie bestand bis 1970.

Sein 1905 veröffentlichtes „Photographisches Compendium“ gilt als erstes Lehrbuch der Photographie auf moderner wissenschaftlicher Grundlage.