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Ensemble für neue musik zürich
Das 1985 als Sextett (fl, kl, perc, pf, vl, vc) gegründete ensemble für neue musik zürich widmet sich ausschliesslich dem zeitgenössischen Musikschaffen.
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Profil und Arbeitsweise
Das ensemble für neue musik zürich ist ein 1985 gegründetes Ensemble für zeitgenössische Musik. Es entstand als Sextett mit Flöte, Klarinette, Schlagzeug, Klavier, Violine und Violoncello und widmet sich ausschliesslich dem aktuellen Musikschaffen.
Die Musikerinnen und Musiker planen und konzipieren ihre Programme selbst. Für einzelne Projekte laden sie passende Dirigentinnen und Dirigenten ein. Wenn es ein Werk oder Programm erfordert, wird die Stammformation durch Sängerinnen, Sänger oder weitere Instrumentalistinnen und Instrumentalisten erweitert. Künstlerische Entscheidungen, Projekte und auch finanzielle Vermarktungsrisiken werden gemeinsam von den Musikerinnen und Musikern getragen.
Künstlerische Schwerpunkte
Ein wichtiges Anliegen des Ensembles ist die Förderung noch nicht etablierter junger Komponistinnen und Komponisten aus dem In- und Ausland. Außerdem arbeitet es mit Tonkünstlerinnen und Tonkünstlern zusammen, die an den Rändern der etablierten Szene stehen.
Das Ensemble hat über 300 Uraufführungen von Komponistinnen und Komponisten aus mehr als 30 Ländern gespielt. Viele dieser Werke entstanden im Auftrag des Ensembles und sind ihm gewidmet. Zum Repertoire gehören auch Komponistenporträts, unter anderem zu George Crumb, Liza Lim, Noriko Hisada, Hanspeter Kyburz, Franz Furrer-Münch, Dieter Ammann, Johannes Harneit, Jochen Neurath, Elliott Carter, Ysang Yun, Hans Joachim Hespos, Bruno Stöckli und Lukas Langlotz. Daneben entwickelt das Ensemble thematische Konzepte wie „Memento mori“ und „ZUHOEAN“ von Christoph Coburger und Sebastian Gottschick.
Projekte und Zusammenarbeit
Das ensemble für neue musik zürich arbeitet auch in Kunst- und Jazzkontexten. Im Kunstbereich veranstaltete es unter anderem „Kunsthalle-Specials“ in der Kunsthalle Zürich, „Hommagen à Josephsohn“ in der La Congiunta in Giornico und Projekte mit Peter Regli. Im Jazzbereich arbeitete es mit Musikerinnen und Musikern wie Lucas Niggli, Nik Bärtsch, Chris Wiesendanger, Daniel Riegler, Matthias Spillmann, Philipp Schaufelberger, Dominique Girod und Tobias Meier zusammen.
Das Ensemble machte Radioaufnahmen unter anderem bei SRF2Kultur, Radio Kiew, Radio Odessa, Hongkong RTHK, BR und WDR. CD-Produktionen erschienen bei Hat Hut Records Ltd. und Musikszene Schweiz/Grammont.
Musiktheater und Auftritte
Mit seiner Theaterabteilung dieSZENEzürich wurde das Ensemble auch über die Schweiz hinaus bekannt. Zu den genannten Musiktheaterprojekten gehören P. M. Davies’ „Mad Queen-Mad King“, mehrere Werke von Daniel Mouthon wie „Finnabout“, „l’empire des choses“, „Ghostdriver“, „Air à l’en verre“ und „Liquid Crystal Display“, Daniel Fueters „Aufstand der Schwingebesen“ und „Forelle Stanley“ sowie „Keyner nit“ von Mathias Steinauer.
Durch Zusammenarbeit mit Künstlerinnen und Künstlern wie Joachim Schlömer, Herbert Wernicke, Albrecht Hirche, Sven Holm, Stefan Nolte und Anna Viebrock realisierte das Ensemble modernes, zeitgemässes Musiktheater. Es konzertiert erfolgreich in Europa, Zentralasien, China, Hongkong, Japan und Australien.
Besetzung
Die künstlerische Leitung liegt bei Nicola Romanò und Lorenz Haas.
Die genannte Besetzung umfasst Elia Pianaro an der Flöte, Manfred Spitaler an der Klarinette, Daniela Müller an der Violine, Nicola Romanò am Violoncello und Lorenz Haas am Schlagzeug. Die Klavierposition ist mit „N.N.“ angegeben, also ohne namentliche Besetzung.