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Emilia Galotti (1970)

Emilia Galotti ist eine Verfilmung des gleichnamigen Dramas von Gotthold Ephraim Lessing. ... Deutsch. Erscheinungsjahr, 1970 · Länge, 105 Minuten. Stab · Regie …

Inhalt5 Abschnitte
  1. 1. Überblick
  2. 2. Intrige des Prinzen
  3. 3. Emilias Tod
  4. 4. Gestaltung und Ausstrahlung
  5. 5. Zeitgenössische Beurteilung

Überblick

Emilia Galotti ist ein deutscher Fernsehfilm aus dem Jahr 1970 und eine Verfilmung des gleichnamigen Dramas von Gotthold Ephraim Lessing. Der 105 Minuten lange, deutschsprachige Film wurde von Ludwig Cremer inszeniert und folgt der literarischen Vorlage. Im Mittelpunkt steht der Konflikt zwischen fürstlicher Macht, bürgerlicher Moral und Emilias Angst vor Verführung.

Intrige des Prinzen

Der Prinz Hettore Gonzaga verliebt sich in die Bürgerliche Emilia Galotti, obwohl sie Graf Appiani heiraten soll. Sein Kammerherr Marinelli inszeniert deshalb einen Überfall auf das Brautpaar, um die Hochzeit zu verhindern. Appiani wird dabei getötet. Emilia gelangt anschließend auf das Lustschloss des Prinzen, wo dieser sie verführen will.

Emilias Tod

Gräfin Orsina, die ehemalige Geliebte des Prinzen, erkennt den Plan und informiert Emilias Vater Odoardo. Er möchte die Ehre seiner Tochter schützen, kann sie jedoch nicht aus der Gewalt des Prinzen befreien. Emilia hat die strengen Moralvorstellungen ihres Vaters übernommen und fürchtet die Verführung so sehr, dass sie ihn bittet, sie zu töten. Odoardo erfüllt ihren Wunsch und stellt sich danach der Gerichtsbarkeit des Prinzen. Der Prinz bereut die von ihm zu verantwortende Tat und verstößt Marinelli.

Gestaltung und Ausstrahlung

Der Südwestfunk produzierte den Film; die Erstausstrahlung erfolgte am 1. Januar 1970. Produzent war Karl Peter Biltz, Kameramann Oskar Schnirch und Cutterin Helga Brüning. Der Film verwendet den Originaltext des Dramas. Charlotte Flemmings Kostüme entsprechen der Entstehungszeit der Vorlage. Das Szenenbild von Ekkehard Grübler und Klaus Fischer gestaltet die Schauplätze dagegen nicht wirklichkeitsgetreu aus, sondern deutet sie mit grauen Kulissen wie Säulen, Treppen und Geländern nur an.

Zeitgenössische Beurteilung

Die Zeitschrift Hörzu bewertete 1971 Ludwig Cremers Inszenierung als kühl, klar und dem rund zweihundert Jahre alten, aber weiterhin wirksamen Text angemessen. Sie hob außerdem den klugen Einsatz von Farbe hervor: Die sparsame Dekoration lasse die Kostüme umso stärker zur Charakterisierung der Figuren beitragen.

Lernvideos zu Emilia Galotti (1970)

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