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Dreifuß (Chemie)

Der Dreifuß wird im chemischen Labor benutzt. Er dient zum Unterstellen, wenn der Inhalt von Tiegeln, Abdampfschalen, Bechergläsern oder ähnlichen …

Inhalt3 Abschnitte
  1. 1. Aufgabe und Grundprinzip
  2. 2. Ausführung und Stabilität
  3. 3. Auflage, Brenner und Verwendung

Aufgabe und Grundprinzip

Ein Dreifuß ist ein Laborgerät aus Metall, das im chemischen Labor als Unterlage zum Erhitzen dient. Auf ihm werden beispielsweise Tiegel, Abdampfschalen, Bechergläser und ähnliche Laborgefäße über einem Drahtnetz, einem Keramikdrahtnetz oder einem Tondreieck platziert. Das Keramikdrahtnetz wurde früher als Asbestdrahtnetz bezeichnet.

Das Gerät kann außerdem als Halterung für Trichter dienen. Trichter mit oder ohne Filtereinsatz lassen sich in den Dreifuß einstecken, damit Flüssigkeiten in ein Gefäß ablaufen können, in dem der Trichter selbst keinen ausreichenden Halt findet.

Ausführung und Stabilität

Dreifüße bestehen wegen ihrer Hitzebeständigkeit durchwegs aus Eisen. Sie sind mit einem relativ hitzebeständigen Aluminium-Lack beschichtet. Dieser Lack bietet einen gewissen Rostschutz, bleibt jedoch nur an den Stellen erhalten, die nicht direkt von den Flammen erhitzt werden.

Die drei Beine sorgen auch auf Labortischen mit Keramikfliesen und Fugen für einen sicheren, wackelfreien Stand. Die Beine bestehen typischerweise aus Rundeisen mit einem Durchmesser von 8 mm und sind etwas nach außen gestellt. Dadurch bleiben das Kippmoment und die Steifigkeit gegen Verformung auch im heißen Zustand ausreichend groß.

Es gibt zwei Bauweisen. Bei der ersten sind die Beine fest mit einem oben waagrecht liegenden Ring verschweißt. Ring und Beine bestehen aus gleichem oder ähnlich starkem Material. Bei der zerlegbaren Bauweise besteht der flache obere Ring aus noch etwas hitzebeständigerem Eisenguss. Unterhalb des Rings befinden sich drei Verdickungen mit Sacklöchern, in die die Beine leicht schräg und handfest eingeschraubt werden.

Auflage, Brenner und Verwendung

Ein leicht nachgebendes Keramikdrahtnetz verteilt die Flammenhitze gleichmäßiger und bildet auf dem Dreifuß eine geeignete Auflage für Glasgefäße mit flachem Boden. Ein konisch-bauchiger Keramiktiegel wird dagegen in einem Keramikdreieck beweglich in die Flamme gehalten.

Der Gasbrenner wird gewöhnlich so in den Dreifuß gestellt, dass er mit der rechten Hand bedient werden kann und sich dank einer Schlauch-Schlaufe herausziehen lässt. Die Höhe des Dreifußes muss so gewählt werden, dass das zu erwärmende Gefäß samt Inhalt noch optimal von der Brennerflamme, beispielsweise eines Bunsenbrenners, erhitzt wird. Bei üblichen Gasbrennern gilt eine Höhe von 220 bis 240 mm als günstig.

Eine Alternative mit gleicher Funktion ist ein typischer gusseiserner Stativring. Er wird mit einer Kreuzklemme an einem Stativ oder einer Stativstange befestigt.

Lernvideos zu Dreifuß (Chemie)

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