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Digital Music Express
Digital Music Express, kurz DMX, ist ein 1971 gegründetes Dienstleistungsunternehmen mit Hauptsitz in Austin, Texas, USA, das eine Vielzahl maßgeschneiderter …
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Unternehmen und Angebot
Digital Music Express (DMX) ist ein 1971 gegründetes Dienstleistungsunternehmen mit Hauptsitz in Austin, Texas. Es bietet maßgeschneiderte digitale Musik- und Videodienstleistungen vor allem für gewerbliche Kunden an. Dazu gehören Großunternehmen sowie Betreiber von Gaststätten, Diskotheken und Geschäften. DMX ist auf allen Kontinenten tätig.
Das Unternehmen erforscht seit Jahrzehnten, wie Musik das Verhalten von Kunden beeinflusst. In neuerer Zeit erweiterte es sein Angebot um Aromen und Geruchsstoffe. Auf Wunsch produziert DMX außerdem Wortbeiträge, Werbespots und Jingles.
Für die kommerzielle Nutzung können Musikprogramme direkt vor Ort auf Festplatten gespeichert und regelmäßig aktualisiert werden. DMX bietet etwa 400 Musikrichtungen an, die sich beliebig miteinander kombinieren lassen. Seit 2000 steht außerdem die weltweit verfügbare und ständig aktualisierte Musikdatenbank ProFusion bereit; 2005 wurden Videoclips integriert.
Entwicklung des Unternehmens
2001 fusionierte DMX, damals ein Tochterunternehmen von Liberty Digital Inc. in Los Angeles, mit AEI Music aus Seattle. Liberty hielt 56 Prozent und AEI 44 Prozent der Anteile. Das neue Unternehmen trat unter dem Namen DMX/AEI Music auf.
2006 schloss sich der europäische Zweig DMX MUSIC International mit Mood Media zur Mood Media Group zusammen. Eine geplante Fusion der US-amerikanischen DMX mit dem ebenfalls US-amerikanischen Wettbewerber Muzak Holdings LLC wurde zunächst zurückgestellt, nachdem Muzak im Februar 2009 ein Insolvenzverfahren beantragt hatte.
Frühere Musikkanäle und Übertragung
Früher war DMX vor allem für spezialisierte Nonstop-Musikkanäle für gewerbliche und private Kunden bekannt. In Europa wurden sie hauptsächlich unter dem Namen X-tra Music angeboten. Das Angebot umfasste zuletzt 47 Kanäle; bereits in den 1990er Jahren war DMX auf der ADR-Plattform vertreten.
Die Programme wurden in den USA zusammengestellt. Die Redakteure konnten dabei auf das nach Darstellung des Artikels größte Musikarchiv der Welt zugreifen. Auf den verschiedenen Kanälen liefen ungefähr 2 Millionen Musiktitel. Zum Angebot gehörten auch deutschsprachige Programme wie Schlager und Volksmusik.
Die Übertragung erfolgte über ein weltweites Satellitennetz. In Europa wurde Xtra Music über den Satelliten Astra 1 F verbreitet. Gewerbliche Kunden erhielten individuell zusammengestellte Programme direkt online. Privatkunden empfingen die gebündelten Kanalangebote, sogenannte Bouquets, über Satellit oder Kabel. Dafür benötigten sie einen handelsüblichen Decoder mit Kartenschacht; die Freischaltung erfolgte mittels Smartcard. Zu jedem Musikstück wurden Titelinformationen übertragen, die auf einem Display oder Bildschirm angezeigt werden konnten. Später wurden die Programme auch über das Internet zugeführt.
Auswahl ehemaliger Spartenkanäle
Die früheren Kanäle deckten zahlreiche Stilrichtungen, Zeiträume und regionale Musikmärkte ab. Nach Jahrzehnten gegliederte Programme waren unter anderem 70s Hits, 80s Hits und 90s Hits.
Zum Rock- und Popangebot gehörten beispielsweise Alternative, Classic Rock, Contemporary Pop, Metal, Power Hits, Rock n Roll Oldies und Softhits. Elektronische und tanzorientierte Programme umfassten Dance, Retro Dance und Techno. Jazz wurde unter anderem durch Acid Jazz, Classic Jazz, Contemporary Jazz und Smooth Jazz vertreten.
Weitere Sparten waren Blues, Classic R & B, R & B Hip Hop, Rap, Reggae, Opera, Popular Classical, Symphonic, Big Band Swing, Modern Country, Traditional Country und New Age. Regionale oder sprachbezogene Kanäle umfassten etwa Dutch Hits, Euro Hits, French Hits, German Folk, German Hits, German Rock, German Schlager, Indian Pop, Italian Contemporary, Latin Contemporary, Rock en Espanol, Turkish Pop und UK Hits.