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Dietrich Börner

... Vollkostenrechnung und der Entwicklung der Konservierungstheorie. Demnach fasste Börner in seiner Dissertation die Theorie in folgendem Satz zusammen: Da …

Inhalt2 Abschnitte
  1. 1. Werdegang und Hochschultätigkeit
  2. 2. Fachliche Beiträge und Veröffentlichungen

Werdegang und Hochschultätigkeit

Dietrich Börner (* 26. August 1933 in Saarbrücken; † 21. Oktober 2016) war ein deutscher Wirtschaftswissenschaftler und Professor an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Nach seiner Promotion zum Dr. oec. publ. 1961 an der Ludwig-Maximilians-Universität München habilitierte er sich 1966. 1967 wurde er ordentlicher Professor in Regensburg.

1971 wechselte Börner an die Westfälische Wilhelms-Universität Münster. Dort leitete er bis zu seiner Emeritierung 1998 das Institut für Unternehmensrechnung und -besteuerung. Unter seiner Leitung wurden an der Universität Münster 29 Promotionen abgeschlossen.

Von 1990 bis 1993 war Börner Vorsitzender des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultätentags. In dieser Funktion engagierte er sich besonders für die Integration der Wirtschaftsfakultäten an Universitäten der früheren DDR.

Fachliche Beiträge und Veröffentlichungen

Theodor Siegel beschrieb 1998 Börners besondere Bedeutung für die Weiterentwicklung der bilanziellen Vollkostenrechnung und für die Entwicklung der Konservierungstheorie. Vollkostenrechnung ist eine Kostenrechnung, bei der sämtliche Kosten eines Unternehmens den Leistungen beziehungsweise Produkten zugerechnet werden. Die Konservierungstheorie fasste Börner in seiner Dissertation so zusammen: Weil Fertigprodukte lagerfähig seien und daher nicht kurzfristig entwertet würden, werde das Leistungspotential der Produktionsfaktoren in ihnen konserviert.

1998 hielt Börner beim 6. Siegener Kolloquium zur Entwicklung der Rechnungslegung im internationalen Kontext einen Vortrag mit dem Titel „Kritische Analyse der Internationalisierung der kontinentalen Rechnungslegung“. Gemeinsam mit Edmund Heinen, Ekkehard Kappler, Heribert Meffert und Werner Kirsch gab er die Gabler-Schriftenreihe „Die Betriebswirtschaft in Forschung und Praxis“ heraus; darin erschienen zwischen 1966 und 1984 insgesamt 19 Bücher.

Zu seinen ausgewählten Schriften gehören die Dissertation „Direct Costing als System der Kostenrechnung“ (München 1961), die mit Norbert Krawitz verfasste „Steuerbilanzpolitik. Eine entscheidungsorientierte Analyse der Wahlrechte zur steuerlichen Gewinnermittlung“ (Herne 1977) sowie der mit Ludwig Pack herausgegebene Band „Betriebswirtschaftliche Entscheidungen bei Stagnation“ (Wiesbaden 1984).

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