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Die Legende vom Weihnachtsstern

Die Legende vom Weihnachtsstern (Originaltitel: Reisen til julestjernen, übersetzt: Die Reise zum Weihnachtsstern) ist ein norwegischer Märchenfilm des …

Inhalt3 Abschnitte
  1. 1. Einordnung und Kerndaten
  2. 2. Die Suche nach dem Weihnachtsstern
  3. 3. Vorlage und Märchenmotive

Einordnung und Kerndaten

Die Legende vom Weihnachtsstern (Originaltitel: Reisen til julestjernen, übersetzt: Die Reise zum Weihnachtsstern) ist ein norwegischer Märchen- und Weihnachtsfilm von Nils Gaup aus dem Jahr 2012. Die Handlung verbindet eine Rettungsgeschichte mit fantastischen Märchenmotiven: Die 14-jährige Sonja versucht, den Weihnachtsstern wieder zum Leuchten zu bringen und dadurch eine entführte Prinzessin zu retten.

Der 77 Minuten lange Film wurde in Finnland, Norwegen, Schweden und Frankreich produziert; die Originalsprache ist Norwegisch. Das Drehbuch schrieb Kamilla Krogsveen, die Musik komponierte Gaute Storaas. In den Hauptrollen spielen Vilde Marie Zeiner als Sonja, Anders Baasmo Christiansen als König, Agnes Kittelsen als die Hexe Melssahya, Stig Werner Moe als Graf Uldrich und Eilif Hellum Noraker als Wichtelkind Mose. Die Altersfreigaben lauten FSK 0 und JMK 0. Der deutsche Kinostart war am 14. November 2013. Die Deutsche Film- und Medienbewertung verlieh dem Film das Prädikat „wertvoll“.

Die Suche nach dem Weihnachtsstern

In einem fernen Königreich feiert die Königsfamilie Weihnachten. Über dem Schloss leuchtet der Weihnachtsstern. Die vierjährige Prinzessin Goldhaar möchte, dass er an der Spitze des Tannenbaums leuchtet. Ihre Mutter erklärt ihr jedoch, dass der Stern für alle Menschen da sei und deshalb am Himmel bleiben müsse. Wenn Goldhaar ihm später ihr Herz schenke, werde er immer über sie wachen. Die Königin schenkt ihrer Tochter zur Erinnerung ein Herz-Medaillon.

Graf Uldrich, ein böser Vetter des Königs, belauscht das Gespräch. Da er selbst den Thron anstrebt, überredet er Goldhaar, den Weihnachtsstern zu suchen. Die Prinzessin verschwindet daraufhin. Aus Kummer stirbt die Königin, und der König verflucht den Weihnachtsstern. Dieser verschwindet vom Himmel, und eine finstere Kälte legt sich über das Land. Einer Prophezeiung zufolge kann Goldhaar nur zurückkehren, wenn innerhalb von zehn Jahren jemand den Weihnachtsstern wiederfindet.

Am letzten Tag dieser Zehnjahresfrist gelangt Sonja in den königlichen Palast. Sie ist vor einer Räuberbande geflohen, bei der sie seit Jahren gefangen gehalten wurde. Nachdem sie vom Schicksal Goldhaars erfahren hat, beschließt sie, den Stern zu suchen. Uldrich verfolgt sie, um sie aufzuhalten.

Auf ihrer Reise befreit Sonja den Waldwichtel Mose aus einer Vogelfalle. Zum Dank hilft er ihr gegen Uldrich. Mit Wichtelstaub wird Sonja auf Zwergengröße geschrumpft und kann Mose in die unterirdischen Gänge folgen. Moses Eltern verweisen sie auf den Weihnachtsmann. Später lässt Sonja sich von einem Bären, den sie mit einem Stück Blaubeerkuchen belohnt, zum Nordwind bringen. Dieser führt sie zum Weihnachtsmann. Uldrich versucht, ihr mit der Hexe Melssahya und deren fliegendem Besen zu folgen, scheitert jedoch nach einer Bruchlandung.

Der Weihnachtsmann erklärt Sonja, dass der Weihnachtsstern noch immer über dem Schloss leuchtet. Der König könne ihn nur nicht sehen, weil er den Glauben an ihn verloren habe. Sonja müsse von ganzem Herzen an den Stern glauben und könne sich dann an den Ort wünschen, an dem der König ihn verflucht hatte. Sonja gelingt dies. Das Licht des Sterns wandert in ihr Herz-Medaillon, wodurch klar wird, dass sie selbst die vergessene Prinzessin Goldhaar ist.

Melssahya entreißt Sonja das Medaillon und beschwört Wölfe. Sie fesselt Sonja an einen Baum und schickt ihre eigene Tochter Kristen als vermeintliche Goldhaar zum Palast. Mose befreit Sonja jedoch und vertreibt die Wölfe. Kurz bevor der getäuschte König auf Uldrichs Drängen ein verzaubertes Schriftstück über seine Abdankung unterschreibt, erscheint Sonja im Palast und deckt den Betrug auf. Als sie das Medaillon ergreift, steigt das Licht des Weihnachtssterns wieder an den Himmel. Der König erkennt seine Tochter, und der Stern leuchtet rechtzeitig zum Heiligen Abend wieder über dem Schloss. Uldrich, Melssahya und Kristen werden in den Kerker geworfen; der König feiert gemeinsam mit seiner Tochter Weihnachten.

Vorlage und Märchenmotive

Der Film basiert auf dem norwegischen Weihnachtsstück Reisen til Julestjernen von Sverre Brandt aus dem Jahr 1924. In Norwegen gehört diese Geschichte zu den meistgespielten klassischen Theaterstücken. Eine erste Verfilmung entstand 1976.

Die Handlung enthält außerdem Elemente des Märchens Die Schneekönigin. Ein Motiv erinnert an Ronja Räubertochter, ein 1981 erschienenes Buch. Der Film verbindet damit eine klassische Weihnachtsgeschichte mit Motiven wie einer Prophezeiung, einer Hexe, Wichteln, einem fliegenden Besen, einem sprechenden beziehungsweise helfenden Tier, Zauberstaub und der Wiedergewinnung einer verlorenen Identität.