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Deep Packet Inspection
Es ermöglicht eine erhebliche Absicherung des Informationsflusses, wird aber auch zur Vorratsdatenspeicherung, zum Abhören und Sammeln von Informationen und zur …
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Bedeutung und Funktionsweise
Deep Packet Inspection (DPI), auch complete packet inspection oder Information eXtraction (IX), ist ein Verfahren der Netzwerktechnik zum Extrahieren von Informationen aus Datenpaketen. Es untersucht gleichzeitig den Headerteil und den Datenteil eines Pakets auf bestimmte Merkmale, etwa Protokollverletzungen, Computerviren, Spam und andere unerwünschte Inhalte.
Damit unterscheidet sich DPI von einem Paketfilter: Dieser prüft nur den Headerteil eines Datenpakets, nicht jedoch dessen Datenteil. DPI kann außerdem Datenströme regulieren.
Einsatz und Folgen
DPI wird meist in Enterprise-Anwendungen bei Providern eingesetzt, häufig im Auftrag von Regierungen. Die Technik kann den Informationsfluss erheblich absichern. Sie kann jedoch auch für Vorratsdatenspeicherung, das Abhören und Sammeln von Informationen sowie Internetzensur verwendet werden.
Kritiker befürchten, dass DPI künftig zur Einschränkung der Netzneutralität des Internets genutzt werden könnte. In der Türkei setzen Provider DPI ein, um beim Download bekannter Software wie VLC, WinRAR, Skype, 7-Zip oder Opera offizielle Downloadseiten umzuleiten und Software mit Spyware auszuliefern.
Schutz durch Verschlüsselung
Eine Technik gegen DPI ist die Verwendung von HTTPS statt HTTP. Ein Proxy, der DPI ausführt, kann eine verschlüsselte HTTPS-Verbindung nicht einfach aufbrechen und ihren Inhalt analysieren. Soll ein Proxy HTTPS-Verbindungen aufbrechen und dennoch als vertrauenswürdig gelten, muss auf dem Client ein Zertifikat dieses Proxys installiert sein.