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Christian Bauer (Philosoph)

Christian Alexander Bauer (* 1979 in Würzburg) ist ein deutscher Kunstphilosoph und Designtheoretiker. Er ist seit 2019 Professor für Designgeschichte und …

Inhalt4 Abschnitte
  1. 1. Einordnung
  2. 2. Ausbildung und beruflicher Weg
  3. 3. Forschung
  4. 4. Wichtige Veröffentlichungen

Einordnung

Christian Alexander Bauer (* 1979 in Würzburg) ist ein deutscher Kunstphilosoph und Designtheoretiker. Er arbeitet zu Fragen, die Kunst, Design, Ethik und Gesellschaft verbinden. Seit 2019 ist er Professor für Designgeschichte und -theorie an der Hochschule der Bildenden Künste Saar in Saarbrücken. Von Oktober 2021 bis September 2025 war er außerdem Rektor dieser Hochschule.

Ausbildung und beruflicher Weg

Bauer studierte von 1999 bis 2006 in Würzburg und Köln Germanistik, Philosophie und Politikwissenschaften. 2008 promovierte er an der Bergischen Universität Wuppertal im Fachbereich Design und Kunst.

Nach dem Studium arbeitete er als freier wissenschaftlicher Autor. Außerdem begleitete er Bazon Brocks „Lustmarsch durchs Theoriegelände“ kuratorisch und wissenschaftlich. Später übernahm er Lehraufträge an der Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt und an der Staatlichen Hochschule für Gestaltung Karlsruhe.

Zum Wintersemester 2019/20 wurde Bauer als Nachfolger von Rolf Sachsse ordentlicher Professor für Designgeschichte und -theorie an der Hochschule der Bildenden Künste Saar. In den beiden Semestern davor hatte er diese Professur bereits vertreten.

Forschung

Zu Bauers Forschungsschwerpunkten gehört das Verhältnis zwischen Design, Demokratie und Angewandter Ethik. Angewandte Ethik bedeutet, ethische Fragen auf konkrete Bereiche des Handelns zu beziehen, hier besonders auf Gestaltung, Kommunikation und Design.

Wichtige Veröffentlichungen

Bauers Veröffentlichungen behandeln Themen aus Kunstphilosophie, Design, Kommunikationsdesign, Informationsethik und Kulturkritik. Zu seinen genannten Arbeiten gehören „Sacrificium intellectus. Das Opfer des Verstandes in der Kunst von Karlheinz Stockhausen, Botho Strauß und Anselm Kiefer“ von 2008 und „User Generated Content. Urheberrechtliche Zulässigkeit nutzergenerierter Medieninhalte“ von 2011.

Weitere Titel zeigen den Schwerpunkt auf ethischen und gesellschaftlichen Fragen des Designs: „Ethik im Kommunikationsdesign. Verständigung, Verantwortung und Orientierung als Kriterien visueller Gestaltung“ erschien 2017 gemeinsam mit Gerhard Schweppenhäuser. 2018 veröffentlichte Bauer „Informationstheorie für Designer“ sowie Aufsätze zu ethischen Standards in der Sozialen Arbeit, zur Designwirtschaft aus wirtschaftsethischer Perspektive und zu Darstellungen von Kapital in Kunst und Gestaltung.

Als Herausgeber war er 2018 an den Sammelbänden „Gestaltung digitaler und politischer Wirklichkeiten“ und „Formen der Kulturkritik“ beteiligt. 2019 erschienen unter anderem Beiträge zu Staat und Ethik, zu Aby Warburgs Medienkulturkritik sowie „Data, Mind, Behavior. Informationsethik als Zukunftsethik“.