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Biquinärer Dezimalcode
Biquinärer Dezimalcode (englisch bi-quinary decimal code) bezeichnet in der Informatik ein numerisches Kodierungssystem, das in vielen Abakussen und frühen …
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Kernidee
Der biquinäre Dezimalcode ist ein numerisches Kodierungssystem aus der Informatik. Er wurde in vielen Abakussen und in frühen Computern verwendet, zum Beispiel im Colossus und in der UNIVAC. Der Name bedeutet, dass die Darstellung einer Dezimalziffer aus zwei Teilen besteht: einer binären Komponente für 2 Zustände und einer quinären Komponente für 5 Zustände. Zusammen lassen sich damit die zehn Dezimalziffern 0 bis 9 darstellen.
Bedeutung und Varianten
In der Pionierzeit der Computertechnik gab es viele verschiedene Varianten dieses Kodierungsschemas. Es war also kein einheitlicher Standard, sondern wurde je nach Maschine unterschiedlich umgesetzt. Später wurden solche Kodierungen durch standardisierte Systeme wie BCD, Exzess-3-Code und weitere Kodierungssysteme abgelöst.
Beispiele
Beim IBM-650-Code werden Dezimalziffern mit einem Muster aus einer 05-Komponente und einer 01234-Komponente dargestellt. Die Ziffern 0 bis 4 haben in der 05-Komponente das Muster 10, die Ziffern 5 bis 9 das Muster 01; zusätzlich markiert jeweils genau ein Bit der 01234-Komponente die Einerposition.
Beim Remington-Rand-409-Code werden 5 Bit verwendet: vier „quinary“ bits mit den Werten 1, 3, 5 und 7 sowie ein „bi“ bit mit dem Wert 9. Die Ziffer 0 ist 00000, die übrigen Ziffern entstehen durch Kombination dieser Bits.
Beim UNIVAC-LARC-Code werden eine „bi“-Komponente mit dem Wert 5, drei „quinary“ bits und ein Paritätsbit verwendet. Der Artikel nennt außerdem eine Codetafel und eine Codetafel für reflektierten Bi-Quinärcode.