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Artur Greive

Bedeutungsgeschichte und habilitierte sich ebenda 1968 mit Etymologische Untersuchungen zum französischen h aspiré (Heidelberg 1970). Greive war von 1970 …

Inhalt4 Abschnitte
  1. 1. Wer war Artur Greive?
  2. 2. Ausbildung und akademischer Werdegang
  3. 3. Professor in Köln
  4. 4. Weitere Werke und Veröffentlichungen

Wer war Artur Greive?

Artur Greive (geboren am 25. April 1936 in Aachen, gestorben am 14. März 2009) war ein deutscher Romanist, Rumänist und Sprachwissenschaftler. Romanistik ist die Wissenschaft von den romanischen Sprachen (z. B. Französisch, Rumänisch); ein Rumänist beschäftigt sich speziell mit der rumänischen Sprache und Kultur. Greive war vor allem als Hochschullehrer und Forscher zur französischen Sprachgeschichte tätig, hat aber auch Werke zur rumänischen Literatur und Volksdichtung herausgegeben und mitgestaltet. Für Schüler ist er vor allem als Beispiel für einen Sprachwissenschaftler interessant, der beide Bereiche – die romanische Sprachforschung und die rumänische Philologie – verband. Der Artikel gibt im Wesentlichen seinen Lebens- und Karriereweg sowie eine Liste seiner wichtigsten Veröffentlichungen wieder; weitere ausführliche Informationen enthält der Artikel nicht.

Ausbildung und akademischer Werdegang

Greive studierte und arbeitete zunächst in Bonn. Dort promovierte er im Jahr 1961 bei Harri Meier. Eine Promotion ist der wissenschaftliche Nachweis selbständiger Forschung, der zur Führung des Doktortitels berechtigt. Das Thema seiner Dissertation lautete: „Französisch Part, partie, parti. Wort- und Bedeutungsgeschichte“. Dabei untersuchte er also, wie sich die Wörter „part“, „partie“ und „parti“ im Französischen in Form und Bedeutung entwickelt haben – ein typisches Arbeitsgebiet der historischen Sprachwissenschaft. Im Jahr 1968 habilitierte er sich ebenfalls in Bonn. Die Habilitation ist die zweite große wissenschaftliche Prüfung in Deutschland; sie ist Voraussetzung, um als Universitätsprofessor lehren zu dürfen. Das Thema der Habilitationsschrift war „Etymologische Untersuchungen zum französischen h aspiré“ (Heidelberg 1970). Etymologie bedeutet die Erforschung der Herkunft und Geschichte von Wörtern; der „h aspiré“ (das behauchte h) ist eine besondere Erscheinung der französischen Sprache, bei der ein h im Schriftbild erhalten bleibt und bestimmte Wortformen verändert.

Professor in Köln

Von 1970 bis zu seiner Emeritierung im Jahr 2001 war Artur Greive ordentlicher Professor für Romanische Philologie an der Universität zu Köln. „Ordentlicher Professor“ bezeichnet einen Vollprofessor mit fester Stelle, die Emeritierung ist die altersbedingte Entpflichtung eines Professors. Romanische Philologie ist das Fach, das sich mit den Sprachen und Literaturen, die aus dem Latein entstanden sind, wissenschaftlich beschäftigt. Von 1983 bis 1985 war Greive darüber hinaus Dekan der Philosophischen Fakultät. Der Dekan ist der gewählte Leiter einer Fakultät, also einer der großen Fachbereiche einer Universität.

Weitere Werke und Veröffentlichungen

Neben seiner Habilitationsschrift hat Greive weitere Schriften veröffentlicht und Bücher herausgegeben. Zu seinen Werken zählen: • „Neufranzösische Formen der Satzfrage im Kontext“ (Mainz 1974), eine sprachwissenschaftliche Arbeit zur Fragestellung im modernen Französisch. • „Antologie de poezie populară. Volksdichtung“ (Bukarest 1995), eine von Greive betreute und übersetzte Anthologie (Sammlung) rumänischer Volksdichtung, herausgegeben zusammen mit Lucian Blaga. • „Deutsche und rumänische Philologen in der Begegnung / Întâlniri între filologi români și germani“ (Cluj-Napoca 2003), herausgegeben zusammen mit Ion Talos, Ion Marii und Nicolae Mocanu; dieses Werk dokumentiert die Begegnung deutscher und rumänischer Sprachwissenschaftler (Philologen). • „Brancaflôr: Märchen aus der Romania“ (Aachen 2009), herausgegeben zusammen mit Ion Talos, mit einem Vorwort von Rolf Wilhelm Brednich; „Romania“ bezeichnet hier den Raum der romanischen Sprachen und Kulturen. Die Liste zeigt, dass sich Greives Arbeit über die französische Sprachforschung hinaus auch der rumänischen Sprache, Literatur und Volksdichtung sowie dem Austausch zwischen deutscher und rumänischer Philologie widmete.