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Arbeitspolitik
Die Arbeitsmarktpolitik bezeichnet die Gesamtheit aller staatlicher Maßnahmen, die dazu beitragen, die Arbeitsbedingungen von Beschäftigten zu verbessern, ihre …
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Was ist Arbeitspolitik?
Arbeitspolitik umfasst zwei Teilbereiche: die Arbeitsbeziehungen und die Arbeitsmarktpolitik.
Arbeitsbeziehungen
Arbeitsbeziehungen (auch industrielle Beziehungen genannt) bezeichnen die Beziehungen der Sozialpartner auf tariflicher Ebene, also zwischen Gewerkschaften und Arbeitgeberverbänden. Sie bestehen außerdem auf betrieblicher Ebene zwischen Betriebsräten und dem Management eines Arbeitgebers.
Arbeitsmarktpolitik: Ziele
Die Arbeitsmarktpolitik ist die Gesamtheit aller staatlichen Maßnahmen, die dazu beitragen, die Arbeitsbedingungen von Beschäftigten zu verbessern, ihre Arbeitsplätze zu sichern und die Beschäftigungschancen für Arbeitssuchende zu erhöhen.
Ebenen der Arbeitsmarktpolitik
In Deutschland wird Arbeitsmarktpolitik auf mehreren Ebenen gestaltet: zentral auf Bundesebene durch das Ministerium für Arbeit und Soziales bzw. die Bundesagentur für Arbeit, auf Landesebene durch die Landesarbeitsministerien und auf kommunaler Ebene.
Umsetzung: ARGEn und Optionsmodell
Die Arbeitsgemeinschaften (ARGEn), gebildet aus Kommunen und Arbeitsagenturen, sowie in bundesweit 69 Einzelfällen nach dem sogenannten Optionsmodell die kreisfreien Städte und Kreise allein, sind rechtlich nur für die Umsetzung des SGB II verantwortlich – also für erwerbsfähige und bedürftige Menschen ohne Arbeit. Viele Kommunen engagieren sich darüber hinaus für weitere Zielgruppen der Arbeitsmarktpolitik, oft durch eigene Initiativen mit Förderung durch Landes- und/oder EU-Programme.
Begriffsbestimmungen
Die Begriffe Arbeitspolitik, Arbeitsmarktpolitik und Beschäftigungspolitik werden teilweise synonym verwendet. Arbeitspolitik schließt im ursprünglichen Sinne außer der Arbeitsmarktpolitik auch die Arbeitsbeziehungen ein. Der Begriff Arbeitsmarktpolitik wird zunehmend parallel zu einer politischen Neuorientierung durch die Bezeichnung Arbeitspolitik ersetzt. Sie steht für eine Perspektive, die über marktkorrigierende Maßnahmen hinaus konsequent an der Entwicklung der sogenannten human resources nach dem Grundsatz des Förderns und Forderns ausgerichtet ist (siehe auch den Begriff der Beschäftigungsfähigkeit).