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Alles eine Frage der Zeit
Alles eine Frage der Zeit (Originaltitel: About Time) ist eine romantische Tragikomödie aus dem Jahr 2013. Regie führte Richard Curtis, der auch das …
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Überblick
Alles eine Frage der Zeit (Originaltitel: About Time) ist eine romantische Tragikomödie aus dem Vereinigten Königreich von 2013. Der englischsprachige Film dauert 123 Minuten, ist in Deutschland ab FSK 0 und in Österreich ab JMK 6 freigegeben. Richard Curtis führte Regie und schrieb das Drehbuch; die Hauptrollen spielen Domhnall Gleeson als Tim, Rachel McAdams als Mary und Bill Nighy als Tims Vater. Der Kinostart war am 4. September 2013 im Vereinigten Königreich und am 17. Oktober 2013 in Deutschland.
Im Mittelpunkt steht Tim Lake, der als junger Mann eine Zeitreisegabe seiner Familie entdeckt. Der Film verbindet eine Liebesgeschichte mit der Frage, ob man durch Eingriffe in die Vergangenheit wirklich glücklicher werden kann. Entscheidend ist dabei die Erkenntnis, dass Zeitreisen zwar Ereignisse verändern können, nicht aber die Gefühle anderer Menschen und dass sie unerwartete Folgen für das eigene Leben haben können.
Zeitreise und Liebe
An seinem 21. Geburtstag erfährt Tim von seinem Vater, dass alle männlichen Familienmitglieder in der Zeit zurückreisen können. Dafür muss Tim in einen dunklen Raum gehen, die Hände zu Fäusten ballen und an Zeit sowie Ort der Reise denken. Er kann nur innerhalb seiner eigenen Lebensspanne reisen. Sein Vater warnt ihn davor, die Gabe für Geld einzusetzen: Das habe in der Familie niemanden glücklich gemacht.
Tim will die Zeitreise für die Liebe nutzen. Zunächst versucht er, Charlotte für sich zu gewinnen, die den Sommer bei seiner Familie in Cornwall verbringt. Als er in die Zeit zurückreist und ihr früher seine Gefühle gesteht, verändert dies ihre Haltung nicht grundlegend. Tim erkennt: Zeitreisen können menschliche Gefühle nicht erzwingen.
In London beginnt Tim eine juristische Karriere und wohnt bei dem Bühnenautor Harry. In einem Dunkelrestaurant lernt Tim Mary kennen und erhält ihre Telefonnummer. Als er später zu einer missglückten Theaterpremiere zurückreist, damit Harrys Stück gelingt, verschwindet Marys Nummer: Durch die veränderte Vergangenheit hat das erste Treffen nie stattgefunden. Tim sucht Mary bei einer Kate-Moss-Ausstellung, erfährt von ihrem neuen Freund und reist erneut zurück. Er verabredet sich mit Mary, bevor dieser Rivale auftritt. Tim und Mary werden ein Paar, heiraten nach Marys Schwangerschaft und bekommen ihre Tochter Posy. Eine spätere Begegnung mit Charlotte zeigt Tim endgültig, dass Mary die Frau seines Lebens ist.
Folgen der Veränderungen und Lebensregel
Als Tims Schwester Kit Kat nach einem Streit mit ihrem Freund Jimmy betrunken einen Autounfall hat, verrät Tim ihr sein Geheimnis. Beide reisen zurück und verhindern, dass Kit Kat und Jimmy ein Paar werden. Danach ist Kit Kat jedoch mit Tims Freund Jay verheiratet, und Posy ist durch ein Tim fremdes Kind ersetzt worden. Tims Vater erklärt die Regel: Jede Veränderung vor der Geburt eines Kindes verändert auch dieses Kind. Tim kann Kit Kats Beziehung mit Jimmy daher nicht ungeschehen machen, ohne Posy zu verlieren. Kit Kat erlebt die Beziehung und den Unfall erneut, findet später aber auf Tims Rat hin mit Jay zusammen.
Tims Vater erkrankt an Lungenkrebs und stirbt. Er führt die Krankheit auf sein starkes Rauchen in der Jugend zurück. Auch er kann dies nicht verändern, weil dadurch seine später geborenen Kinder betroffen wären; zudem wäre seine Frau wahrscheinlich nie mit ihm ausgegangen, wenn er kein „sexy smoker“ gewesen wäre. Tim reist wiederholt zurück, um Zeit mit seinem Vater zu verbringen. Als Mary ein drittes Kind möchte, muss Tim wählen: Nach dessen Geburt kann er nicht mehr in eine Zeit vor der Geburt dieses Kindes und damit nicht mehr zu seinem Vater reisen. Er entscheidet sich für das Kind und besucht den Vater ein letztes Mal an einem Strandtag aus seiner Kindheit.
Der Vater verrät Tim sein „wahres Mutterschiff“ für ein glückliches Leben: Jeden Tag soll man erst gewöhnlich erleben und ihn dann ein zweites Mal durchleben, ohne etwas zu ändern, aber mit bewusster Aufmerksamkeit. Tim folgt dieser Regel zunächst. Schließlich reist er gar nicht mehr zurück, sondern genießt jeden Tag schon beim ersten Erleben, als wäre er sein letzter.
Auszeichnungen und Kritiken
Bei den Saturn Awards 2014 war der Film als bester Fantasyfilm nominiert. Außerdem gab es Nominierungen für Bill Nighy als besten Nebendarsteller und für den besten Schnitt.
Die Kritiken waren überwiegend gut bis sehr gut. Filmstarts lobte, dass der Film übliche Wege der romantischen Komödie verlasse und trotz des Zeitreiseelements lebensnah und echt wirke. Cinema bezeichnete ihn als bewegendes Kinoerlebnis. Programmkino.de nannte ihn einen der merkwürdigsten, aber auch schönsten Filme des Jahres. Der film-dienst bewertete die schauspielerische Leistung und die Mischung aus romantischer Komödie sowie einem „außergewöhnlich gewöhnlichen“ Leben positiv, kritisierte jedoch die Zeitreisen als in sich unlogisch und als Hindernis für den Erzählfluss.