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Adaptives Routing
Adaptives Routing beschreibt in der Netzwerktechnik die Fähigkeit von Routing-Algorithmen, selbstständig neue Routen zu finden, um beispielsweise ein …
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Bedeutung und Funktionsweise
Adaptives Routing ist in der Netzwerktechnik die Fähigkeit von Routing-Algorithmen, selbstständig neue Wege für Daten zu finden. Dadurch können sie beschädigte, überlastete oder fehlende Netzwerkelemente umgehen. Im Unterschied dazu sind beim statischen Routing Verbindungen anhand geschätzten Datenaufkommens fest eingestellt. Fallen später Verbindungselemente aus oder werden sie überlastet, kann statisches Routing darauf nicht reagieren.
Beim adaptiven Routing werden während des Betriebs, also zur Laufzeit, Metriken für die Routenentscheidung ausgewertet. Dazu gehören etwa Länge, Sicherheit und extrinsische Kosten. Auch Eigenschaften des Netzwerks wie Bandbreite, Übertragungsverzögerung und Hop Count können berücksichtigt werden. Der Hop Count gibt dabei die Anzahl der Zwischenstationen auf einem Übertragungsweg an.
Einsatz, Abwägungen und Protokolle
In LANs wird adaptives Routing hauptsächlich auf der Ebene von Routern und Bridges umgesetzt. Ein wichtiges Ziel ist die gleichmäßige Verteilung der Netzlast: Auch wenig ausgelastete Nebenstrecken sollen für die Datenübertragung genutzt werden.
Gegenüber statischem Routing verringert adaptives Routing den Verwaltungsaufwand, weil Informationen selbstständig verarbeitet werden. Statisches Routing ist jedoch häufig stabiler. Ein Grund ist, dass adaptives Routing das Netzwerk zusätzlich mit Routinginformationen belastet. Deshalb verwenden viele Netzwerke heute eine Mischstrategie aus beiden Verfahren.
Auf OSI-Schicht 3 unterstützen BGP4, IGRP/EIGRP, IS-IS, LISP, OSPF und RIP adaptives Routing. Auf OSI-Schicht 2 ermöglichen unter anderem G.8032 und 802.1D, das Spanning Tree Protocol, im Fehlerfall die Nutzung alternativer Wege.