Zum Inhalt springen
L

Wikipedia · einfach zusammengefasst · Stand

ATP-Test

Der ATP-Test ist ein Testverfahren, mit dem man die Menge an Adenosintriphosphat (ATP) der Zellen ermitteln kann. Damit lassen sich alle Mensch-, Tier-, …

Inhalt3 Abschnitte
  1. 1. ATP-Test: Zweck und Grundprinzip
  2. 2. Nachweis mikrobiologischer Verunreinigungen
  3. 3. Prüfung der Chemosensitivität bei Tumoren

ATP-Test: Zweck und Grundprinzip

Der ATP-Test ist ein Verfahren zur Bestimmung der Menge an Adenosintriphosphat (ATP) in Zellen. ATP kann in Mensch-, Tier-, Pflanzen-, Bakterien-, Hefen- und Schimmelpilzzellen untersucht werden. Das Verfahren wird zur Qualitätskontrolle auf mikrobiologische Verunreinigungen und zur Prüfung der Empfindlichkeit von Tumorzellen gegenüber Chemotherapeutika eingesetzt.

Nachweis mikrobiologischer Verunreinigungen

In der Qualitätskontrolle von Produkten oder Verfahren dient der ATP-Test dazu, Kontaminationen durch Mikroorganismen nachzuweisen. ATP in einer Probe zeigt dabei an, dass eine Verunreinigung durch Mikroorganismen vorhanden ist.

Prüfung der Chemosensitivität bei Tumoren

Tumorerkrankungen gleichen histologischen Typs können sehr unterschiedlich auf eine Chemotherapie reagieren. Wenn die erste Therapie die Erkrankung nicht vollständig besiegt, können weitere Behandlungen als „Second-Line“ und „Third-Line“ mit anderen Medikamenten nötig sein.

Mit dem ATP-Test kann die Wirksamkeit von Zytostatika, besonders auch ihre Nichtwirksamkeit, vorhergesagt werden. Dazu werden lebende Tumorzellen eines Patienten in vitro, also im Reagenzglas, mit vom Onkologen ausgewählten Chemotherapeutika versetzt. Nach einigen Tagen bestimmt das Labor die Vitalität der Tumorzellen.

Das Medikament, bei dem die wenigsten Tumorzellen überleben, gilt als das wirksamste. Zeigt ein Medikament oder eine Medikamentenkombination unter Laborbedingungen keine Wirkung, liegt eine Resistenz vor; dann ist eine Wirksamkeit gegen den Tumor sehr unwahrscheinlich.

Weiterlesen