Europäische Bürgerinitiative -- ein Weg zu MEHR Demokratie? mehreuropa2020 https://www.youtube.com/watch?v=zrvrMHhdG7U Transkript (automatisch erstellt) 0:04 Es freut besonders mit diesem Thema hier im Haus der Europäischen Union Gast sein zu dürfen. Das Haus der EU als Ort, das den europolitischen Dialog stärkt und 0:14 europäische Bürgerinitiative als Instrument, dass die Europäische Union näher an den Bürger, näher an die Bürgerin bringen soll. 0:23 Wir wollen uns heute der Frage stellen, ob die europäische Bürgerinitiative, das Europäische Volksbegehren wirklich die Europäische Union 0:33 bürgernäher und demokratischer machen wird bzw. machen kann. Also, wir sehen die europäische Bürgerinitiative zunächst einmal als eine 0:41 Herausforderung, die wir gerne annehmen möchten. Und ähm vielleicht, wenn man sich jetzt anschaut von der Meta, wir sehen in der 0:51 Vergangenheit und Global zuus unterstützt die europäische Idee in ganz hohen Masse, aber wir sehen durchaus, dass es hier ein Defizit gibt zwischen 0:58 dem, was unter Anführungszeichen in Brüssel passiert und was die Leute tatsächlich interessiert auf der Straße und erleben sozusagen diese Initiative 1:06 in dem Zusammenhang einmal einen Versuch ähm diese Schlucht in irgendeiner Form zu überwinden und hier ein Instrument zur Verfügung stell zu stellen, wie sich 1:14 die Bürger Bürgerinnen in Europa auch direkt artikulieren können und das finden wir grundsätzlich einmal sehr sehr gut. 1:20 Das ganze, weil ja nicht nur Gottesmühlen langsam malen, sondern auch manche Brüstler hat ja fast einen zehnjährigen Geburtstag. Die Idee ist im 1:29 Konvent entstanden, muss ich mal sagen. Ähm ist es wahrscheinlich die einzige Idee, die die Regierungen gar nicht wollten, aber dazu lange Zeit 1:38 geschwiegen haben. Und das erklärt dann auch, dass es sich so schwer innerlich entwickelt hat und dass gewisse Brüche, die darin sind, äh nicht geheilt werden 1:48 konnten. Allerdings hat diese leichte Scheu oder diese leichte populistische Defensive der Regierungen zumindest dazu geführt, dass es nach den Neins in den 1:57 Niederlanden und Frankreich nicht ebenso gekippt wurde, obwohl natürlich die Tendenz hier gibt's eine direkte Beziehung zwischen 2:06 der supernationalen Ebene und den Bürgern den allergischten Nerv der Regierungen betrifft. Es geht ja se weit, dass wir keine Budgets haben, um 2:15 eine eigene Öffentlichkeitsarbeit, dass wir keine eigenen Beziehungen zum Parlament haben. Aber das alles würden Sie ja mit Ach und Krach noch irgendwo 2:22 zugestehen, aber die direkte Beziehung zu den Bürgern, das ist ganz schwierig. Ja, und natürlich haben sie versucht ä Tendenz, sowohl diese die Ausübung nicht 2:34 so leicht zu machen, äh wie dann auch den Adressaten. Also, es ist schon eine Zumutung für Bürgerinnen und Bürger an der europäischen Demokratie. sich an die 2:43 Kommission und nicht ans Parlament zu wenden. Man hätte, wenn man einen Sinn für Eleganz hätte, was man Brüssel nun 2:50 wirklich nicht immer nachsagen kann, vielleicht gesagt, na ja, gut, das Parlament hat ein Aufforderungsrecht an die Kommission, also richten wir es ans 2:57 Parlament und hätte mal zumindest ein Symbol gesetzt, wie die Dinge äh laufen könnten sollten. Jetzt durch das europäische Volksbegehren 3:08 passiert genau das, was bei der Europawahl, bei der Direktwahl der Eur zum Europäischen Parlament auf der politischen Ebene passiert ist. Jetzt 3:15 sind die Verbände gezwungen europäisch zu werden, Anliegen formulieren und und diese Anliegen europäisch zu formulieren, damit sie Teil des 3:24 Prozesses werden. Parteien haben das gleiche. Sag am Anfang des Europäischen Parlaments gab's eine eine enorme Zersplitterung. Jetzt s haben sich die 3:31 großen politischen Parteien konsolidiert, nicht in ein zufriedenstellenden Maß. Ja, da da und das sieht man bei der letzten 3:38 Entscheidung wo das Parlament zu feig war um um die transnationalen Listen einzuführen. Vor allem gewisse Teile, aber gut, aber die die sind auf dem Weg 3:47 dorthin und und sagen und dann Parteien wie in manchen Ländern daag mit nationalistischen Paren kandidieren, die sind 3:54 marginalisiert, hab die spielen keine Rolle praktisch und das gleiche wird passieren auf der Zivilgesellschaftsebene. 3:59 Es s nur Verbände, die die seriösliegend vertreten, die wirklich anliegende Bürger sind und die es schaffen sich zu vernetzen, die werden dann auch sich 4:07 Gehör verschaffen. Es ist ja so, wir wollen alle eine europäische Debatte anstoßen. Ja. Äh die Sammlung, die Zählung der Initiativen, 4:18 also der Unterstützungserklärungen erfolgt ja national. Ja. Äh, das äh führt schon zu der Schwierigkeit, dass ich als Organisator auf meiner Liste die 4:29 richtigen Leute unterschreiben lasse. Ja, ich muss in Österreich darf ich nur österreichische Staatsbürger unterschreiben lassen. Ich darf zur äh 4:38 Bundeswahlbehörde nur mit einer Liste gehen, wo österreichische Staatsbürger ihre Unterstützung äh gegeben haben. Ja, wenn ich in Großbritannien sammle, da 4:50 darf ich äh äh in äh in Großbritannien Wohnhafte, also mit Wohnsitz in Großbritannien Menschen sozusagen sammeln lassen und einige Länder nehmen 5:06 dann auch noch sozusagen die Auslands äh äh äh Staatsangehörigen dazu. Also, es ist ein sehr komplexes System, nämlich auch für die Organisatoren und sie sind 5:18 sozusagen beim Sammeln wieder auf den Nationsbegriff zurückgeworfen. Ja, das ist eine äh eine Sache, die ähm die es zu verbessern gilt. 5:29 [Applaus]