Evolution einfach erklärt (explainity® Erklärvideo) explainity ® Erklärvideos https://www.youtube.com/watch?v=xp4mYTi1Wrc Transkript (automatisch erstellt) 0:07 Wo kommen eigentlich die ganzen Tiere her? Wie funktioniert das mit der Entstehung des Menschen? 0:13 Und sind wir wirklich mit den Affen verwandt? Ähnliche Fragen stellte sich der Naturforscher Charles Darwin 0:20 schon im 19. Jahrhundert. Seine Theorie der Evolution legte den Grundstein für unser heutiges 0:27 Verständnis dafür, wie das Leben auf unserer Erde entstanden ist. Im Rahmen einer Forschungsexpedition besuchte er die Galapagos-Inseln. 0:38 Die dortige Artenvielfalt überraschte ihn. Viele der Tiere waren ihm völlig neu und selbst von Insel zu Insel 0:46 unterschieden die Arten sich voneinander. Ein Durchbruch gelang Darwin bei den Finken der Galapagos-Inseln. 0:53 Er bemerkte, dass sich ihre Schnäbel von Insel zu Insel stark unterschieden, je nachdem, welche Nahrung den Finken zur Verfügung stand. 1:02 Manche haben dickere Schnäbel, um besser Nüsse knacken zu können; andere wiederum lange, dünne Schnäbel, spezialisiert auf die Jagd nach Insekten. 1:13 Die Nahrung auf den Inseln ist knapp und nur die Finken, die an ihre Umwelt am besten angepasst sind, überleben. 1:20 Darwin nannte diesen Prozess "natürliche Auslese“ oder „Selektion“. Über mehrere Jahrzehnte hinweg untersuchte er akribisch auch 1:30 andere Tier- und Pflanzenarten. Das Phänomen trat immer wieder auf und 1:35 Darwins Evolutionstheorie nahm Form an. Damals wurde allgemein noch davon ausgegangen, dass alle Lebewesen der Erde, 1:44 so wie sie sind, von Gott erschaffen wurden – seine Theorie war also ziemlich kontrovers – Besonders bei der Kirche stieß er auf großen Widerstand. 1:55 Schlussendlich hatte Darwin aber Recht mit seiner Theorie. Unser heutiges Verständnis von Evolution baut auf Darwins Forschungsarbeit auf, 2:04 schließt aber auch die Erkenntnisse anderer Wissenschaftler mit ein. So können wir heute fünf Evolutionsfaktoren identifizieren, 2:13 die beschreiben, wie und warum Evolution stattfindet: Mutation, Rekombination, Selektion, Gendrift und Isolation. 2:23 Mutationen treten völlig zufällig und spontan auf. Sie verändern das genetische Material in unseren Zellen, und können neben ihren 2:32 positiven und negativen Effekten, auch völlig wirkungslos sein. Rekombination nimmt das vorhandene Material und mischt es wie ein Kartendeck. 2:44 Das passiert bei der Fortpflanzung. Dieser Prozess macht es quasi unmöglich, dass zwei Nachkommen identisch sind. 2:53 Dadurch erhöht sich die genetische Vielfalt einer Population. Nun kommt die Selektion ins Spiel, die auch Darwin schon erkannte. 3:02 Entwickelt einer unserer Finken z.B. einen besonders dicken Schnabel, kann er harte Nüsse besser knacken als seine Artverwandten. 3:10 Im Nahrungskampf ist er ihnen also überlegen. Er überlebt länger und hat eine bessere Chance seine Gene 3:17 an die nächste Generation weiterzugeben als schlechter angepasste Tiere. Der Gendrift beschreibt zufällige Veränderungen des Genpools 3:27 durch äußere Einwirkungen, wie z.B. Naturkatastrophen oder Seuchen. Isolation ist der Faktor, der für die Bildung neuer Arten sorgt. 3:38 Er beschreibt die Aufteilung einer Population in getrennt lebende Gruppen, z.B. durch eine geographische Barriere. 3:46 Durch die Isolation findet kein Genaustausch zwischen den Gruppen mehr statt und die Gruppen entwickeln sich in verschiedene Richtungen 3:55 – wie auch auf den Galapagos-Inseln. All das geschieht über einen sehr, sehr langen Zeitraum. 4:02 Auch die Evolution des Menschen von seinen Vorfahren, fand über mehrere Millionen Jahre statt. 4:09 Die Evolutionstheorie selbst hat sich seit Darwins Zeiten weiterentwickelt. Und dass sich das Leben auf der Erde nach diesen Prinzipien entfaltet hat, 4:19 ist inzwischen durch Fossilien, Genforschung und viele weitere Indizien wissenschaftlich anerkannt und bewiesen. 4:27 Man spricht also nicht mehr nur von einer Theorie, sondern einfach von Evolution.