Tonsatz einfach erklärt, Teil 1, Harmonielehre, 4-stimmiger Satz, Anfänger, Einführung Digitale Schule https://www.youtube.com/watch?v=xJErskKZ5kc Transkript (automatisch erstellt) 0:00 dieses Video ist das erste einer Reihe zum vierstimmigen Satz und es richtet sich vor allen Dingen an Leute die zum ersten Mal einen vierstimmigen Satz 0:08 schreiben wollen aber jetzt keine absoluten musikanfänger also man muss schon Noten lesen können und ein paar Grundbegriffe kennelernt haben zu Beginn 0:17 ein paar Grundbegriffe natürlich sind das hier Notenlinien das ist ja klar das ganze Gebilde aus diesen Notenlinien nennt man 0:26 ein Notensystem ein solches Gebilde das mit einer Klammer am Anfang hier mehrere Notensysteme verbindet das nennt man 0:36 eine sogenannte akulade der Witz an einer akulade ist dass alle Dinge die eben hier mit der Klammer verbunden sind gleichzeitig 0:46 ablaufen das hier ist das übliche für einen Klaviersatz jetzt ist es aber auch üblich den vierstimmigen Satz innerhalb eines klaviersystems zu notieren und 0:55 auch für wer das hier genau wissen möchte auch das ist natürlich eine Kade grundsätzlich ist es völlig egal ob man seinen vierstimmigen Satz in vier 1:06 Systemen aufschreibt oder in diesem klaviersystem mit rechter Hand linker Hand dieses System hat den Vorteil für die Sänger ist es sehr angenehm zu 1:17 singen man sieht seine eigene Stimme die man da schon verfolgen kann für diejenigen die am Klavier spielen bedeutet dass dass man eben so ein 1:24 bisschen partiturspiel erlernen muss oder eben schon kann was man hier anwenden muss das ist auf den ersten ck nicht so leicht zu erkennen das ist hier 1:32 sehr viel einfacher strukturiert für die Leute die Klavier spielen aber beides ist natürlich völlig üblich man muss sich an eine Sache halten und zwar wenn 1:41 man es in der klaviernotation aufschreibt dann seht man hier die oberste Stimme ist dann der Sopran und dann der alt und man erkennt die Stimmen 1:50 daran dass sie die Notenhälse konsequent in eine Richtung haben der Sopran hat den notenhalz immer nach oben der alt immer nach unten Tenor im un System 2:00 immer nach oben und der Bass immer nach unten beim vierstimmigen Satz wenn er so notiert ist dann ist das egal weil man sieht es gibt hier keine 2:09 Verwechslungsgefahr also was hier oben in dem System steht das kann nicht verwechselt werden mit dem alt und so weiter deswegen ist da die Richtung des 2:16 notenhalses egal hier ist sie tatsächlich obligatorisch und noch eine optische Sache an die man vielleicht nicht so 2:25 gewöhnt ist außer man spielt Gitarre hier unten gibt's eine kleine acht das bedeutet dass die Töne die hier notiert sind eine Oktave tiefer erklingen und 2:37 das muss man einfach wissen nicht dass man denkt es gäbe hier gleich eine stimmkreuzung das ist nicht der Fall diese Töne sind wären in diesem 2:45 Schlüssel eben hier einz sortieren das sind exakt diese Töne im bastschlüssel sehen die so aus und auch wenn man den Eindruck hat ja das ist hier schon ganz 2:54 schön hoch nee das ist die ganz normale Tenorlage das ist völlig üblich und damit man hier nicht von Anfang an mit ganz vielen Hilfslinien arbeiten 3:04 muss oder eben hier nicht hier schon den bassschüssel hat hat man diese übliche Notation gewählt mit der oktavierung eine 3:15 Selbstverständlichkeit die wir eigentlich so hinnehmen ist dass wir alle vom vierstimmigen Satz sprechen dieser vierstimmige Satz beruht aber in 3:22 seiner großen großen Mehrheit auf drei Klingen natürlich gibt es auch vier kläe setakkorde und so weiter aber das was am allerhäufigsten vorkommt sind 3:31 dreiklänger und wenn wir dreiklänger zu einem vierklang erweitern wollen heißt das dass natürlich irgendein Ton verdoppelt werden muss werfen noch mal 3:41 einen Blick auf das Beispiel von eben das sind die Töne c e G C die sind aufgespalten in die vier Stimmen und man sieht dass ein Ton hier verdoppelt 3:53 worden ist hier haben wir das C hier oben haben wir das C das ganze ist dann als Akkord leicht zu erkennen als cdur beim anderen 4:02 verrate ich jetzt kein Geheimnis wenn ich sage das ist fdur und auch da schauen wir uns an welcher Ton ist verdoppelt worden hier haben wir ein F 4:09 hier haben wir ein F A und C also hier liegt auch eine Verdopplung jeweils des Grundtones vor wer das überprüfen möchte die gleichen Töne die hier stehen die 4:20 haben wir natürlich auch genauso hier notiert es sieht nur eben ein wenig anders aus bei den verdopplungen ist natürlich 4:28 die Frage ja welcher Ton wird nun verdoppelt ich hab drei zur Auswahl es gibt aber eine klare Hierarchie in der Regel wird der Grundton verdoppelt das 4:38 heißt aber nicht dass immer der Grundton verdoppelt werden muss das geht auch aus stimmführungstechnischen grundnden manchmal gar nicht es gibt aber eine 4:46 klare Regel was auf gar keinen Fall verdoppelt werden darf auf gar keinen Fall darf die Terz der dominante verdoppelt werden weil sie ein leidun 4:55 ist und dann gibt es in der Satzführung große Komplikation das heißt man darf verdoppeln den Grundton man darf verdoppeln die Terz aber nicht bei der 5:04 dominante und man darf auch den quintton eines Akkordes verdoppeln damit es beim Terminus verdoppeln zu keinen Missverständnissen 5:13 kommt es ist natürlich nicht gemeint dass der Ton in der gleichen Lage verdoppelt werden muss sondern dass der Ton qualitativ verdoppelt wird das heißt 5:20 ein C darf natürlich auch in einer anderen Lage auftreten Hauptsache c c bleibt C Beil wenn wir hier die Subdominante haben F und den Grundton 5:32 verdoppeln wollen müssen wir das F verdoppeln das machen wir natürlich auch in einer anderen Lage noch einmal sei ausdrücklich davor 5:41 gewarnt die Terz der dominante zu verdoppeln das geht einfach nicht das mit dem Leon wollte ich eigentlich erst in einem späteren Video erklären aber 5:50 jetzt bietet es sich irgendwie auch an also die Terz der dominante ist ein lighton lighton heißt der Ton hat in sich einen strebearakter er will in der 6:02 Regel nach oben ein halbtur nach oben und wenn ich das eben zweimal mache dann entsteht eben an zwei Stellen eine Aufwärtsbewegung und diese 6:12 Aufwärtsbewegung ist an sich nicht dramatisch aber ganz häufig entstehen dadurch eben oktavparallelen weiß ja nmer der gleiche Ton ist wenn ich 6:20 zweimal h habe in Oktaven versetzt dann habe ich auch im folgeton dann eben zwe x 10 und diese oktavparallelen sind ein Satzfehler die sind tatsächlich 6:31 [Musik] verboten wie man an diesem Beispiel sehen kann ist das hier eine ganz normale Verbindung 6:43 dominantonica und so wie es jetzt hier steht habe ich den Grundton verdoppelt nämlich das G und in dem Fall ist das alles völlig unproblematisch denn das G 6:55 nimmt nicht die oktavparallele einmal geht es zum C ein bleibt es liegen schlimmer wä es wenn ich von H zu C gehe und dann später auch noch mal von H zu C 7:04 gehen müsste dann hätte ich die Oktaven das ist hier nicht der Fall deswegen ist das Beispiel so völlig unproblematisch und auch gut das so zu machen wie es 7:13 hier steht ein häufiges Anwendungsbeispiel ist das Aussetzen einer Melodie das heißt man bekommt eine Melodie und die Aufgabe ist es nun drei 7:23 weitere Stimmen zu dieser einen Melodie meistens dem Sobran zu erfinden und jetzt wollen wir schauen wie das geht nehmen wir als Ausgangspunkt eine 7:33 typische Klausel wer das nicht weiß was das ist das ist jetzt füröllig wursch das ist eigentlich ein Begriff aus der Kontrapunktik aber das nehmen wir 7:41 einfach an das hier ist unsere kleine minielodie und die soll jetzt zu einer vierstimmigkeit ergänzt werden wie macht man das zu allererst sollte man sich 7:51 klar machen dass das Aussetzen einer Melodie jetzt noch nicht fundamental der kreative Akt ist sondern erst einmal ist das hier so auch eine handwerkliche 7:59 Angelegenheit und die sollte in erster Linie zuerst einmal Stimmen deswegen empfiehlt es sich für Leute die jetzt nicht die riesengroße Erfahrung haben 8:07 dass man am Anfang erstmal mit den hauptreiklingngen arbeitet man kommt zu den restlichen drei Stimmen indem man hauptdreilänger 8:15 der entsprechenden Tonart verwendet das heißt also das sind die Dreiklänge toniker Subdominante 8:26 dominante die Melodie ist gegeben die dfen wir nicht verändern und zur Harmonisierung sollen wir hauptreiklänge verwenden 8:36 hauptreiklänge ist die Tonika in cedur ist cdur wir befinden uns in cedur also ist die Subdominante in cdur ist fdur und die dominante ist 8:47 gedur und die Quizfrage ist jetzt dieser sobranton in welchem hauptreglang ist der enthalten 9:00 und da gibt's jetzt eine Reihe von Möglichkeiten nicht alle sind gut aber erstmal der Reihe nach der Ton C in welchem hauptdreigang ist es enthalten 9:09 ist in der Tonika enthalten in der Subdominante oder in der dominante oder in mehreren es gilt immer dass die Oktavlage egal ist also hier habe ich 9:18 den Ton C zwar unten liegen aber hauptsächlich oder hauptsächliche ist dass der Ton C überhaupt vorkommt das heißt ich könnte den C den Ton C in 9:28 Sopran auf jeden Fall mit C dur harmonisieren das würde sich immer gut anhören wieso ja gut wenn ich das alles hier zur gleichen Zeit abspiele der Ton 9:40 C ist natürlich ein CD enthalten dann habe ich immer eine Harmonie das wird sich niemals schief anhören und niemals fremd das passt 9:48 natürlich kann ich den Ton C noch anders harmonisieren z.B mit der Subdominante hier sind verschiedene hier habe ich die Subdominante einfach vier mal 9:56 aufgeschrieben zum Spaß besteht aus Ton FA und auch hier taucht das C natürlich auf ja und natürlich darf ich den Ton C auch mit der SubD Subdominante 10:09 harmonisieren darf ich ihn auch mit der dominante harmonisieren da schauen wir uns einfach an taucht der Ton C in diesem Akkord hier auf und der Akkord 10:19 besteht ja aus den Tön g HD da gibt's jetzt hier erst einmal kein C und deswegen darf dieser Ton an dieser Stelle nicht mit der Domin 10:29 harmonisiert werden wir haben jetzt hier also beim ersten Akkord die Wahl ob wir lieber Tonika nehmen oder Subdominante und da 10:39 das hier der gleiche Ton ist können wir das gleiche Spielchen gerade noch mal machen auch hier haben wir die Wahl zwischen Tonika und 10:47 Subdominante jetzt sind wir beim Ton h der Ton h haben wir schon gesehen der taucht hier in der dominante auf im Akkord aber in der den gibt's nicht bei 10:57 der Subdominante Fa C gibt's kein h und CEG gibt's auch kein h dieser Ton muss mit der dominante harmonisiert werden das heißt hier haben wir gar keine 11:08 Wahlmöglichkeit mehr dieser Akkord gehört auf jeden Fall zu diesem sopranton und am Schuss haben wir zumindest theoretisch auch noch einmal 11:17 die Möglichkeit die toniker zu nehmen oder die Subdominante grundsätzlich sind das die Auswahlmöglichkeiten wenn man mit den 11:24 hauptrecklingen arbeitet jetzt hat man viele wahlmöglich aber sind nicht alle gleich gut und das hängt damit zusammen dass man ja 11:34 versucht die Akkorde immer in einer gewissen Reihenfolge zu verbinden die zumindest innermusikalisch eine gewisse Logik haben und diese Logik die ergibt 11:45 sich automatisch wenn man Kadenzen bildet wer nicht weiß eine was eine Kadenz ist dazu habe ich ein eigenes Video gemacht der möge sich das bitte 11:52 noch mal anschauen das ist das was man herausnimmt die Akkorde werden möglichst so angeordnet dass sich eine Kadenz oder 12:01 zumindest einen Teil einer Kadenz daraus ergibt und dadurch relativiert sich die Freiheit die man anscheinend hat denn um eine Tonart am Anfang zu begründen ist 12:15 es natürlich schlau mit der Tonart zu beginnen ansonsten haben wir gleich einen merkwürdigen Ton einen merkwürdigen Anfang was nicht heißt dass 12:24 das nicht alles gibt aber im Grunde genommen wollen wir natürlich am Anfang erst einmal eine Tonart befest deswegen sollte der erste Akkord 12:31 vorausgesetzt das ist eben hier eine komplette Melodie eine komplettes Liedchen der erste Akkord der sollte natürlich eine toniker sein genauso 12:39 erschließt es sich dass der letzte Ton natürlich auch eine Tonika sein soll weil wir das Stück nicht modulierend verlassen wollen sondern wir wollen ja 12:48 mit der Haupttonart beschließen und ein festen Schluss haben und damit wir überhaupt eine schlussbildung haben muss ja als Vorletzter Klang eine dominante 12:57 kommen natürlich gibt es auch blagalschlüssse Blabla aber was wir hier haben ist natürlich die natürliche Verbindung 13:06 dominante tonik das ist eigentlich das was am Schluss immer angestrebt wird was die größte Schlusswirkung hat und damit wir ein bisschen Abwechslung haben wir 13:16 sehen wir haben jetzt hier zweimal tonica einmal dominante das ist ein Akkord der sich quasi zwangsläufig ergibt im weiteren Verlauf der Videos 13:25 wird das natürlich nur noch abgekürzt die tonica ist immer t Subdominante immer S und dominante bleibt D so das ist zumindest erstmal die Verbindung der 13:35 Töne wie die jetzt genau auf die Stimmen aufgeteilt werden und nach welchen Regeln sie tatsächlich auch sich verbinden müssen oder dürfen oder können 13:45 das darum geht's jetzt im nächsten Video