Deutsch: Neue Sachlichkeit - kein alter Hut Friedrich Verlag GmbH https://www.youtube.com/watch?v=xIpCUufKiPs Transkript (automatisch erstellt) 0:01 [Musik] Einfach Unterrichten, der Podcast von Friedrich Plus aus dem Friedrich Verlag. Wir bringen innovativen Unterricht für 0:11 Lehrkräfte auf den Punkt. Herzlich willkommen beim Podcast Friedrich plus Deutsch vom Friedrich Verlag. Wir möchten dich in diesem 0:21 Podcast ja mit innovativen Unterrichtsideen inspirieren und deshalb bringen wir in jeder Folge den neuesten Stand der Fachdidaktik. in fünf Thesen, 0:31 fünf Kernaussagen, vielleicht auch in fünf zentralen Anliegen zum Ausdruck und auf dem Punkt. Und heute geht es um das Thema neue 0:40 Sachlichkeit im Deutschunterricht. Mein Name ist Sebastian Müsse und ich spreche hier mit den Menschen hinter diesen Unterrichtsideen aus dem Friedrich 0:48 Verlag. Und heute darf ich als Gast ganz herzlich begrüßen Professor Dr. Dieter Wrobel. Er ist Mitherausgeber von Praxisde Deutsch und erlehrt oder ist am 0:59 Lehrstuhl für Didaktik der deutschen Sprache und Literatur in Würzburg und wir werden uns gleich ein bisschen darüber unterhalten, wie wir jetzt 1:06 dieses Thema neue Sachlichkeit in den Deutschunterricht reinbringen können. Wie immer arbeiten wir dabei, ich habe es gerade schon gesagt, die fünf 1:12 wichtigsten Aspekte heraus, die du für deinen Unterricht benutzen kannst. Und am Ende fasse ich diese fünf Themen dann auch noch mal für dich zusammen. Du 1:18 findest sie auch noch mal in den Show Nototes und damit starten wir jetzt quasi nach der Vorrede direkt in das Gespräch rein. Und bevor wir zu den fünf 1:28 Thesen kommen, noch eine wichtige Frage, die wir klären sollten oder zwei Fragen. Die erste Frage, die ich stellen möchte, ist einfach nur noch mal kurz auf den 1:35 Punkt gebracht, was genau meint denn eigentlich neue Sachlichkeit und damit herzlich willkommen Dieter im Podcast. Ja, hallo Sebastian, grüß dich. Ja, neue 1:44 Sachlichkeit ist eine Literaturströmung der 20er Jahren, Literaturströmung, die die Weimaraer Republik begleitet, also direkt nach Ende des ersten Weltkriegs 1:52 in den frühen 20er Jahre beginnt, sich zu entwickeln und ihren Höhepunkt zum Ende der 20er Jahre findet und dann 33 abrupt abbricht. Sachlichkeit. Deshalb, 2:01 weil die Autoren und Autorinnen genauso wie die anderen Künstler, die Künstlerinnen versuchen nicht mehr mit Bombast, mit Stuck, mit äh noch 2:11 originelleren und noch äh größeren metaphorischen Sprachfiguren zu arbeiten, sondern sie beschreiben, was sie sehen. Sie nehmen die Sprache 2:19 zurück, sie reduzieren, sie werden sachlich. Und du hast gesagt, und das findet man ja auch in der Ausgabe dann wieder das vielleicht nur noch als 2:27 wichtiger Aspekt. Das ist nicht beschränkt auf Literatur, sondern dieser Aspekt von Sachlichkeit findet sich tatsächlich dann und damals auch in 2:35 anderen Bereichen noch wieder. Vielleicht kannst du da auch noch ein zwei Punkte zu sagen. Ja, klar. Also in den 20er Jahren gibt 2:40 es diesen einen Zug der neuen Sachlichkeit als einen prägenden ästhetischen Zug. Der findet sich in einigen Gemälden der Zeit wieder. Die 2:47 Architektur, die moderne Architektur verzichtet nun auf die äh Schnorkel und die Arabesken, sondern es werden glatte Fassaden, klare äh Fronten gezeigt. Das 2:58 Design etwa des Bauhauses nutzt die Funktion, also die Bauhausmöbel oder die Bauhausalltagsgegenstände sind ganz klar auf ihre Funktion bezogen und selbst im 3:07 neuen Medium Film gibt es Tendenzen zu versachlichen, wiederzuspiegeln, was ist, was man sozusagen im gesellschaftlichen Feld findet, ohne 3:16 dies großartig zu äh überhöhen oder sprachlich zu überschütten. Mein erster Gedanke, den ich jetzt gerade hatte, war das hört sich auch so ein bisschen nach 3:24 Reinigung, nach Neuanfang, nach wir beschränken uns jetzt mal auf das Wichtigste an. Ja, das ist sicherlich eine Tendenz, 3:30 dass das mit diesem Neuanfang, der ja auch politisch gesellschaftlicher Neuanfrank ist nach dem Krieg na die Weimmarcher Republik, der versucht 3:37 Demokratie etwas Neues zu etablieren, dass da auch der Versuch einer neuen Ausdrucksform mit hineinspielt. Es ist aber tatsächlich hier der Versuch, 3:44 Gesellschaft zu erfassen und zwar in ihrer gesamten Breite. Und wenn man sich die Literatur vor allem der neuen Sachlichkeit ansieht, dann zeigt die 3:51 auch eine gewisse Breite. Sie reicht tatsächlich vom journalistischen Text über die Gerichtsreportage, die quasi neusachlich erfunden wird bis hin zum 3:59 Roman. Sie hat in der Lyrik wie im Drama ihr ihr Pendant. Es geht darum eben Sprache klar zu machen, klar zu kommunizieren, welche auch Verwerfungen, 4:07 welche Problemlagen äh Autorin und Autorinnen in der Gesellschaft entdecken und diese eben nicht hinter Sprache zu verstecken oder mit Sprache zu 4:14 überdecken, sondern im Gegenteil sie freizulegen. und um damit quasi so eine Überleitung zur ersten These zu bekommen oder zum zum ersten Kernmerkmal der 4:23 Ausgabe und vielleicht da noch die Frage an dich: Was hat dich denn daran gereizt jetzt dich noch mal mit so einem Thema zu beschäftigen und zu sagen: "Hey, wir 4:31 bringen jetzt noch mal so eine Ausgabe zu genau diesem Thema raus." Ah, da gibt's mehrere Gründe. Der erste Grund ist sicherlich brand 4:37 kalendarischer Grund. Die Texte der neuen Sachlichkeit feiern 100tjähriges. Das heißt, aufmerksame Zuhörer, die aufmerksame 4:44 Zuhörerin wird es gemerkt haben, wir haben 100 Jahre voll gemacht. Ja. Genau, ne? Also das, was in den 1920er Jahren sozusagen Stück für Stück veröffentlicht 4:52 und publiziert wurde, wird jetzt eben Stück für Stück 100 Jahre alt. Das ist natürlich nur erstmal eine Oberflächenannäherung, aber immerhin so 4:58 Jubeljahre, Jubeltage sind ja immer Anlass Dinge noch mal hervorzuziehen und sie anzuschauen. Ein weiterer Punkt ist, dass Texte der neuen Sachlichkeit etwa 5:05 von Omgart Coin seit vielen Jahren in im Zentralabitur der Bundesländer verankert sind, sodass neue Sachlichkeit durchaus ein Thema ist, das für den 5:13 Literaturunterricht ohnehin immer wieder neu aufzubereiten ist. Und ich verheele nicht, es gibt auch einen persönlichen Grund. Ich bin ein ganz großer Fan 5:20 dieser Texte der neuen Sachlichkeit. Ich mag sie einfach und ich bin auch jetzt beim noch mal lesen, beim Wiederentdecken vieler Texte über Perlen 5:27 gestolpert äh oder viel mehr auf Texte auch mal wieder aufmerksam geworden, die ich mit einem ganz großen Vergnügen, großem Genuss gelesen bzw. wieder 5:35 gelesen haben. Also das, was du gerade sagst, das das kann ich erstmal als nicht Deutschlehrer total nachvollziehen, weil ich fand es 5:42 ganz spannend, all die Aspekte und und thematische Überschriften um die es dann inhaltlich geht, da habe ich gedacht, ja, ob das jetzt vor 100 Jahren war oder 5:49 quasi jetzt aktuell, da merkst du erstmal gar keinen Unterschied. Also jetzt rein zeitlich auch oberflächlich natürlich betrachtet, weil es eben genau 5:56 darum geht und das ist ja auch so ein bisschen die erste Kernaussage, dass man eben diese Aktualität der Texte nutzt und den Schülerinnen und Schülern damit 6:03 auch noch mal vor Augen führt, dass quasi vor 100 Jahren vieles schon genauso war wie heute, richtig? Ja, absolut richtig. Das ist ein 6:11 zentrales Anliegen der Ausgabe, deutlich zu machen, dass diese Texte zwar 100 Jahre alt sind, äh uns in den 20er Jahren, aber in vielem näher sind als 6:20 Texte etwa der 1950er oder auch der 1960er Jahre. Also Themen, die unter aktuellen Anglizismen daherkommen, wie was weiß ich, Fake News oder Meu als äh 6:30 als Debatte und Diskurs, da hat man ja den Eindruck, dass seinen Themen, die quasi gerade aufgeploppt sind, ähm ja äh leider ist es oder es ist nicht so. Das 6:39 sind Themen, die in den 20er Jahren, der 1920er Jahren bereits verhandelt wurden und die sich in der Literatur der 1920er Jahre eben auch finden. Also gerade 6:47 dieses Fake News Beispiel, wenn man mal bei Erich Kner im Fabian Roman nachliest, da wird man sehen, die Journalisten, die ihr Arbeitsetos nicht 6:56 allzu gründlich auffassen, halt Falschmeldungen in die Zeitung setzen, damit die Zeitung voll ist, sticht und ergreifen, damit das Blatt gefüllt ist 7:02 und sich nicht weiter darüber Gedanken machen, was sie damit anrichten. oder wenn man den wunderbaren Roman Käsebier erobert, den Kurfürsten Damm von 7:10 Gabriele Target liest, da sieht man das Funktionsprinzip von Deutschland sucht den Superstar, also wie die Medien ihre Stars seien sie noch so unbedarft zu 7:20 Stars erst macht nach dem Motto, man braucht die Schlagzeile, man braucht den Hype um eine Person, aber in der nächsten Saison wird der nächste Star 7:28 gemacht und da gibt es den nächsten Superstar und keiner redet mehr vom Superstar davor. Also solche Dinge zeigen. Im übrigen gilt es auch für 7:34 soziale Themen, also etwa die Rolle der Frau, der Wandel der Arbeitswelt, das sind alles Themen, die uns sehr aktuell erscheinen, die sehr aktuell sind, die 7:42 aber gleichzeitig zeigen, dass wir eigentlich seit gut 100 Jahren auf der Stelle treten und uns immer noch mit denselben Problemen rumschlagen, wie die 7:50 der Weimmacher Republik verhandelt worden. Das ging mir nämlich gerade auch durch den Kopf. Ich habe so überlegt, okay, 7:55 was ist quasi der der Erkenntnisgewinn, den ich daraus gewinne? Also, wenn ich jetzt als als Schülerschülerin, ich meine, ich finde das total schön, weil 8:02 ich kann da glaube ich ganz anders inhaltlich andocken, als wenn ich jetzt einen Text lese, der vielleicht historisch viel weiter weg ist oder wie 8:07 du gerade auch schon gesagt hast, 50er 60er Jahre, wo einfach was mich nicht so packt. Also das packt mich und jetzt über die, ich sag mal Deutsch 8:13 Betrachtung genauso, also was wäre der Erkenntnisgewinn, war es damals wirklich genauso wie jetzt oder gibt's schon noch Unterschiede? Ja, selbstverständlich 8:19 gibt es Unterschiede. Also, die Zeitumstände sind mit nichten zu vergleichen. Also, ich denke, die 20er 19, 20er Jahre waren in vieler Hinsicht 8:26 radikaler und extremer, als das in der Gegenwart der Fall ist. Auch die politische Situation war viel zerrissener, viel existenzieller, viel 8:33 dramatischer. Die soziale Situation war um ein Vielfaches verschärft. Also insofern würde ich jetzt nicht mit Blick auf die Umstände einfach eine Parallele 8:41 ziehen und sagen, es kommt alles wieder und spätestens nach 100 Jahren sind wir wieder da, wo wir waren. Also, da bin ich weit von entfernt. Ähm allerdings 8:48 mit Blick eben auf Literatur im Unterricht und die Relevanz von Literatur im Unterricht scheint mir gerade hier ein Zugang zu sein, der 8:55 zeigt, dass man sozusagen auch die eigene Gegenwart noch mal beleuchten kann, noch mal ausleuchten kann und ein Verständnis für Problemlagen, für 9:02 Verwerfungen, für aktuelle Diskurse der Gegenwart entwickeln kann, wenn man ein Schritt zurücktritt und eben nicht nur das anschaut, was gerade jetzt 9:10 publiziert wird, sei es literarisch, sei es in den Medien, sondern das Ganze gewissermaßen durch die Brille der 1920er Jahre betrachtet und dort 9:17 vielleicht auch Ursachenforschung betreiben kann, die die eine oder andere Ursache für Probleme, mit denen wir uns heute halt noch umschlagen finden kann 9:26 und vielleicht auch dann an der ein oder anderen Stelle Entwicklungsschritte vermeidet, die sich dann daraus vielleicht ergeben haben. Ja, also 9:32 vielleicht noch eine Frage dazu, weil du es gerade gesagt hast, jetzt den Blick mal zurückzunehmen ist ja ganz spannend und trotzdem haben wir vorhin ja schon 9:39 gesagt, das waren irgendwie ganz ja auf den Punkt gebrachte Texte oder sind ganz auf den Punkt gebrachte Texte. Hat man das damals auch schon so gesehen, so 9:45 also neue Sachlichkeitstexte, so war das damals auch schon, dass die Menschen gesagt haben, wow, wir erkennen hier ein Unterschied und wir beschreif 9:51 beschäftigen uns damit oder hat das quasi auch Zeit gebraucht, sich damit dann auseinanderzusetzen und dessen gewahrt zu werden? 9:56 Ah, da muss man glaube ich unterscheiden zwischen unterschiedlichen Gruppen der Rezeption. Also die zeitgenische Rezeption hat zum Teil diese Texte genau 10:05 deswegen bejubelt, weil sie eben sehr aktuell waren, weil sie sehr zeitgemäß waren, weil sie in der Sprache eben auch klar und nüchtern dargestellt hat. Das 10:13 ist sozusagen als Innovationsschritt seiner Zeit gelobt worden. Aber ich sag das schon, die 1920er Jahre sind eben nicht nur neue Sachlichkeit. die die 10:22 kulturelle Spannbreite der 20er Jahre ist immens breit und auch die Bereitschaft der Menschen, sich auf Neues einzulassen. Und genauso wie es 10:30 eben hinsichtlich der neuen Sachlichkeit Jubel gab, so gab es eben auch eine massive Ablehnung von all denjenigen, die sich eben nicht den neuen 10:37 Herausforderungen stellen wollten, die sich überfordert gefühlt haben, die sich abgehängt gefühlt haben, die zurück wollten. Also insofern ist es 10:44 immer so eine ein eine eine Spartengeschichte. Also die neue Sachtigkeit ist sind nicht die 20er Jahre, sind nicht die Wahlmacher 10:51 Republik, sie sind eine Facette neben vielen. Und das wird auch noch mal wichtig herauszustellen und gleichzeitig um das hat's gerade irgendwie noch mal 10:58 schön auf den Punkt gebracht und wir sehen eben, wie aktuell es ist, also der Umgang mit Veränderung, das erleben wir ja jetzt auch wieder 11:04 gesamtgesellschaftlich global gesehen wiederum im System Schule, egal wo du es betrachtest, dass es einfach extrem anstrengend ist im Sinne von also für 11:12 für die einzelnen Personen ist es anstrengend aus unterschiedlichsten Gründen und vielleicht lass uns do noch mal so ein wenn wir jetzt so auf die 11:18 zweite Kernaussage gehen, zweite These gehen, noch mal ein bisschen reinzoomen, weil Da heißt es, dass man sich natürlich um Unterrichts interessant zu 11:27 gestalten, auf so Themen konzentrieren könnte, wie soziale Unterschiedlichkeit, wie Geschlechterrolle, Geschlechterrollen insgesamt, 11:34 Zukunftsvision. Wie lässt sich das gut mit dem Thema neue Sachlichkeit machen? Vi können wir das mal ganz konkret an dem Beispiel 11:40 festen. Ja, wollte ich auch gerade sagen. Ein Beispiel hilft da ganz sicherlich. Äh, wenn man sich überlegt, dass nach wie 11:45 vor gleiche Arbeit ungleich bezahlt wird und die Lohnhöhe davon abhängt, ob jemand eben ein Mann oder eine Frau ist, dann wird man in der Literatur der 20er 11:53 Jahre feststellen, dass es da gewissermaßen äh Ursachen dafür gibt, die die darin liegen, dass in den 20er Jahren etwa völlig neue Berufsfelder 12:01 erfunden worden sind. also etwa die auch auch so die soziale Schicht der Angestellten der Sekretärinnen und das sage ich jetzt nicht mit Binnen I, 12:08 sondern tatsächlich Sekretärinnen. Das ist eine eine neue der veränderten Wirtschaft folgenden Berufstätigkeit und diese Gruppe der Frauen, die in diesen 12:17 Berufen tätig waren, äh die ist im Prinzip von vorne herein ausgebeutet, untergebuttert, schlecht bezahlt, zum Teil sexuell genötigt und bedrängt 12:27 worden. Und das sind Befunde, die eben in der 20er Jahren passieren, die dort real sind, die in der Literatur der 20er Jahre verhandelt werden und die, wenn 12:35 man es liest, eben ausgesprochen gegenwärtig sind und uns gar nicht so fürchterlich fremd vorkommen. Hast du da ein bestimmtes Beispiel vor 12:41 Augen, also ein bestimmten Text, ein bestimmtes Werk, bei dem das gut wäre oder was dir gut gefällt, wo du sagst, boah, das ist super für den Unterricht, 12:48 weil also ich würde einen Roman direkt nennen wollen, das Mädchen an der Orga Privat von Rudolf Braune. Die Orga privat war 12:56 eine Schreibmaschinentyp, ne? sowas wie die Adler oder die Kommodore. Also das Mädchen an der Aga privat 1930 geschrieben spiegelt genau diese 13:04 Geschichte eines 19-jährigen 19-jährigen Jugendfrau, die aus der Provinz nach Berlin in die Metropole kommt und die sich mit dieser neuen Berufstätigkeit 13:12 als Perspektive einen sozialen Aufstieg verspricht und dann sich in so einem Großraumbüro wiederfindet, der sich in diese Hackordnung einsortieren muss und 13:20 feststellt, dass sie eigentlich da tatsächlich ausgeliefert sind und zwar insbesondere den männlichen Vorgesetzten. Sie versucht dann 13:27 sozusagen Solidarisierungsbewegungen herbeizuführen. Würde vielleicht sagen, sowas wie eine eine prototypische gewerkschaftliche Bewegung unter den 13:34 Sekretärinnen herbeizuführen, als da nämlich schließlich eine entlassen werden soll, die schwanger wird, nachdem sie vergewaltigt worden ist. Die Sache 13:40 geht schlecht aus und zwar vor allem für die Initiatorin dieser sozialen Aktion, die dann letztendlich entlassen wird. Also, der Sekretärinnenroman, das ist so 13:50 ein ein Subgenre der neuen Sachlichkeit, äh spiegelt genau diese beruflichen Kontexte wieder. Und das Mädchen an der Orger privat von Rudolf Braune ist da 13:59 ein ganz wunderbares Beispiel, um vielleicht noch mal ein ganz anderes Beispiel zu nennen, also wenn wir jetzt mal das ist ja jetzt ein Aspekt, den wir 14:03 gerade genannt haben, vielleicht noch einen zweiten Aspekt, wenn wir verschiedene Menschen mit verschiedenen Bereichen und Schwerpunkten, die uns 14:09 gerade zuhören. Also, wenn du sagst, da da hätte ich noch was. Ja, nehmen wir doch mal den die die die ganzen Sportromane. Also Sport ist ja 14:17 auch ein Thema, das Schülerinnen und Schüler recht nah liegt. Sport wird zu einem in den in den 1920er Jahren zu einem so eine Inszenierung von 14:24 Unabhängigkeit. Also sowas wie die sechs Tageren Rennen sind erfunden worden. Die ersten großen Boxskämpfe gibt es. Das heißt, Sport wird zum einen für Männer, 14:32 aber noch mehr für Frauen tatsächlich zu einem zu einem Vehikel, um sich von Rollenkonventionen, von Rollenbildern zu befreien, sich selbst zu emanzipieren, 14:41 bisschen zur Kleidung, ne, die die dann eben funktional äh wird, um eben für bestimmte Sportarten tauglich zu sein. Der Sport wird als eine Bewegung 14:51 gezeigt, in der sich auch soziale Gegensätze ein Stück weit aufheben, aber eben nur ein Stück weit. Letztenendes wird bestenfalls kaschiert. Sie werden 14:58 natürlich nicht aufgehoben. Insofern sind sind die Sportromane der 20er Jahre die Boxromane, die Fahrradromane ein ganz wunderbares Beispiel. Und auch da 15:07 könnte ich eben schnell einen Text nennen von Marie Fleißer. Eine Zierde für den Verein. So heißt der Roman mit dem schönen Untertitel Roman vom 15:16 Rauchen, Sporteln, lieben und verkaufen. Da wird nämlich das sind doch Wörter, das spricht mich doch total direkt. Alles dabei, ne? das ganze Spektrum da 15:24 war ja, also da wird schon deutlich, dass hier im Prinzip Parallelen bestehen zwischen dem System Sport, dem System Wirtschaft, dem System Liebe auch also 15:32 private Beziehungen s, dass hier der Sport etwas etwas symbolisches, prototypisches ist, indem Geschlechterordnungen, indem 15:40 Emanzipation und Entwicklung und in dem letztenendes auch ökonomische Diskurse verhandelt werden. Also, das sind auf jeden Fall schon mal 15:46 zwei Beispiele. Danke dafür. Und jetzt leiten wir mal über zur dritt zum dritten Kernanliegen, zur dritten These und da bin ich gleich mal 15:53 gespannt, was du sagst. Und zwar ist ja immer so das Argument oder die die Idee natürlich Unterricht zeitgemäß zu gestalten logischerweise und und 16:00 natürlich auch irgendwie die Schülerinnen und Schüler mitzunehmen, authentischen und und realitätsnahen Bezug für sie herzustellen. So, jetzt 16:08 haben wir gerade schon ganz viel darüber gesprochen, dass das dann inhaltlich gut geht. Ich habe mich jetzt oder eine eine These, die man ja in den Raum stellen 16:14 könnte, wäre oder ist, dass man eben bekannte Medien nutzt, die die Schülerinnen und Schüler vielleicht auch schon kennen, auch vielleicht auch in 16:20 digitaler Art und Weise Filme, Verfilmungen, so also was neuzeitliches, um zu sagen: "Hey, darüber schaffen wir einen 16:27 Einstieg in das Thema." Absolut. Also Medien wären hier ein ein probates Beispiel, wobei ich sage, der das wichtigste Medium sind die Texte 16:35 selbst. Die Texte sind eben sprachlich tatsächlich nicht durch große Fremdheit geprägt. Die lassen sich ohne allzu große Einstiegshürden rezipieren und die 16:42 Texte sprechen für sich. Die sprechen auch Schülerinnen und Schüler an. Die sprechen im übrigen auch jüngere jüngere Schülerinnen und Schüler an. Denn neue 16:48 Sachlichkeit gibt es ja nicht nur in der Literatur für Erwachsene, sondern neue Sachlichkeit gibt es ja auch in der Kinder Jugendliteratur und da wird durch 16:54 die Textstruktur selber schon das jüngere Lesubikum angesprochen. Man denke an Emil die Detektive von Erich Kestner oder man denke an den zugrunde 17:02 liegenden Text Kai aus der Kiste von Wolf Durian, der auch schon dieses Element der Bande und des gemeinsamen Lösens eines eines Problems eines Falls 17:10 in den Mittelpunkt stellt. Also die Texte selber sprechen an. Man kann aber selbstverständlich auch, wenn man wieder an den Fabianroman von Kner denkt, die 17:17 aktuellste Verfilmung aus dem Jahr 21 heranziehen und sozusagen mit den Mitteln des Films der 2020er Jahre ein Text der 1920er Jahre in Szene gesetzt 17:25 wird. Äh und hier wird dann auch ein wunderbarer Zugang geschaffen. Aber ich vermute, die Texte selber oder Auszüge aus den Texten schaffen diese Zugänge 17:32 und zeigen Schülerinnen und Schüler, wie na sie diesen Texten letztenendes sind. Und das ist ja vielleicht auch mal ein spannender Ansatz, es genau andersrum zu 17:38 machen, also quasi den den Text als Grundlage zu nehmen, als als Unterrichtseinstieg sozusagen. Und da gibt dir ja auch, weil du hast das jetzt 17:45 gerade mit dem Fabian angesprochen, da gibt's ja auch ein Beispiel in der Ausgabe zu, wo da näher drauf eingegangen wird und wo es auch 17:51 beschrieben wird, wie man das machen kann und da wird ja z.B. gesagt, dass man im Anschluss dann hingeht und sich die Verfilmung anschaut und dann guckt, 17:58 okay, wie ist denn eigentlich der Originaltext noch mal, wie ihr es formuliert, modifiziert und po wird und auch die 18:06 verschiedenen Stilmittel noch mal zu vergleichen, also was passiert filmisch, was passiert literarisch, wäre ja auch noch mal ein anderer Ansatz. 18:12 Absolut richtig. in einem Literaturunterricht, der ja in Teil immer auch Medienunterricht ist, geht es ja darum, Medienverbünde auch zu nutzen. 18:18 Und da ist die ein so ein ein Rezeptionstext, wie immer eine aktuelle Verfilmung. Es gilt fürte Detektive genauso. Die Verfilmung ist zwar jetzt 18:25 nicht mehr taufrisch, aber Vergleich zum Alter des Textes immer noch relativ neu. Da gibt es einfach Ideen und Möglichkeiten, diese Medien 18:33 einzubeziehen, um dann eben mit den Referenztext, also den Printtext und den Interpretationstext, die filmische Adaption aufeinander zu beziehen. Und da 18:41 finde ich jetzt persönlich noch mal spannend, es geht ja immer auch um Wirkung, also wie wirkt ein ein Text, den ich lese? Wie wirkt ein Film, den 18:47 ich mir anschaue, was macht das mit mir? Und da finde ich spannend, was dann auch noch mal passieren kann, denn wir hab vorhin gesagt, dass teilweise z.B. n das 18:53 Wort Stichwort Fake News, wenn das eingebaut wurde im Text, um auch noch mal den neuzeitlichen Bezug herzustellen, dass ja heute auch durch 19:00 diese ganzen sozialen Netzwerke z.B. wo ja Film das zentrale Medium ist, wo vielleicht eine Information, die als Text vorher zur Verfügung stand im Film 19:08 dann ganz anders genutzt wird. Also das finde ich irgendwie auch noch mal einen interessanten Aspekt. Ja, absolut. Also bleiben wir bei dem 19:13 bei dem Beispiel, das auch in der Ausgabe verhandelt wird, der Känerroman Fabian und die aktuelle Verfilmung. Das das Spannende liegt ja daran, dass hier 19:20 einerseits Figuren historisch inszeniert werden, also über ihre Kleidung etwa in ein historisches Berlin äh hineinversetzt sind und gleichzeitig 19:29 sind in diesem historischen Berlin allerdings äh Gegenwartsberlin Elemente drin. Also etwa die Stolpersteine sind zu sehen, die in den 1920er Jahren 19:37 selbstverständlich noch nicht dort gelegen haben. So und dadurch gibt es sozusagen diese Übergänge zwischen zwischen 1920er und 20er 20er Jahren. 19:44 Dann lass uns mal einen Schritt weitergehen und eine vierte Kernaussage ist, die man aus der Ausgabe herauslesen kann, dass man davon profitiert, dass 19:52 diese Texte aus der neuen Sachlichkeit natürlich den Alltag total klar wiedergeben. Wir haben es schon paar mal gesagt und sich z.B. nicht hinter 19:59 symbolischer Sprache verstecken. So, das ist ist die Aussage und dann beschreibt ihr in der Ausgabe auch, dass das ja auch auf die einzelnen Textgattung, also 20:07 z.B. in der Lyrik und so, auch übertragbar ist. Vielleicht magst du da noch was zu sagen? Ja, absolut. Ich hatte ja schon gesagt, 20:13 dass den Autoren und Dutorinnen es ein Anliegen ist, eben die Sprache zu entschlacken und insofern ist die Strömung der neuen Sachlichkeit auch 20:20 durchaus das eine antiexpressionistische Strömung zu sehen. Werd man also im in der expressionistischen Lyrik, um das Beispiel aufzugreifen, nun versucht hat 20:28 mit mit Sprachbombast mit einem metaphorischen sprachlichen Aufwand zu argumentieren und und zu zu ästhetisieren, geht die Lyrik der neuen 20:36 Sachlichkeit gerade wieder zurück und nimmt jede Psychologisierung auch raus. Also Liebeslyrik neusachlich bei bei Kestner immer wieder Kestner, aber nicht 20:45 nur auch bei Masha Kaleko z.B. äh Großstadtlieben. Das ist so ein Text, der der zeigt äh, dass letztenendes den die seiner Zeit neuen Medien das direkte 20:55 Sprechen über Gefühle ersetzen und dass eben diese Technisierung es ermöglicht, sich nicht mehr direkt in der Konfrontation zu stellen, sondern 21:04 auch solche Dinge wie Liebe oder zwischenmenschliche Beziehungen tatsächlich zu versachlichen. Und die Lyrik schafft es eben auch sprachlich, 21:11 indem sie ganz unaufgeregt, ganz unaufwendig thematisiert, wie zwei Menschen sich kennenlernen und sich dann aber auch wieder gehen lassen. 21:19 Ja, das habe ich mich gerade gefragt. Ist das trotzdem? Also jetzt frage ich dich mal aus der Forschungsperspektive quasi auch und aus der Didaktikbrille 21:28 gleichermaßen ist das trotzdem schön. Also ich meine so verblühte Sachen sind gerade w wenn du sprichst gerade das Thema Liebe an. 21:34 Also das ist ja irgendwie auch in der in der romantisierten Vorstellung vielleicht irgendwie was ganz schönes. Einerseits vielleicht historisch und 21:40 andererseits heutzutage gerade bei den Schülerinnen und Schülern wahrscheinlich auch wieder durch ganz frühe Kontakte mit allem, was mit Liebe und und 21:48 Sexualität und so zusammenhängt, vielleicht auch schon wieder ganz entromantisiert. Also ich habe mich gerade gefragt, finden die das 21:52 vielleicht gerade deswegen cool und schön und spannend ist das noch schön, wenn es so sachlich auf dem Punkt gebracht ist. Also die mit der Kategorie 21:59 schön kann ich tatsächlich nicht viel anfangen, weil es liegt noch mal im Auge des Betrachters oder der Betrachterin, was jemand schön findet. Frage. 22:07 Es ist zumindest eine Differenzkriterium und ich denke heranchsende, die ähm die vielleicht eher auf so einer Romantikschiene sind oder die bestimmte 22:14 auch auch Vorstellungen so mit mit Liebe mit mit Verliebt sein verbinden, denen sozusagen eine ein Differenz Marker an die Hand zu geben und mal zu schauen, 22:24 dass man eben über Liebe auch anders sprechen kann und dass Liebe eben nicht immer nur sozusagen im Klischee ist und dass man nicht immer nur Herz auf 22:30 Schmerz reimen muss, sondern dass es auch andere Formen des Sprechens über Liebe gibt und im übrigen auch andere Formen Liebe zu erleben. Mhm. Ähm das 22:37 kann meines erachens kein Nachteil sein. Ja, war war persönlich gefragt und persönlich geantwortet. Danke dafür. Und damit kommen wir dann zur letzten These, 22:46 zur letzten Aussage, zum letzten Anliegen und zwar natürlich dieses Thema und das ist ja auch grundsätzlich immer ein Aspekt, dass wir Möglichkeiten von 22:54 von Überfachlichkeit hinbekommen, also von überfachlichen lernen und da können wir noch mal anknüpfen das, was wir vorhin gesagt haben, weil sich eben 23:01 neusachliche Elemente auch in Musik, in Bildern und in Architektur z.B. wiederfinden. Vielleicht kannst du das noch kurz ausfüllen. 23:09 Also die neue Sachlichkeit ist ein wunderbares Beispiel. tatsächlich so ein Programm einer Kulturdidaktik aufzumachen, äh das über reine 23:16 Literaturdidaktik in einem engeren Sinne hinausgeht und das zeigt, dass hier eine bestimmte äh Ästhetik, eine bestimmte Weltsicht, eine bestimmte Art Welt und 23:25 Funde der Welt zu verhandeln sich in ganz unterschiedlichen Bereichen wiederfinden. Hatte ja schon über die Architektur kurz gesprochen. Das Design 23:32 des Bauhauses möchte ich noch mal erwähnen, dass also tatsächlich und denk an die Dinge wie die Bürostühle oder die Teekannen, die die Bauhausdesignerin und 23:38 Designer entwerfen, die die sind ihrer Funktion geprägt, die sind schlicht, die sind klar in ihrer Linienführung, sie haben einen Gebrauchsaspekt, die Form 23:47 folgt der Funktion, aber das gilt auch für Populärkultur. Also, wenn man sich die Schlager, die Chansons anschaut, wenn man sich die Filme, wenn man sich 23:54 die Reklame, die Reklameanzeigen der 1920er Jahre anschaut, auch das ist sozusagen Elemente von Alltagskultur, dann wird man dort ganz klare 24:03 Botschaften, dass das das abrüsten, das sprachliche Abrüsten wiederfinden, das eben sowohl in verschiedenen Kulturformen wie auch in Bereichen der 24:11 Alltagskultur zu finden ist. Und das sind eben Schnittstellen, die für eine Kulturdidaktik hier sehr hilfreich sind, weil man sehen kann, dass es nicht 24:18 nuragen ein singuläres literarisches Phänomen ist, sondern dass das, was eben unter anderem in Literatur auftritt in anderen ästhetischen Formen, anderen 24:26 kulturellen Ausprägungen ebenfalls vorkommt. Insofern ist überfachliches Lernen da tatsächlich ein wichtiges Stichwort. nicht zu verwechseln mit 24:33 fachübergreifendem Lernen, das ist ja noch mal eine andere organisatorische Frage, aber zu zeigen, dass eben Literatur als Bestandteil einer 24:41 kulturellen Gesamtverfasstheit funktioniert und dass es eben Ankerpunkte und Ankerstellen gibt zwischen verschiedenen Künsten, zwischen 24:49 verschiedenen Kunstformen. Das scheint mir sehr wichtig und es scheint mir auch eine wichtige Perspektive zu sein, die sich eben exemplarisch am Bereich der 24:56 Literatur schrägstich Kultur der neuen Sachlichkeit erlernen, unterwgabben lässt. Und um den Bogen auch noch mal zu heute zu schlagen, genau diese Elemente 25:04 finden sich ja heute auch in allen anderen Bereichen ja auch wieder. Also wenn wir nur mal an Smartphone Design, um in der Lebenswirklichkeit der 25:10 Schülerinnen und Schüler zu denken, Appdesign, Werbung, das ist gerade angesprochen, all diese Dinge sind ja auch wieder ganz ganz minimiert, rein 25:20 ohne viel Geschnörkel, ohne viel Getön, sondern einfach auf den Punkt gebracht. Also das auch da hast du ja dann wieder den Gegenwartsbezug. 25:26 Absolut. So ist das. Ja, stimmt. An der Stelle wir wir mit Blick auf die Zeit, die Zeit rennt immer in solchen Gesprächen. Du hast gleich das 25:34 Schlusswort, da darfst du gleich gerne noch mal ein Aspekt oder mehrere an uns richten tatsächlich. Und ich würde an erster Stelle jetzt einmal 25:42 zusammenfassen, was wir gerade miteinander besprochen haben. Das heißt, also wir haben fünf Kernanliegen thematisiert und das erste war zu sagen, 25:48 wir nutzen einfach diese Aktualität der Texte, weil wir eben festgestellt haben, dass ganz vieles in den 1920er Jahren zumindest in Ansätzen ähnlich war wie 25:55 heute. Zweite These, dass wir uns auf diese ganzen Themen wie soziale Unterschiede, Geschlechterrollen, Zukunftsvisionen 26:01 konzentrieren können, um Unterricht einfach interessant zu gestalten. Dann haben wir gesagt als dritte These, dass wir gar nicht unbedingt neue Medien 26:09 brauchen, sondern dass der Text an sich schon interessant ist, um den Unterrichtseinstieg damit zu machen und vielleicht davon abgehend dann nachher 26:16 den Schwung auf neue Medien zu nehmen. Als viertes haben wir gesagt, dass die Texte den Alltag klar wiedergeben und sich eben nicht so symbolhaft wieeder 26:23 vor vielleicht präsentieren. Und das letzte war das überfachliche Lernen, dass das eben super möglich ist. Wenn du jetzt vielleicht die Quintessen für dich 26:30 zusammenfasst, das ist die erste Frage und danach kommt dein Schluss fort. Die Quintessen aus dieser Ausgabe neue Sachlichkeit in Deutschunterricht. Was 26:37 ist das für dich? Also die Quintessen ist eigentlich die Aufforderung an Lehrkräfte den Mut zu haben, sich dieser Texte zu bedienen, 26:45 sie zu nutzen, sie wieder zu entdecken und zwar für alle Altersgruppen auch für junge Schülerinnen und Schüler im Bereich der Kinderliteratur, für 26:51 Schülerinnen der Mittelstufe, im Bereich etwa der Lyrik. Die neue Sachlichkeit ist zugänglicher als man das vielleicht denkt und die 100 Jahre Differenz wird 26:59 werden spielend weg wettgemacht eben durch die sprachliche Kleid durch die sprachliche Aktualität durch die thematische Aktualität der Texte selbst. 27:06 Also keine Angst vor der neuen Sachlichkeit, greift zu. Und das Greift zu bezieht sich auf die Ausgabe. Da finden sich nämlich ganz 27:13 ganz viele Beispiele noch weiter ausgeführt, ganz viel erklärt dazu und ich finde gerade diese auf dem Cover das, also wenn man das Cover dann sieht, 27:22 finde ich spannend, weil es erinnert natürlich an die 1920er Jahre und trotzdem, wenn man dann reinschaut, merkt man, wow, völlig zeitgemäß. Von 27:28 daher vielen Dank für diese ganzen Einblicke, vielen Dank für die Erläuterung und dass du das mit uns geteilt hast. Und jetzt hast du den 27:34 absoluten Schlusssatz, den du noch loswerden möchtest. Ja, was soll ich sagen? Die neue Sachtigkeit ist ein Füllhorn an Texten, 27:41 die es wieder zu entdecken lohnt und zwar auch jenseits der altbekannten üblichen Verdächtigen wie Kner und Coun. Auch diese Ausgabe macht einen 27:49 Vorschlag, den Text wieder zu entdecken. Man kann hineingreifen, man man findet überraschende Texte, man findet überraschende Anschlüsse, man findet 27:55 überraschende Themen. Das ist einfach ein Füllhorn an an toller Literatur. Das war einfach Unterrichten, der Podcast von Friedrich Plus aus dem 28:07 Friedrich Verlag. Wir bringen innovativen Unterricht für Lehrkräfte auf den Punkt.