Wassertransport in der Pflanze / Wasser- und Ionenaufnahme in die Pflanze [Biologie, Oberstufe] TeacherToby https://www.youtube.com/watch?v=wzFP0Z67q1Q Transkript (automatisch erstellt) 0:01 [Musik] in diesem Video werden wir der Frage nachgehen wie Pflanzen Wasser über ihre 0:12 Wurzeln aufnehmen und wieder Wassertransport in der Pflanze erfolgt Wasser ist von immenser Bedeutung für die Pflanzen für die Fotosynthese in den 0:21 Blättern ist neben der Solarstrahlung der Sonne auch Wasser notwendig außerdem fungiert es als Lösungsmittel mit dem Wasser werden wichtige für die Pflanzen 0:30 benötigte Mineralstoffe mit transportiert aber auch zum Kühlen der Pflanze sowie zum Aufbau und aufrecht Erhaltung eines Innendrucks mit dem 0:39 sogenannten Turgor zur Stabilisation der Pflanze ist das Vorhandensein von Wasser essentiell der Wassertransport ist dabei an eine 0:47 enorme Leistungsfähigkeit der Pflanze geknüpft die man sich einmal vor Augen führen muss in etwa 16 Meter hoher Ahornbaum besitzt schätzungsweise 0:55 200.000 Blätter mit einer Gesamtoberfläche von ca 800 Quadratmetern ca die Größe eines Handballfeldes an einem wolkenlosen 1:04 Sommertag verliert der Baum allein in einer einzigen Stunde 250 Liter Wasser über seine Blätter 250 Liter Wasser in 60 Minuten um diesen 1:16 Wasserverlust zu kompensieren und vorzubeugen dass die Blätter nicht anfangen zu welken ist klar diese 250 Liter müssen auch jede Stunde aufs neue 1:26 über die Wurzeln wieder aufgenommen und 16 m hoch zu den Blättern transportiert werden das Beispiel verdeutlicht ebenfalls fast alles Wasser das die 1:35 Pflanze offen nimmt gibt sie auch wieder ab nur ein Bruchteil des Wassers wird in der Pflanze genutzt schauen wir uns mal an wie es so so einer Spitzenleistung 1:44 kommen kann Pflanzen nehmen Wasser und Mineralstoffe aus dem Boden auf und zwar über ihre Wurzeln genauer gesagt sind es die Zellen der 1:55 Wurzelhaare diese haben durch ihre Form eine besonders große Oberfläche was ermöglicht das entsprechend auch viel Wasser und Ionen aufgenommen werden 2:03 können auch wenn die meisten Mineralstoffe gelöst im Wasser vorliegen wenn Wasser über die Wurzel hat Zellen in die Pflanze gelangt dann kann es die 2:13 Mineralstoffe nicht einfach huckepack mitschleppen der Transport von Wasser und Ionen in die Pflanze erfolgt unterschiedlich während die 2:20 Wasseraufnahme in der Regel keine Zufuhr von Energie benötigt und passiv über Vorgänge wie Diffusion und Osmose erfolgt ist die Aufnahme von Ionen in 2:30 die wurzelzelle mit einem Energieaufwand verbunden und erfolgt aktiv woran liegt das die Zellmembran der Wurzelhaare ist selektiv per Neapel das 2:41 heißt bestimmten Stoffen wie zum Beispiel Wasser erlaubt sie den Zutritt anderen Stoffen unter anderem geladene Ionen wie Natrium oder Kalium verwehrt 2:49 Sie diesen die Membran ist für diese Stoffe also im permeabel Wasser kann die Membran also passieren häufig wird der Transport durch kanalproteine die 2:59 spezifisch Wasser transportieren sogenannte aquapurine erleichtert wenn Wasser per neapel ist für die Membran dann gilt diese Permeabilität für beide 3:08 Richtungen Wasser kann sowohl in die Zelle der Pflanze gelangen als auch aus ihr heraus und an den Boden abgegeben werden 3:16 ein solch potentieller Wasserverlust gilt es in jedem Fall zu verhindern und dies tut eine Pflanze in der Regel auch sehr effektiv denn der Wassertransport 3:24 erfolgt natürlich in die Pflanze was aber bestimmt die Bewegungsrichtung des Wassers der Boden ist wasserreich im Gegensatz zu den Pflanzenzellen in denen 3:35 weniger Wassermoleküle vorhanden sind Wasser diffundiert entlang seines konzentrationsunterschiedes das heißt vom Ort wo es höher konzentriert 3:43 vorliegt zum Ort wo es geringer konzentriert ist also vom wasserreichen Boden in die wasserärmeren Zellen ganz so einfach dem Wassertransport nur 3:52 über die unterschiedliche Konzentration von Wasser zu erklären ist es dann doch nicht wenn der Boden beispielsweise sehr trocken ist dann geht diese Rechnung 4:01 womöglich nicht mehr auf und im Außenmedium ist die Wasserkonzentration geringer als im innenmedium das heißt in der Zelle 4:08 viel mehr wird die Bewegungsrichtung des Wassers durch das Wasser Potenzial bestimmt das heißt die Bewegung von Wassermolekülen im Folge von 4:17 Druckunterschieden und konzentrationsunterschieden von gelösten Stoffen zwischen einer Zelle und ihre Umgebung immer in Richtung des 4:25 niedrigeren das heißt stärker negativeren wasserpotentials das geht wahrscheinlich ein wenig über den Schulunterricht hinaus für euch ist 4:33 wichtig zu merken es sind Konzentrationsunterschiede von gelösten Stoffen die mitverantwortlich sind ob Wasser in eine Zelle diffundiert oder 4:42 aus ihr heraus Zucker das heißt Glukose das beispielsweise in den Wurzeln höher 4:50 konzentriert als im Außenmedium weil im Zell Innenraum die Konzentration an gelösten Stoffen höher ist als außerhalb der Zelle dieser Bereich wird auch als 4:59 hypertonisch bezeichnet die fundiert Wasser ins hypertonische Medium das heißt in die Zelle warum diffundiert Wasser immer ins hypertonische Medium 5:10 sehr einfaches Rechenbeispiel zu verdeutlichen außerhalb der Zelle kommen sechs Wassermoleküle auf zwei glukosemoleküle weil der Zell Innenraum 5:19 hypertonisch ist nehmen wir an dort kommen sechs Wassermoleküle auf vier glukosem die Zelle ist danach bestrebt diesen 5:29 Konzentrationsunterschied auszugleichen am einfachsten würde es gehen wenn ein Zuckerteilchen in die Zelle gelangt Glukose kann allerdings nicht ohne 5:37 weiteres die selektiv permeable Membran passieren dafür ist es zu groß die Diffusion von Wasser in die Zelle kann aber zu jedem Konzentrationsausgleich 5:48 führen außerhalb der Zelle kommen sechs Wassermoleküle auf zwei glukosemoleküle innerhalb der Zelle kommen auf zwei große Moleküle allerdings nur drei 6:00 Wassermoleküle im Verhältnis liegt Wasser also außerhalb der Zelle höher konzentriert war so dass es in die Pflanzenzelle diffundiert der 6:10 Konzentrationsausgleich würde dann hergestellt werden wenn zwei Wassermoleküle in die Zelle diffundieren denn dann kämen sowohl außerhalb der 6:17 Zelle vier Wassermoleküle auf zwei glukosemoleküle als auch innerhalb der Zelle vier Wassermoleküle auf zwei glukosem 6:27 sollte der Boden sehr trocken sein dann kann die Pflanze nachhelfen indem sie die Konzentration an gelösten Stoffen in der Zelle erhöht 6:35 durch die Zugabe von gelösten Stoffen verringert sich automatisch die Konzentration am freien Wasser das Wasser Potential verringert sich dadurch 6:43 so dass die Tendenz zur Wasseraufnahme steigt jetzt wo wir wissen wie Wasser in die Pflanze aufgenommen wird bleibt die Frage zu klären wie die Aufnahme von 6:52 Ionen und anderen Mineralstoffen erfolgt ich habe bereits verraten dass die Aufnahme mit einem Energieaufwand verbunden ist wir wissen dass am Zelt 7:01 Innenraum im Vergleich zum Außenmedium mehr Ionen konzentriert Vorliegen der Transport von John muss also entgegen ihres konzentrationsgradierenden vom Ort 7:12 der niedrigeren Konzentration zum Orte hören Konzentration erfolgen und das erfordert Energie und in der Regel spezielle kanalproteine weil diese 7:20 Stoffe entweder zu polar oder zu groß sind um die Biomembran zu passieren viele Stoffe gelangen durch sekundär aktiven Transport in die Pflanzenzelle 7:30 und zwar auch mit entsprechenden kanalproteinen so zum Beispiel Nitrat eine entsprechendes Video dazu verlinke ich euch an dieser Stelle einmal 7:39 Richtung Zentralzylinder nimmt das wasserpotential immer weiter ab so dass das Wasser aus modisch das heißt durch Osmose immer weiter in Richtung 7:48 zentralzylinderwandert Wasser und Ionen können dabei zwei unterschiedliche Wege des Transports einschlagen einerseits kann sie über den sim-klassen 7:57 transportiert werden der simplast wird auch Zell Innenraum genannt er umfasst die von den Zellwänden und hülten lebenden Zellen die durch Plasmodesmen 8:06 miteinander verbunden sind um in den symplasten zu gelangen müssen Wasser und gelöste Stoffe zuerst eine Plasma Membran passieren und weil sie selektive 8:19 reguliert und dadurch langsamer der simplus symbolisch sozusagen als Schotterweg andererseits können Wasser und Ionen ins 8:27 Xylem gelangen ohne dabei einmal eine Plasma Membran passieren zu müssen das geschieht über den apoplasten dem Zell Außenraum welcher aus dem außerhalb der 8:38 Plasma Membran liegenden Zellwänden und den interzellularäumen den Räumen zwischen den Zellen besteht weil die Bewegung durch den apoplasten nicht 8:47 durch eine Plasma Membran als selektive Barriere eingeschränkt wird wie beim simplastischen Transport erfolgt der Transport durch den apoplasten rasch es 8:56 ist also quasi eine Art Autobahn bis zur endothermes können Wasser und Mineralstoffe die Autobahn den apoplasten nehmen die endothermos 9:07 besitzt allerdings einen sogenannten kasparischen Streifen dabei handelt es sich um einen hydrophoben wasserabweisenden Bereich der als eine 9:15 Art Dichtung wirkt und verhindert das Wasser und Ionen durch den apoplasten in den Zentralzylinder und damit auch ins Öl im gelangen daher müssen sämtliche 9:25 Wassermoleküle und Ionen in den symplasten eintreten um in den Zentralzylinder zu gelangen wir aber gelangt das Wasser in einen 16 Meter 9:33 hohen Ahorn oder aber sage und schreibe 120 Meter in die Höhe bei den höchsten Bäumen der Welt die Mammutbäume einmal im 9:42 angekommen geht es für Wasser und Ionen nur noch bergauf früher hat man angenommen dass für die Bewegung des Wassers im Xylem einmal ein von lebenden 9:52 Zellen nach oben ausgelöster Druck der sogenannte Wurzeldruck sowie kapillarkkräfte verantwortlich sind auf beide Mechanismen gehe ich an dieser 10:01 Stelle nicht weiter ein einfach weil man beide Möglichkeiten vor allem aber die kapillarkkräfte heute weitgehend ausschließen kann warum das so ist werde 10:10 ich in einem Kommentar unter dem Video mal ausführen heute weiß man dass der zylle im Transport auf einen Mechanismus beruht an dem 3 Prozesse beteiligt sind 10:19 die Transpiration von Wassermolekülen aus den Blättern Durchfahrt dunstung einer Saugspannung im Saft welche durch die Transpiration aus den Blättern 10:29 hervorgerufen wird und der Kohäsion der Wassermoleküle die Wasserdampf Konzentration in der Atmosphäre ist geringer als in den Luft gehüllten 10:38 Räumen im Inneren des Blattes folglich diffundiert Wasserdampf vom Ort wo es höher konzentriert vorliegt zum Ort der niedrigen Konzentration also aus den 10:48 interzellularräumen des Blattes über sogenannte Spaltöffnung in die Außenluft hinaus ein Verdunstungsprozess den man auch als Transpiration bezeichnet 10:57 während der Transpiration verdunstet Wasserdampf also aus den Spaltöffnung der Blätter heraus dadurch dass den Blättern Wasser entzogen wird entsteht 11:07 sehr stark vereinfacht eine Saugspannung die Wasser aus dem kühlend sieht um diesen Wasserverlust wieder auszugleichen Wasser wird quasi 11:16 angezapft angezapft aus dem Blattadern was zu einer Saugspannung führt die auf die gesamte Wassersäule im Xylem einwirkt 11:26 an der Tatsache dass dieser Sog der Transpirationssog die gesamte durchgehende Wassersäule umfasst wirkt eine weitere kraftmatte die 11:35 Kohäsionskraft aufgrund ihrer Eigenschaft untereinander Wasserstoffbrückenbindung zu bilden besitzen Wassermoleküle starke 11:44 Kohäsionskräfte Kohäsion bezieht sich auf die Anziehung von Molekülen auf andere gleiche Moleküle durch Kohäsion werden Wassermoleküle zusammengehalten 11:55 durch die Kohäsion der Wassermoleküle im Xylem wird die Saugspannung vom Platz bis auf die Wurzel übertragen und bewirkt das Wasser passiv von den 12:05 Wurzeln über das Xylem in Form einer zusammenhängenden Wassersäule bis in die Außenluft gelangt für jeden einzelnen Bestandteil des sogenannten 12:17 transpirations-spannungsmechanismus als zentraler Mechanismus zur Wasserleitung in den Pflanzen gibt es billiger einer von ihnen ist der enorme Unterschied des 12:26 wasserpotenzials der zwischen der Bodenlösung und der Luft besteht und der ausreichend groß ist um Saugspannung zu erzeugen um eine Wassersäule in einem 12:36 Baum aufsteigen zu lassen [Musik]